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#211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr!

#211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr!

34m 48s

Die Anzahl der Warenhäuser hat sich auf ein Drittel dezimiert. Mehrere Zehntausend Menschen haben bereits ihre Arbeitsplätze verloren. Was tun mit diesen Immobilien, die seit 150 Jahren unsere Innenstädte prägen?

Igor Brncic, Architekt und Gesellschafter bei OLIV Architekten, berät umfassend zur Revitalisierung innerstädtischer Handelsimmobilien. Das 1999 gegründete Büro mit 50 Mitarbeitenden entwickelt Konzepte für eine zukunftsfähige Nutzung – von baurechtlichen Studien bis zur Begleitung von Investoren und Entwicklern. Entstanden sind Projekte wie die Umfunktionierung des ehemaligen Kaufhauses in der Stuttgarter Königstraße für die Landesbank Baden-Württemberg, das Büro, Kultur und Gastronomie unter einem Dach vereint.

Brncic setzt auf funktionale Vermischung statt...

#210 – Dr. Philipp Misselwitz, Bauhaus Earth: Vom Klimakiller zum Klimaheiler

#210 – Dr. Philipp Misselwitz, Bauhaus Earth: Vom Klimakiller zum Klimaheiler

58m 40s

Bis zum Jahr 2050 werden rund 68 Prozent der Menschheit in Städten leben, zwei bis drei Milliarden mehr als heute. Wenn weiterhin vorwiegend mit Stahl und Beton gebaut wird, sind die globalen Klimaziele nicht zu erreichen. Dr. Philipp Misselwitz, Architekt und Geschäftsführer von Bauhaus Erde, arbeitet deshalb mit Partner*innen im globalen Süden an Alternativen. Biobasierte Baustoffe wie Lehm, Holz oder Bambus spielen dort derzeit nur in zwei Nischen eine Rolle: in prekären Armutssituationen und bei ökologisch orientierten Eliten. Erst wenn sie als fortschrittliche Materialien anerkannt werden, erreichen sie den breiten Markt und ermöglichen den Erfolg der weltweiten Bauwende. Ein Gespräch...

#209 – Olaf Grawert, House Europe, b+: Abgeschrieben und abgerissen

#209 – Olaf Grawert, House Europe, b+: Abgeschrieben und abgerissen

58m 17s

In Europa wird jede Minute ein Haus abgerissen – ungeachtet seines vorhandenen Potenzials. Olaf Grawert, Gründungspartner des Berliner Büros b+ und Mitinitiator von HouseEurope!, fordert deshalb neue Gesetze: Steuererleichterungen für Renovierungen, neue Bewertungskriterien für Bestandsgebäude und die Anerkennung grauer Energie – gebündelt als „Right to Reuse”. Die nötige Million Unterschriften blieb aus – es wurden nur rund 100.000 gezählt.
Aus der gescheiterten Bürgerinitiative wurde eine gemeinnützige Organisation. Am 1. Juli startet die nächste Runde: Right to Housing mit 14 Gesetzesvorschlägen, die in Zusammenarbeit mit 60 Partnerorganisationen erarbeitet wurden. Wir sprechen über Abriss als Gentrifizierungswerkzeug, die Ökonomisierung des Gebäudebestands und einen...

#208 – David Seitz , Moritz Wette (TU Berlin): Wetness als Versorgungskonzept

#208 – David Seitz , Moritz Wette (TU Berlin): Wetness als Versorgungskonzept

30m 38s

Was passiert, wenn die Pumpen stoppen und mit ihnen ein System, das Berlin bislang zuverlässig mit Wasser versorgt? David Seitz und Moritz Wette sprechen stellvertretend für ihr Team mit Felix Ritter und Giorgio Bruno über ihr preisgekröntes Projekt „what when the pumps stop?“, das den Heinze ArchitekturAWARD gewonnen hat. Entstanden ist der Entwurf im Masterstudio der Landschaftsarchitektur an der TU Berlin und im Kontext des Schinkelpreises. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die drohende Wasserknappheit in Berlin-Brandenburg auf die Stadtentwicklung auswirkt und wie Wasser als gestaltender Akteur neu gedacht werden kann. Das interdisziplinäre Team verbindet urbane Geografie, Landschaftsarchitektur und...

#207 – Barbara Schott, heinlewischer: Deep Dive ins Gesundheitswesen

#207 – Barbara Schott, heinlewischer: Deep Dive ins Gesundheitswesen

41m 21s

Ein Krankenhaus ist kein Gebäude wie jedes andere, es ist eine Stadt im Kleinen. Barbara Schott, Architektin und Partnerin bei heinlewischer, plant seit 2008 Gesundheitsbauten – vom Zentral-OP am Humboldt-Klinikum in Reinickendorf bis zu Campusstrukturen für Vivantes. Ihr Büro setzt auf Hospitanzen vor Ort und Mock-ups in Originalgröße: In Neukölln testeten fast 20 Nutzerinnen und Nutzer aus der Rettungsstelle gemeinsam räumliche Konzepte. Denn wer ins Krankenhaus kommt, befindet sich in einer verletzlichen Situation, und genau das prägt den Entwurf. Ein Gespräch über Nutzungsvielfalt, das Managen hochkomplexer Bauten und die Frage, was Architektur für Erholung und Genesung leisten kann.

#206 – Dr. Turit Fröbe, Baukulturelle Bildung.Online: Eine neue Akademie

#206 – Dr. Turit Fröbe, Baukulturelle Bildung.Online: Eine neue Akademie

40m 48s

Die Architekturhistorikerin und Urbanistin Dr. Turit Fröbe setzt sich für die Professionalisierung der Baukulturellen Bildung ein. Denn Baukultur ist zwar überall, aber trotzdem kaum Teil unserer Allgemeinbildung. Fröbe will das ändern. Mit ihrer Online-Akademie „Baukulturelle Bildung.Online“ macht sie Wissen in der Breite zugänglich, das bislang lokal verpufft. Es geht um Alltagsblindheit, um Aha-Momente vor der eigenen Haustür und um die Frage, wie Lehrkräfte, Kinder und letztlich die Gesellschaft sprachfähig werden für ihre gebaute Umwelt. Warum Baukultur mehr ist als Stilkunde und viel politischer, als viele denken, erfahrt Ihr in dieser Episode.

#205 – Prof. Elisabeth Endres; IB Hausladen, TU Braunschweig: Die Qualität des Einfachen

#205 – Prof. Elisabeth Endres; IB Hausladen, TU Braunschweig: Die Qualität des Einfachen

60m 2s

Elisabeth Endres forscht und plant an der Schnittstelle von Architektur und Gebäudetechnik. Im Gespräch geht es um die Frage, wann Technik vom unterstützenden Mittel zum Selbstzweck wird – und was das für Entwurf, Komfort und Verantwortung bedeutet. Wie viel Technik ist wirklich nötig? Welche Rolle spielen Grundriss, Speichermasse und Raumhöhe? Und warum kann ein Mindeststandard ein Qualitätsmerkmal sein? Ein sachliches Gespräch über Robustheit, Suffizienz und die Kunst, weniger zu wollen.

#204 – Matthias Foitzik, foundation 5+, Mario Hoebel, U10 : Suffizienz als Entwurfsprinzip

#204 – Matthias Foitzik, foundation 5+, Mario Hoebel, U10 : Suffizienz als Entwurfsprinzip

39m 19s

Was braucht Wohnungsbau wirklich und worauf kann er verzichten? Matthias Foitzik und Mario Hoebel über das Suffizienzhaus U10 in Kassel, ausgezeichnet mit dem Heinze Architektur Award. Der fünfgeschossige Holzbau ohne Treppenhaus, dafür mit Außentreppe und Laubengängen besteht aus gebrauchten Bauteilen, die teilweise bei Kleinanzeigen ergattert wurden. Es geht um Reduktion statt Übertechnik, um soziale Qualitäten durch Architektur, um gemeinschaftliches Mietwohnen und um die Erkenntnis, dass die Reduktion von Komfort kein Verlust ist, sondern ein Gewinn. Wie die Stimmung auf der Baustelle war, und warum es am Ende trotz gebrauchter Bauteile keine Mängelbeseitigung geben musste, erfahrt ihr in dieser Episode.

#203 – Fionn und Simon Mögel, Querkopf Architekten: Von der Wäscherei zur Wohnanlage

#203 – Fionn und Simon Mögel, Querkopf Architekten: Von der Wäscherei zur Wohnanlage

39m 15s

Fionn und Simon Mögel von Querkopf Architekten erzählen, wie sie in Kassel ein introvertiertes Industrieensemble in ein offenes Wohnquartier verwandelt haben. Es geht um das Freilegen von Qualitäten, um Denkmalschutz als Inspiration, um Entsiegelung, Materialentscheidungen und die Verantwortung gegenüber Stadt und Nachbarschaft. Und um die Erfahrung, wenn Architektur Entwicklung, Bau und Haltung zugleich ist.

#202– Claus Anderhalten, Anderhalten Architekten: Vom letzten Haus zur ersten Adresse

#202– Claus Anderhalten, Anderhalten Architekten: Vom letzten Haus zur ersten Adresse

37m 11s

Claus Anderhalten spricht über flüchtige Düfte und wie man sie ausstellen kann. Das neue Museum für Düfte und Aromen in Holzminden schafft im Inneren ein räumliches und olfaktorisches Erlebnis und markiert außen im Stadtraum eine neue Adresse. "Sensoria" wurde mit dem Heinze ArchitekturAward ausgezeichnet. Die skulpturale Form des Neubaus positioniert einen vergessenen Ort im Stadtrraum neu. Wie die Form zustande kam, warum das Material und die Fassade an eine Rüstung erinnert und was im Inneren passiert, erzählt Anderhalten in dieser Episode. Ein Gespräch über Wahrnehmung, Haltung und die Frage, wie Architektur dem Flüchtigen einen Rahmen geben kann.

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