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#214 – Lara Katscher, Werner Sobek AG - Das 1x1 der Bauphysik

#214 – Lara Katscher, Werner Sobek AG - Das 1x1 der Bauphysik

25m 0s

Jedes Gebäude, das wir heute planen, ist der Bestand von morgen. Doch noch immer werden Gebäude geplant, als ob Klimawandel, Ressourcenknappheit und zirkuläres Bauen Sonderthemen wären – und nicht die Grundlage einer jeden Planung.

Lara Katscher, seit 2025 Vorständin der Werner Sobek AG, verantwortet dort die Bereiche Bauphysik, Nachhaltigkeit und Technische Gebäudeausrüstung. Das Unternehmen begleitet komplexe Bauprojekte von der Energiebilanzierung bis zur simulationsgestützten Klimaanpassung. Katscher begann 2016 als Werkstudentin und schaffte den Weg in den Vorstand in knapp zehn Jahren.

Ihr Ansatz: Nachhaltigkeit beginnt nicht beim Zertifikat, sondern beim Entwurf. Kompakte Gebäudevolumen, optimierte Fassadentransparenz, Low-Tech-Strategien dort wo möglich und Technik...

#213 - Sarah Barth, Leon Faust, Countdown 2030: Das Schweizer Bauwende-Kollektiv

#213 - Sarah Barth, Leon Faust, Countdown 2030: Das Schweizer Bauwende-Kollektiv

48m 31s

In der Schweiz werden pro Sekunde 500 Kilogramm Bauschutt produziert – eine halbe Tonne. Jährlich fallen 4.000 Häuser dem Abriss zum Opfer. Was, wenn der Abriss die Ausnahme würde statt die Regel?
Sarah Barth und Leon Faust, Architektin und Architekt vom Verein Countdown 2030, kämpfen für eine klimaverträgliche Bauwende bis 2030. Die 2019 gegründete Schweizer Initiative entstand aus kollektivem Frust über einen Beruf, der maßgeblich zur Klimakrise beiträgt, während sich Architekt*innen über Grautöne und Fugenbreiten unterhalten. Entstanden sind Projekte wie die Ausstellung "Die Schweiz – ein Abriss" im Schweizer Architekturmuseum Basel, eine Petition mit 12.000 Unterschriften und das partizipative Portal...

#212 – Katrin Mees, Deutscher Abbruchverband: Kreislaufwirtschaft in der Krise

#212 – Katrin Mees, Deutscher Abbruchverband: Kreislaufwirtschaft in der Krise

40m 54s

Der Bau ist das größte Materiallager, das wir haben – unsere einzige urbane Mine. Doch während die Politik Kreislaufwirtschaft fordert, arbeiten wir noch immer mit Abfallgesetzen aus einer anderen Zeit.

Katrin Mees, Expertin für nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft, analysiert die Diskrepanz zwischen politischen Zielen und regulatorischen Realitäten. Die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie steht, doch die Umsetzung hakt an der Wirtschaftlichkeit und veralteten Gesetzen.

Mees beobachtet: "Kein Mensch macht Kreislaufwirtschaft, wenn er damit nicht sein Butterbrot verdient." Während Bauproduktehersteller bereits Rücknahmesysteme entwickeln, scheitert die Praxis am juristischen Konstrukt. Materialien werden zu Abfall erklärt, um sie dann mühsam wieder zu Produkten zu machen –...

#211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr!

#211 – Igor Brncic, OLIV Architekten: Stadt kann mehr!

34m 48s

Die Anzahl der Warenhäuser hat sich auf ein Drittel dezimiert. Mehrere Zehntausend Menschen haben bereits ihre Arbeitsplätze verloren. Was tun mit diesen Immobilien, die seit 150 Jahren unsere Innenstädte prägen?

Igor Brncic, Architekt und Gesellschafter bei OLIV Architekten, berät umfassend zur Revitalisierung innerstädtischer Handelsimmobilien. Das 1999 gegründete Büro mit 50 Mitarbeitenden entwickelt Konzepte für eine zukunftsfähige Nutzung – von baurechtlichen Studien bis zur Begleitung von Investoren und Entwicklern. Entstanden sind Projekte wie die Umfunktionierung des ehemaligen Kaufhauses in der Stuttgarter Königstraße für die Landesbank Baden-Württemberg, das Büro, Kultur und Gastronomie unter einem Dach vereint.

Brncic setzt auf funktionale Vermischung statt...

#210 – Dr. Philipp Misselwitz, Bauhaus Earth: Vom Klimakiller zum Klimaheiler

#210 – Dr. Philipp Misselwitz, Bauhaus Earth: Vom Klimakiller zum Klimaheiler

58m 40s

Bis zum Jahr 2050 werden rund 68 Prozent der Menschheit in Städten leben, zwei bis drei Milliarden mehr als heute. Wenn weiterhin vorwiegend mit Stahl und Beton gebaut wird, sind die globalen Klimaziele nicht zu erreichen. Dr. Philipp Misselwitz, Architekt und Geschäftsführer von Bauhaus Erde, arbeitet deshalb mit Partner*innen im globalen Süden an Alternativen. Biobasierte Baustoffe wie Lehm, Holz oder Bambus spielen dort derzeit nur in zwei Nischen eine Rolle: in prekären Armutssituationen und bei ökologisch orientierten Eliten. Erst wenn sie als fortschrittliche Materialien anerkannt werden, erreichen sie den breiten Markt und ermöglichen den Erfolg der weltweiten Bauwende. Ein Gespräch...

#209 – Olaf Grawert, House Europe, b+: Abgeschrieben und abgerissen

#209 – Olaf Grawert, House Europe, b+: Abgeschrieben und abgerissen

58m 17s

In Europa wird jede Minute ein Haus abgerissen – ungeachtet seines vorhandenen Potenzials. Olaf Grawert, Gründungspartner des Berliner Büros b+ und Mitinitiator von HouseEurope!, fordert deshalb neue Gesetze: Steuererleichterungen für Renovierungen, neue Bewertungskriterien für Bestandsgebäude und die Anerkennung grauer Energie – gebündelt als „Right to Reuse”. Die nötige Million Unterschriften blieb aus – es wurden nur rund 100.000 gezählt.
Aus der gescheiterten Bürgerinitiative wurde eine gemeinnützige Organisation. Am 1. Juli startet die nächste Runde: Right to Housing mit 14 Gesetzesvorschlägen, die in Zusammenarbeit mit 60 Partnerorganisationen erarbeitet wurden. Wir sprechen über Abriss als Gentrifizierungswerkzeug, die Ökonomisierung des Gebäudebestands und einen...

#208 – David Seitz, Moritz Wette (TU Berlin): Wetness als Versorgungskonzept

#208 – David Seitz, Moritz Wette (TU Berlin): Wetness als Versorgungskonzept

30m 38s

Was passiert, wenn die Pumpen stoppen und mit ihnen ein System, das Berlin bislang zuverlässig mit Wasser versorgt? David Seitz und Moritz Wette sprechen stellvertretend für ihr Team mit Felix Ritter und Giorgio Bruno über ihr preisgekröntes Projekt „what when the pumps stop?“, das den Heinze ArchitekturAWARD gewonnen hat. Entstanden ist der Entwurf im Masterstudio der Landschaftsarchitektur an der TU Berlin und im Kontext des Schinkelpreises. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die drohende Wasserknappheit in Berlin-Brandenburg auf die Stadtentwicklung auswirkt und wie Wasser als gestaltender Akteur neu gedacht werden kann. Das interdisziplinäre Team verbindet urbane Geografie, Landschaftsarchitektur und...

#207 – Barbara Schott, heinlewischer: Deep Dive ins Gesundheitswesen

#207 – Barbara Schott, heinlewischer: Deep Dive ins Gesundheitswesen

41m 21s

Ein Krankenhaus ist kein Gebäude wie jedes andere, es ist eine Stadt im Kleinen. Barbara Schott, Architektin und Partnerin bei heinlewischer, plant seit 2008 Gesundheitsbauten – vom Zentral-OP am Humboldt-Klinikum in Reinickendorf bis zu Campusstrukturen für Vivantes. Ihr Büro setzt auf Hospitanzen vor Ort und Mock-ups in Originalgröße: In Neukölln testeten fast 20 Nutzerinnen und Nutzer aus der Rettungsstelle gemeinsam räumliche Konzepte. Denn wer ins Krankenhaus kommt, befindet sich in einer verletzlichen Situation, und genau das prägt den Entwurf. Ein Gespräch über Nutzungsvielfalt, das Managen hochkomplexer Bauten und die Frage, was Architektur für Erholung und Genesung leisten kann.

#206 – Dr. Turit Fröbe, Baukulturelle Bildung.Online: Eine neue Akademie

#206 – Dr. Turit Fröbe, Baukulturelle Bildung.Online: Eine neue Akademie

40m 48s

Die Architekturhistorikerin und Urbanistin Dr. Turit Fröbe setzt sich für die Professionalisierung der Baukulturellen Bildung ein. Denn Baukultur ist zwar überall, aber trotzdem kaum Teil unserer Allgemeinbildung. Fröbe will das ändern. Mit ihrer Online-Akademie „Baukulturelle Bildung.Online“ macht sie Wissen in der Breite zugänglich, das bislang lokal verpufft. Es geht um Alltagsblindheit, um Aha-Momente vor der eigenen Haustür und um die Frage, wie Lehrkräfte, Kinder und letztlich die Gesellschaft sprachfähig werden für ihre gebaute Umwelt. Warum Baukultur mehr ist als Stilkunde und viel politischer, als viele denken, erfahrt Ihr in dieser Episode.

#205 – Prof. Elisabeth Endres; IB Hausladen, TU Braunschweig: Die Qualität des Einfachen

#205 – Prof. Elisabeth Endres; IB Hausladen, TU Braunschweig: Die Qualität des Einfachen

60m 2s

Elisabeth Endres forscht und plant an der Schnittstelle von Architektur und Gebäudetechnik. Im Gespräch geht es um die Frage, wann Technik vom unterstützenden Mittel zum Selbstzweck wird – und was das für Entwurf, Komfort und Verantwortung bedeutet. Wie viel Technik ist wirklich nötig? Welche Rolle spielen Grundriss, Speichermasse und Raumhöhe? Und warum kann ein Mindeststandard ein Qualitätsmerkmal sein? Ein sachliches Gespräch über Robustheit, Suffizienz und die Kunst, weniger zu wollen.

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