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#120 – Prof. Werner Sobek: Kompetenz als Wegweiser

#120 – Prof. Werner Sobek: Kompetenz als Wegweiser

54m 9s

Werner Sobek spricht im Architekturfunk-Portrait über seine persönliche Entwicklung vom wissenschaftlichen Assistenten Frei Ottos zum Meister seines Fachs. Der Architekt und Ingenieur verbindet geschickt beide Berufe. Er kenne seine Grenzen und wisse sich bei bestimmten Entwurfs- und Bauaufgaben zurückzunehmen, wenn es nötig sei. Denn wenn er mit Architekten wie Hans Hollein, Helmut Jahn, Ben van Berkel, Christoph Ingenhoven, Dominic Perrault oder Jean Nouvel zusammenarbeite, „ist es besser, wenn wir beide dort bleiben, wo unsere Kernkompetenzen liegen. Dann bringe ich 10 Prozent Architektur ein.“ Und die anderen 90 Prozent sind Tragwerksplanung, Konstruktion und Fassadenplanung. Und wenn der Architekturpreis an seine Architektenkollegen...

#119 – Dr. Christine Lemaitre, DGNB: Wieviel Energie verbraucht ihr wirklich?

#119 – Dr. Christine Lemaitre, DGNB: Wieviel Energie verbraucht ihr wirklich?

32m 56s

Christine Lemaitre, Geschäftsführende Vorständin der DGNB, hat genug von Commitments, die auf Weltklimakonferenzen gefeiert würden, als seien sie bereits erfüllt. Sie ist eine Macherin, die sich bei der DGNB schon für die Transformation einsetzte, als andere die anfangs kleine Gruppe noch belächelten. Heute arbeiten knapp 100 Menschen bei der DGNB. Der Verein hat rund zweieinhalbtausend Mitglieder und bereits mehr als 10.000 Auszeichnungen vergeben. Im Gespräch mit Klaus Füner erzählt sie: „Ein französischer Investor sagte einmal zu mir:„Irgendwann kommt der Volkswagenmoment in der Baubranche und die Frage: Wie funktioniert das eigentlich? Wie viel Energie verbraucht ihr wirklich?“ Dann sollten wir vielleicht...

#118 – Annelen Schmidt-Vollenbroich, Nidus: Von der Projektentwicklung bis zur Architektur und darüber hinaus

#118 – Annelen Schmidt-Vollenbroich, Nidus: Von der Projektentwicklung bis zur Architektur und darüber hinaus

20m 20s

Das Duo von Nidus lebt den Traum vieler Architekt*innen, sich selbst frei Aufgaben zu stellen oder die Bauaufgaben aussuchen zu dürfen. Die Architektin Annelen Schmidt-Vollenbroich und ihre Partnerin Ana Vollenbroich haben ein Geschäftsmodell entwickelt, das die Zwänge des architektonischen Schaffens enorm reduziert und den eigenen Handlungsspielraum erweitert. Sie verbinden Projektentwicklung, Architektur, Marketing und Kultur. Letzteres in Form einer Architekturgalerie. Wie das funktioniert, was die Vor- und Nachteile dieser Arbeitsweise sind, erfahrt Ihr in dieser Episode.

#117 – Prof. Christian Heuchel, Ortner & Ortner Baukunst: Die Vermischung von Kunst und Bau

#117 – Prof. Christian Heuchel, Ortner & Ortner Baukunst: Die Vermischung von Kunst und Bau

21m 5s

Christian Heuchel, Architekt und Honorarprofessor an der Kunstakademie Düsseldorf, beschäftigt sich mit der Frage "Wann ist ein Bauwerk Kunst?" Ikonische, skulpturale Bauten, die Formen annehmen, die es vorher noch nicht gab, seien interessant. Aber noch interessanter seien die ruhigeren Projekte. In der Architektur, so Heuchel, stehe heute wie in der Kunst vor allem das Prozesshafte im Vordergrund. Was er damit meint und warum es für ihn ein "Horrortrip" ist, wenn die Gemeinschaft ihre Räume gestaltet und nicht der Gestaltungsprofi, erzählt er in dieser Episode.

#116 – Sebastian Schöll, KSP Engel: Höher hinaus

#116 – Sebastian Schöll, KSP Engel: Höher hinaus

35m 24s

Sebastian Schöll, Geschäftsführer und Partner bei KSP, über seinen Führungsstil als Mentor und wie er seine Schwäche, nicht delegieren zu können, im Laufe seiner Karriere überwinden konnte. Ein persönliches Gespräch, das auch Einblicke in die Arbeit eines sehr erfolgreichen Büros gibt, das sehr unterschiedlich wahrgenommen wird: In Deutschland als klassisches Planungsbüro mit eher sachlicher, rationalistischer Architektur, im Ausland als Büro, das kühne Bauskulpturen realisiert: Wie die Meixi Urban Helix in Changsha, einer Stadt im Südosten Chinas. Die fliegende Nationalbibliothek in Peking oder die Große Moschee, Algier, samt neuem Stadtquartier mit einer Bruttogeschossfläche von 360.000 Quadratmetern. Woher die unterschiedliche Architektursprache kommt...

#115 – Bernhard Kurz, IFUB: Die neue Währung heißt Gemeinwohl

#115 – Bernhard Kurz, IFUB: Die neue Währung heißt Gemeinwohl

34m 16s

Wenn wir an Wachstum festhalten wollen, sollten wir uns überlegen, was es wert ist, wachsen zu lassen. Wie wäre es mit mehr Gemeinwohl? Bernhard Kurz und sein Team schlagen vor, Unternehmen nicht nur nach ihren Finanzen, sondern auch nach ihrem Einfluss auf das Gemeinwohl zu bewerten und zu besteuern. Im Vordergrund stünden dann die positiven Aspekte des Wirtschaftens: zum Beispiel die faire Behandlung und Entlohnung aller Beteiligten oder umwelt- und sozialverträgliches Handeln. IFUB hat sich bereits einem Gemeinwohl-Check unterzogen. Was dabei herausgekommen ist, erzählt Kurz in dieser Episode. Außerdem: Inwieweit eine Abkehr vom kapitalwachstumsgetriebenen Wirtschaftsmodell und eine neue Vision abseits...

#114 – Reiner Nagel, Bundesstiftung Baukultur:  Lage der Baukultur

#114 – Reiner Nagel, Bundesstiftung Baukultur: Lage der Baukultur

31m 23s

Wie steht es um die Baukultur? Manchmal sei es regelrecht nicht auszuhalten, so Reiner Nagel, wenn man ein „lieblos gemachtes Baugebiet aufsucht und merkt, hier ist keine Seele.“ Mit der Initiative "Kodex für Baukultur“ versuchen BSBK und ICG (Institut for Corporate Governance) gemeinsam, Immobilienentwickler*innen zu überzeugen, den Anspruch an gebauter Qualität über das Renditeziel zu stellen. „Wenn Du investierst, denke an die Gesellschaft“, zitiert Reiner Nagel frei nach Luigi Snozzi, der formulierte, man solle an die Stadt denken, wenn man ein Haus baut. Und die BSBK macht noch viel mehr: Sie kommuniziert über Baukultur mit Politik und Bürger*innen, und sie...

#113 – Oliver Tessmann, TU Darmstadt: Druck es aus! Architektur aus dem 3D-Drucker

#113 – Oliver Tessmann, TU Darmstadt: Druck es aus! Architektur aus dem 3D-Drucker

24m 43s

Architektur aus dem 3D-Drucker kennen wir bisher nur als Schichtung von Materialwürsten. Eine neue interressante Idee gesellt sich dazu: Der Druck kleiner Bau- und Verbindungsteile, um gebrauchte Materialien perfekt miteinander zu verbinden. Der Vorteil: Im Gegensatz zum gedruckten Haus, kann man dieses System auch wieder abbauen. Im kooperativen Forschungsprojekt "Fertigteil 2.0" untersucht Oliver Tessmann mit anderen Forschenden, wie es gelingen kann, Stützen, Träger und andere Bauteile aus Häusern, die dem Abbruch geweiht sind, „zu ernten“. Die alte Bauteile werden erstmal digitalisiert, um dann in der 3D-Ansicht festzustellen, was man für die „Veredelung" mit ihnen machen muss. Was das genau heißt,...

#112 – Prof. Dirk Hebel, KIT und Wolfgang Schwarzmann, Werkraum Bregenzerwald: Kreislaufgerechtigkeit und Handwerk

#112 – Prof. Dirk Hebel, KIT und Wolfgang Schwarzmann, Werkraum Bregenzerwald: Kreislaufgerechtigkeit und Handwerk

29m 46s

"Kreislaufgerechtes Bauen heißt, ständig neue Lösungen zu entwickeln." Heute sprechen die beiden Gäste Dirk Hebel und Wolfgang Schwarzmann über die derzeit brennendsten Themen der Bauwende: Kreislaufgerechtigkeit, Sortenreinheit, Upcycling, Urban Mining, Forschung und Fortschritt im Bau und im Handwerk. Schwarzmann, der das "Werkraumhäuschen" leitet, forscht unter anderem über das "wahre" Handwerk und was die stetige Veränderung durch Maschinen für das Handwerk bedeutet. Hebel zeigt auf, wie die außerordentlich große Flächenressource Dach innerhalb unserer Städte genutzt werden kann, sodass nicht nur ressourcenschonende, sondern auch baukulturell hochwertige Architektur entsteht: Das "RoofKIT-Team" gewann unter Hebels Leitung den Solar Decathlon 21/22 in Wuppertal. Was der...

#111 – Jan Fischer, AllesWirdGut: Prämissen mitbestimmen

#111 – Jan Fischer, AllesWirdGut: Prämissen mitbestimmen

37m 7s

Jan Fischer vom Wiener Büro AllesWirdGut, ist Büroleiter am Standort in München. Das Büro arbeitet in einem Team von 90 „Freund*innen“ mit 18 Nationalitäten. Fischer verrät, wie Teams im Büro am besten zusammen arbeiten, wie man in der "Phase 0“ Projekt-Prämissen mitbestimmt und wie die deutsche Denkweise die Entwicklung funktionierender Gemeinden bremst. Der Fokus von AWG liegt auf dem Wohnungsbau. Und da gibt es gewaltige Unterschieden zwischen Wien und München. Welche das sind, erfahrt Ihr in dieser Episode.

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