#223 – Dr. Frauke Fischer – Kann KI die Natur retten?
Shownotes
Dr. Frauke Fischer beschäftigt sich mit der Frage, wie künstliche Intelligenz zum Schutz der Natur beitragen kann. Angesichts des Klimawandels, des Artensterbens und des Verlusts natürlicher Lebensräume bietet KI neue Möglichkeiten, ökologische Probleme zu erkennen und zu bekämpfen.
KI kann große Datenmengen auswerten, Tierstimmen analysieren und bedrohte Arten sowie ihre Lebensräume überwachen. Auch in der Landwirtschaft kann sie helfen, Ressourcen effizienter einzusetzen und Umweltbelastungen zu reduzieren. Dadurch können Naturschutzmaßnahmen gezielter geplant werden.
Allerdings hat KI auch Nachteile. Der Betrieb und die Herstellung technischer Systeme benötigen Energie, Wasser und Rohstoffe, wodurch die Umwelt zusätzlich belastet wird. Deshalb ist nicht jede Anwendung automatisch nachhaltig. Außerdem kann Technologie die natürlichen Fähigkeiten von Lebewesen und das Verständnis komplexer Ökosysteme nicht vollständig ersetzen.
Das Buch macht deutlich, dass KI allein die Natur nicht retten kann. Ihre Erkenntnisse müssen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Dafür sind auch politische Entscheidungen, gesellschaftliches Engagement und ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen notwendig.
Zusammenfassend ist KI ein hilfreiches Werkzeug für den Naturschutz, aber keine alleinige Lösung. Entscheidend ist, dass Menschen sie verantwortungsvoll einsetzen und technische Innovation mit wirksamem Umweltschutz verbinden.
https://www.agentur-auf.de
https://www.oekom.de/buch/kann-ki-die-natur-retten-9783987261633
www.heinze.de
www.klimafestival.heinze.de
klaus.fuener@heinze.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Viele Menschen denken, lass uns über technische Lösungen für die Bindung von CO-Zweih nachdenken.
00:00:05: Lass uns über Technische Lösung für urbane Hitzewellen nachdenknen.
00:00:08: Lassen wir über technischen Lösungen... Also was ist ich?
00:00:11: Wasserknappheit etc.
00:00:14: Die beste Erfindung, die all diese Sachen beinhaltet, ist ein Baum.
00:00:26: Und da ist sie, die Architektur-Funkfolge, und heute spreche ich mit der Frau, die das Klimafestival am achtzehnten November morgens eröffnen wird.
00:00:40: Sie ist Biologin, Biodiversitätsexpertin, Unternehmerin, Sachbuchautorin und sie erklärt in ihren Vorträgen ganz eindrücklich und plausibel unsere alternativlose Abhängigkeit von funktionierenden Ökosystemen.
00:00:55: Am achtzehnten November könnt ihr sie also live in der Station in Berlin erleben und heute bekommt ihr schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf Dr.
00:01:02: Frauke Fischer.
00:01:04: Wenn wir über die Zukunft unserer Städte sprechen, dann sprechen wir meistens über Wohnraum, Mobilität, Energie, Infrastruktur, Klimaanpassung oder einfach über die Frage wie wir die unterschiedlichen Themen für uns Menschen optimal miteinander verbinden.
00:01:20: Eine Perspektive wird dabei häufig viel zu wenig berücksichtigt und das ist die biologische Vielfalt.
00:01:26: Jede Straße, jedes Gebäude, jedes neue Quartier verändert den Lebensraum aller Lebewesen und mit der Entscheidung welche Flächen versiegelt werden, welche Bäume stehen bleiben wo Wasserversickern kann welche Tiere Lebensräume finden, entscheiden wir letztlich nicht nur darüber wie lebenswert unsere Städte in Zukunft sein können.
00:01:46: Wir entscheiden auch über die Vielfalt an Leben das wir ermöglichen.
00:01:50: Um diese Komplexität für euch heute einmal zu sortieren haben wir eine Frau eingeladen, die sich seit Jahrzehnten mit dem Verhältnis von Natur, Kultur, Wirtschaft und den menschlichen Handeln und Wirken insgesamt beschäftigt.
00:02:03: Frau Kefischer herzlich willkommen im Architekturfunk!
00:02:07: Vielen Dank für die Einladung.
00:02:08: Frau Fischer, Sie sind promovierte Biologin und Biodiversitäts-Expertinnen, Unternehmerinnen und Autoren zahlreicher Bücher haben eine Forschungsstation in Afrika geleitet und nach ihrer Rückkehr im Jahr twohntausend drei die Agentur aufgegründet also AUF Ausrufungszeichen Und damit Deutschlands erste Beratungsagentur mit dem Schwerpunkt Biodiverität.
00:02:32: Wie war denn die Ausgangssituation Anfang der zweitausender Jahre, als sie sich in dem Bereich selbstständig gemacht haben und wie haben Unternehmen und Institutionen darauf reagiert?
00:02:42: Also ich kann mir vorstellen dass es vielleicht gar nicht so einfach war im diesem Bereich zu dem Zeitpunkt Fuß zu fassen.
00:02:49: Ja, da haben sie total recht.
00:02:50: Also vielleicht erst mal was war überhaupt der Antrieb?
00:02:53: Sie haben gesagt ich habe eine Forschungsstation geleitet und zwar eine Forschungstation in Westafrika wo ich übrigens bezog zur Architektur die Bauleitung dann auch inne hatte natürlich mit einem Architekten zusammen.
00:03:03: aber musste ich mich damit beschäftigen wie schafft man es eigentlich in einem Gebiet wo's kein Strom gibt keine Straßen keinen aufbereitetes Trinkwasser überhaupt keine Infrastruktur?
00:03:14: Wie schafft man es da eigentlich, zwanzig Häuser und ein riesiges Labor zu bauen?
00:03:19: Das war meine Aufgabe.
00:03:20: Ja das war ziemlich interessant.
00:03:22: also ich muss mich dann damit beschäftigen wie kriegen wir eigentlich das ganze Baumaterial über eine handgekurbelte Fähre über einen der größten Flüsse Afrikas.
00:03:29: Also nur dazu als kleinen Hinweis zur meiner Erfahrung im Bereich Architektur.
00:03:35: Also ich hatte ja das war sehr, sehr wirklich eine superinteressante Erfahrung.
00:03:40: Wir haben die Ziegel teilweise vor Ort geformt, aus der dann am Ende diese Forschungsstation bestehen sollte.
00:03:47: Da ging es auch viel um Bionik weil wir waren ja limitiert was Energie zum Beispiel anbelangt.
00:03:52: Wir hätten da damals wenn nicht der Bürgerkrieg ausgebrochen wäre Westafrikas größte Solaranlage gebaut oder errichtet um unsere Forschungsstationen autark zu machen.
00:04:04: Energieautark genau.
00:04:06: und also das nur als kleinen Exkurs zum Thema Architektur.
00:04:09: Und in dieser Zeit in Afrika, ich habe da zunächst meine Doktorarbeit gemacht.
00:04:13: Dann eben die Forschungsstation geleitet und dann also ein Forschungskampf müsste man sagen geleitet?
00:04:18: Und dann eben ja weil wir eine großzügige Finanzierung hatten von der Volkswagen Stiftung der Trüssen Stiftungen und dem Land Bayern eine permanente Forschungsstation aufgebaut.
00:04:28: Da war eben eine meiner Aufgaben tatsächlich die ganze Baulogistik irgendwie mit zu organisieren.
00:04:34: so vielfältig kann also die Arbeit einer Biologin sein In diesem Nationalpark, das war ein typischer Paperpark.
00:04:41: Also ein Schutzgebiet, das eigentlich nur auf dem Papier bestand, wo wir ein gigantisches Wilderei-Problem hatten, ein riesiges Problem des Management dieses Schutzgebiets und es war ja nicht irgendein Schutzgebieten sondern es war eines der bedeutendsten... Biodiversitätsgebiete in Westafrika, ein super interessantes Savannengebiet wo eben Waldinformationen Inselwälder Galerie Wälde sich abgewechselt haben mit akwatischen Ökosystemen mit Savannen etc.
00:05:11: und das hat eben zu einer sehr sehr hohen Artenvielfalt geführt was wiederum dazu geführt hat dass der Kumohe Nationalpark so hieß heißt das Schutzgebiet in der Elfenrhein-Küste zum Weltnaturerbe ernannt wurde.
00:05:23: Und das stand in krassem Widerspruch zu dem Geld, was zur Verfügung war und der Qualität des Managements.
00:05:32: Wie gesagt es war ja eigentlich nur ein Paperpark.
00:05:34: Das hat mich dann umgetrieben und ich habe immer mehr das Gefühl gehabt dass meine Arbeit als Wissenschaftlerin ... Also das ist nicht alleine, dass es was ich machen will.
00:05:45: Denn die Bereitschulung wissenschaftlicher Daten und da kommen wir vielleicht im Laufe des Podcasts auch mal ein bisschen genauer drauf Die Bereitsstellung von Daten zahlen Fakten, die führt bei Menschen eben nicht zum einem veränderten Handeln.
00:05:57: Wissenschaft stellt solche Informationen bereit Und gerade im Moment sehen wir ja leider einen sehr großen Rollback eine Anfeindungen von wissenschaftlichen Erkenntnissen.
00:06:07: Naja, das war damals noch nicht so schlimm.
00:06:09: Aber ich habe eben festgestellt ja wenn wir immer peer-reviewed journal Artikel veröffentlichen dann werden die eben von einer relativ geringen Anzahl anderer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gelesen.
00:06:19: Die werden nicht von Unternehmen... Unternehmerinnen, die werden nicht im politischen Raum gelesen von gesellschaftlichen Entscheidungsträgern und EntscheidungsträgerInnen.
00:06:27: Und das hat dazu geführt dass ich dachte ok ich möchte eigentlich etwas mehr Angewandtes machen und hatte ursprünglich die Idee ich weil Geld tatsächlich ein großes Problem ist wenn wir über den Erhalt unserer Lebensgrundlage sprechen habe ich gedacht okay wir müssen vielmehr den Privatsektor da rein bekommen.
00:06:45: und meine ursprungliche Idee war Unternehmen dabei zu beraten wie sie meistens philantropischer, aber auch Marketingmittel die sie einsetzen zum Schutz der Natur.
00:06:55: Wie Sie die so einsetzen das daraus was Sinnvolles entstehen kann dass also wirklich echter Naturschutz dann zum Beispiel vor Ort erreicht wird.
00:07:04: deswegen der Claim unserer Agentur ist von gut gemeint zu gut gemacht, denn viele Leute haben ja gute Absichten.
00:07:12: Aber eben aufgrund des Manges an Fachkunde investieren sie dann oder geben Sie Geld für Dinge die nicht so sinnvoll sind und der Natur dann doch nicht so doll helfen.
00:07:23: Und das war der Antrieb für die Gründung der Agentur auf unser erster Kunde, das darf ich hier glaube ich auch sagen und dass in der Kampagne die wahrscheinlich alle oder zumindest die älteren muss man inzwischen vielleicht fast sagen kennen.
00:07:35: Und zwar bei unserer erster Kunde Die Kommacher Brauerei, die ja dieses Projekt hieß so ein bisschen despektierlich im Volksmund Saufen für den Regenwald gemacht hat und die haben gesagt okay wir brauchen diese Expertise.
00:07:47: Wir können Bier brauen!
00:07:48: Wir haben das Geld zur Verfügung gestellt, wir wollen es damit was Sinnvolles gemacht wird.
00:07:52: Das Geld geben wir an eine große Naturschutzorganisation.
00:07:55: aber trotzdem, dass jemand uns erklärt unserem Unternehmen, ob denn alle Maßnahmen die die Naturschutzorganisation damit unseren Geld durchführt.
00:08:05: Ob sie denn sinnvoll sind?
00:08:06: Ob das Geld gut eingesetzt ist?
00:08:09: Wir brauchen so eine fachliche Evaluation und Begleitung.
00:08:13: Die kommende Braumerei blieb dann aber leider unser einziger Kunde der exakt diesen Service wollte.
00:08:19: Unternehmen haben damals alle noch gesagt, naja, Biodiversität.
00:08:23: Da weiß ja eh keine was sie damit meinen.
00:08:24: Was ist so ein kompliziertes Wort?
00:08:26: Das kennt eh keiner.
00:08:27: und Naturschutz ist doch Staatsaufgabe oder die Aufgabe von Naturschutzorganisationen sind aber nicht die Aufgabe vom Unternehmen.
00:08:33: Und ganz großartiges Zitats hat einen Nachhaltigkeitsvorstand eines DAX Unternehmens damals zu mir gesagt Ja wissen Sie wir machen hier schon Klima Und da kommen wir sicher dann auch jetzt gleich noch mal ein bisschen genauer drauf, weil das ist ein riesiges Missverständnis mit dem man vielleicht heute auch noch in derlei Hinsicht zu kämpfen hat.
00:08:52: Das war auf jeden Fall der Start der Agentur.
00:08:54: auf bin ja immer noch Dozentin für Internationalen Naturschutz an der Universität Würzburg am einen Stelle reduziert um eben mehr im angewandten Bereich zu arbeiten und es mache ich jetzt.
00:09:05: seit die Agentur Auf haben wir zwei Tausend drei gegründet und wir sind damit tatsächlich und natürlich älteste Unternehmensberatung mit einem Fokus auf Biodiversität.
00:09:16: Das ist also die lange, lange Vorrede?
00:09:18: Vielleicht noch mal zu den Kunden!
00:09:19: Ich habe auch gesehen, dass sie eine Studie zur Biodiverität im Profifußball...
00:09:23: Genau!
00:09:23: Ja wir haben für den VfL Wolfsburg damals noch erste Bundesliga jetzt ja leider zweite.
00:09:29: Eine Studie gemacht darüber wie ein Profi-Fußballclub mit dem Thema Biodiversity umgehen kann und soll.
00:09:35: das ist sehr interessant.
00:09:37: der Vfl Wolfsburger ist der erste Profi Klub in Deutschland, Fußballclub in Deutschland gewesen der sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt hat.
00:09:46: Und die wollten auch bei dem nächsten heißen Thema gerne ganz vorne mit dabei sein und haben uns deshalb beauftragt uns damit zu beschäftigen welche Rolle Biodiversität und Ökosystem Leistung für einen Fußball Club haben ein Profi-Fußball Club und das ja da sind wir eigentlich schon bei dem eigentlich was wir machen also Die unsere Kunden stellen, egal wer sie sind.
00:10:06: Also wir haben tatsächlich Kunden aus der Baubranche, aus der Finanzbranche, aus dem Automobilsektor Bekleidung Lebensmittelproduktion eine riesige Bankbreite.
00:10:15: und den allen die haben eigentlich immer die gleichen Fragen erstens was ist denn?
00:10:19: Was sind denn Biodiversität- und Ökosystemleistungen?
00:10:21: Wovon reden wir da?
00:10:23: Zweitens wie wird mein Unternehmen auf Biodiverzität?
00:10:27: Wie hängen wir von Biodiversity ab?
00:10:29: Und die letzte Frage ist, was sollen wir dann jetzt strategisch am besten tun?
00:10:33: Ja.
00:10:33: Bevor wir jetzt eigentlich tiefer über Wirtschaft, über Mensch und Umwelt uns so weiter sprechen und auch vielleicht über künstliche Intelligenz habe ich zunächst mal die Bitte dass Sie uns einmal den Begriff Biodiversität in Ihren Worten erläutern weil das ist genau das was es das gemeinsame Setting der gemeinsamen Basis?
00:10:52: Ja genau Biodiverität.
00:10:54: also da muss sich auch kurz ausholen weil man hört immer wieder ja so ein komplizierter Begriff keiner kann verstehen was es ist.
00:11:00: Ein kompliziter Begriff zum Beispiel.
00:11:03: Das erklärt überhaupt nicht, was das bedeutet.
00:11:05: Meine Mutter ist achtundachtzig und nachdem es drei Mal in der Tagesschau war kann meine Mutter jetzt erklären, Und deswegen finde ich das eine ziemlich faule Ausrede zu sagen, dass Biodiversität so kompliziert sei.
00:11:16: Biodiversity der Begriff ist selbsterklärend BIOS Leben und divers vielfältig.
00:11:22: Es geht also um die Vielfalt des Lebens.
00:11:24: Der Begriff is auch deshalb so super weil er erstens das sehr gut beschreibt was er beinhaltet aber auch weil er in sehr sehr vielen Sprachen dasselbe bedeutet egal ob sie Englisch Italienisch Spanisch Französisch Portugiesisch immer es Biodiverzität.
00:11:37: Also Sie verstehen dieses Wort in allen Sprachen Und was verbirgt sich darunter?
00:11:43: Das ist eben nicht nur Artenvielfalt, sondern Biodiversität hat drei Komponenten.
00:11:47: Die erste Komponente ist genetische Vielfalt also die Variation innerhalb von Arten.
00:11:53: Wenn man seine Freunde und Kollegen und was weiß ich, Sportskameraden etc.
00:11:58: anguckt sieht man das alle für uns derselben Art.
00:12:00: aber alle sind unterschiedlich.
00:12:02: wir unterscheiden uns also genetisch.
00:12:04: Das ist sehr wichtig weil es eine sehr wichtige Versicherung gegen das Aussterben die Variabilität einer Art umso wahrscheinlicher, dass bei geänderten Umweltbedingungen es einzelne Individuen gibt, die damit umgehen können.
00:12:19: Solche Umweltveränderung können eben der Klimawandel sein.
00:12:22: Das kann ein extrem wette Ereignis sein.
00:12:24: das können aber auch neue Krankheiten sein oder ein neues Raubtier was irgendwo auftritt etc.
00:12:31: Also die erste Komponente, Variabilität innerhalb einer Art genetische Vielfalt.
00:12:36: Die zweite Komponent ist Artenvielfalt.
00:12:37: das kennen alle Menschen.
00:12:39: einen Hund es keine Giraffe was weiß ich.
00:12:42: eine Pappel ist kein Ameise das irgendwie ganz klar.
00:12:46: Die dritte Kompontente isst Vielfald von Ökosystemen.
00:12:49: eine Wüste ist keinen Korallenriff ein Korallenref ist kein Regenwald.
00:12:53: und alle diese drei Kompons sind wichtig.
00:12:55: sie stabilisieren Sie erhöhen maximal die Resilienz unserer Ja, Umwelt letzten Endes unseres Planeten insgesamt.
00:13:04: Und sie liefern, und es ist eine rein anthropozentrische Sicht der Dinge.
00:13:08: Sie liefern Ökosystemleistung also Leistungen die die Natur für Menschen erbringt.
00:13:14: Da können wir eigentlich direkt den Schwenk wieder machen hin zum Baugewerbe.
00:13:18: Also Bereitstellung von Bauholz, Bereitstellungen von Wasser, Bereitzellung von Flächen, von sauberer Luft, von allem was ein Gebiet oder ein real lebenswert macht.
00:13:29: das alles wird von der Natur geliefert.
00:13:31: Die Natur liefert dass kostenlos, twenty four seven und ganz wichtig ist viele dieser Leistung können wir nicht ersetzen.
00:13:38: Also Holz ist eigentlich ein gutes Beispiel.
00:13:41: Wir haben ja Tausende von verschiedenen Baumarten mit verschiedenen Eigenschaften.
00:13:45: es ist bis heute nicht möglich einen Stoff technisch zu bauen der alle diese vielfältigen Eigenschafte von Holz hat die er zum Beispiel darin auch bestehen das holz sich selber bildet und wenn man's nicht mehr braucht sich auch selber abbaut.
00:14:01: Und das möchte ich gleich nochmal betonen, weil viele Leute gerade in so einem Land wie Deutschland, viele Menschen denken ja lasst uns darüber technische Lösungen für die Bindung von CO-Zweih nachdenken.
00:14:12: Lasst uns über technische Lösung für urbane Hitzewellen nachdenke.
00:14:16: Lass uns über Technische Lösung für... also was ist ich?
00:14:19: Wasserknappheit etc.
00:14:20: nachdenkten.
00:14:21: Die beste Erfindung Die all diese Sachen beinhaltet ist ein Baum.
00:14:26: Ein Baum filtert Luft, Wasser, er stabilisiert das Klima, er sorgt für Schatten unter dem man sehr gut sitzen kann anders als auf einer asphaltierten Fläche wo man Sonnenschirmhauf spannt.
00:14:37: und der entsorgt ja nicht CO-Zwei als Schadstoff sondern der macht daraus so was wie Kirschholz oder Mahagonie oder mal entwegen Äpfel oder Kirschen.
00:14:46: also dass es eine einzigartige in Anfangszeichen Erfindung der Natur etwas, was wir niemals technisch ersetzen können.
00:14:54: Und jetzt hatten wir diese urbanen Hitzewellen in den letzten Monaten.
00:14:58: und jemand der sich schlecht auskennt, der ruft sofort ja alle Häuser müssen Klimaanlagen haben.
00:15:04: Nee am besten hat überhaupt kein Haus eine Klimaanlage.
00:15:07: Am besten bauen nach bionischen Prinzipien, die wir wieder aus der Natur abgucken können.
00:15:12: Am besten entsiegeln wir möglichst viel Fläche um möglichst viel Wasser in den Städten zurückzuhalten was dann erstens nicht die Kanalisation überschwemmt wenn es ein Starkrebungereignis gibt und was dann nach und nach eben als Klimatisierung wieder abgegeben wird.
00:15:28: Und ja das muss sich der Hörerschaft auch nicht sagen dass Wohnlagen, die am wertvollsten sind in einer Stadt für die man die höchsten Quadratmeterpreise erzielt.
00:15:38: Ja eben genau diesen, die irgendeinen Zugang zur Natur haben.
00:15:41: Alleebäume, die Nähe zu einem Park oder zu irgendeinem Gewässer.
00:15:45: Das lässt Immobilienpreise extrem steigen
00:15:49: und das nicht so unrecht.
00:15:52: Jetzt haben Sie von den drei Sollen der Biodiversität gesprochen?
00:15:57: Die Gene, die Arten Ökosysteme.
00:16:00: Wir nehmen in allen drei Bereichen massiven Einfluss, wohin bewegen wir uns da aktuell?
00:16:07: Wenn Sie das in einem Satz zusammenfassen müssten
00:16:09: auf einen Kollaps.
00:16:11: also wir bewegen uns rasant auf ein Kollabs zu und dass ist natürlich blöd und vielleicht auch noch mal ich glaube gerade in so einer Industrienation wie Deutschland.
00:16:20: wir leben oft in so ein bisschen getrieben von Allmachts-Fantasien Dass wir immer denken naja das lösen wir eben technisch.
00:16:26: Das kriegen wir irgendwie hin.
00:16:28: Dazu muss man, wenn man sich dann irgendwelche Hollywood-Schinken anguckt wo es um den Weltuntergang ist.
00:16:32: Dann ist immer als ganz zu Ende noch der heldenhafte Filmheld ja da irgendwas macht.
00:16:37: und da muss ich jetzt Biologin sagen nee falsch wir sterben irgendwo im Mittelfeld aus.
00:16:42: also das geht auch nicht darum dass wir irgendwie die welt retten oder die natur retten der welt und auch der natur ehrlich gesagt ziemlich egal.
00:16:51: aber Wenn wir uns selber retten wollen, dann sollten wir massiv in den Schutz und die Wiederherstellung von Natur investieren.
00:16:58: Ich habe gelesen dass es mehrere Massen Aussterbungsereignisse in der Geschichte der Evolution gab und nur zwei davon haben zu einem massiven Artenschwund eigentlich geführt.
00:17:11: ich glaube das erste ist zweikommer vier Milliarden Jahre her.
00:17:15: Das zweite passiert aktuell ausgelöst durch uns Menschen.
00:17:19: Also sagen wir mal, es gibt eben fünf.
00:17:22: Es entstehen immer neue Arten aus.
00:17:26: Das ist zeitweise in einem Equilibrium.
00:17:28: Häufig ist das aber sogar lange Zeiten wo mehr Arten entstanden sind als ausgestorben sind und bei ihr Massenausstärkereignissen dreht sich das sozusagen um.
00:17:36: Das letzte war vor sechsensechzig Millionen Jahren und hat sehr prominente Opfer gefordert nämlich die großen Dinosaurier.
00:17:43: Und seit sechsundsechsich Millionen Jahren gab es das nicht mehr.
00:17:46: Nur noch mal, um sich das vorzustellen von welcher Geschwindigkeit des Aussterbens wir gerade sprechen.
00:17:52: Die großen Dinosaurier sind wenn man es in geologischen Zeiträumen anguckt quasi abrupt ausgestorben.
00:18:00: die niedrigste Schätzung für die wirkliche Dauer dieses Aussterbeereigners liegt bei dreiunddreißig tausend Jahren.
00:18:07: Das heißt, hätten wir damals gelebt hätte niemand von uns gemerkt dass große Dinosaurier selten werden oder gar aussterben weil die menschliche eine Lebensspanne eines Menschen eben so wahnsinnig kurz ist im Vergleich zu diesem Rassenausstärkereignis.
00:18:20: und heute kriegen wir das ja mit.
00:18:22: Wir kennen hunderte inzwischen Tausende von Arten, die ausgestorben sind und wir wissen von sehr vielen weiteren Arten dass sie kurz davor stehen.
00:18:31: Also im Moment beobachten wir Aussterben von Arte.
00:18:35: Wir können live dabei sein Und nach wissenschaftlichen Schätzungen haben wir dieses Hintergrund aussterben also die normale Ausstärberate vermutlich bis hin zu einem Faktor von ein tausend Beschleunigt.
00:18:47: wenn man jetzt sehr einfach rechnen würde, würde das bedeuten.
00:18:50: Wenn wir heute die großen Dinosaurier aussterben lassen sollten würden wir da für nicht dreiunddreißig tausend Jahre brauchen sondern drein dreißig.
00:18:57: also wir haben wirklich furchtbar agieren werden.
00:19:01: aber die Spezie die sich am weitesten verbreitet hat sind ja eigentlich wir Menschen.
00:19:06: also welche Rolle spielt diese rasante Bevölkerungswachstum?
00:19:11: Das spielt natürlich eine riesige Rolle, weil wir sind ja heute über acht Milliarden Menschen und selbst wenn alle sehr einfach leben würden oder sehr nachhaltig.
00:19:21: Wenn man zum Beispiel kein Fleisch aus maßentierhaltung essen würde keine hoch weiterverarbeiteten Lebensmittel nicht sehr viele exotische Lebensmittel
00:19:28: etc.,
00:19:29: dann würde natürlich trotzdem acht Milliarden menschen sehr viel mehr Ressourcen brauchen als eine Milliarde Menschen zB.
00:19:35: das Problem ist dass wir aber eben auch ein Wandel sehen.
00:19:39: also wenn Land und Subkontinent wie Indien angucken, dann war Indien quasi über Jahrtausende ein mehr oder weniger veganer Kontinent.
00:19:48: Also Fleisch zu essen war da relativ unüblich oder tierische Produkt.
00:19:52: Das hat einen ganz geringen Anteil an der Ernährung von Menschen gemacht.
00:19:57: Und Indien – wie viele andere Schwellenländer?
00:20:00: passt sich sozusagen immer mehr unserer Art und Weise der Ernährung an.
00:20:05: Also sehr stark tierbasiert, sehr viel Fleisch und das führt natürlich dazu wir glauben ja dass die Menschheit gar nicht mehr so dramatisch zunehmen wird wie in den letzten Jahrzehnten aber trotzdem ich glaube die N geht immer noch von einer Bevölkerung von irgendwas zwischen zehn und elf oder sogar zehn bis zwölf Milliarden Menschen irgendwann aus.
00:20:26: Und das bedeutet, wir haben ungefähr nochmal fünfzig Prozent, also maximal kommen noch mal fünfzig prozent Menschheit dazu.
00:20:33: Aber wir werden auf jeden Fall doppelt so viele Nahrungsmittel für diese Menschen brauchen, wenn diese Veränderung der Ernährungen eben so weitergeht wie im Moment.
00:20:42: Also fünfzig Prozent mehr Menschen bedeutet hundert Prozent mehr Nahrungsmittelbedarf und das ist natürlich verbunden mit Flächenverbrauch, mit Einsatz von Kunstdüngern, von Pestiziden, Einsatz von fossilen Energieträgern um solche Felder zu bewirtschaften etc..
00:20:57: Jetzt haben Sie schon ein paar Punkte genannt.
00:20:59: Was sind denn die wesentlichen Treiber für das Artensterben, für den Verlust von Biodiversität?
00:21:05: Das sind fünf Stück, also der allerwichtigste ist Landnutzungsänderung.
00:21:08: Also zum Beispiel das Regenwälder zerstört werden um Weideflächen oder Anbauflächen zu machen.
00:21:13: Also Landnitzungsänderungen und da ist Landwirtschaft der Haupttreiber, das ist der größte Faktor.
00:21:19: Zweites ist der Klimawandel.
00:21:20: Das dritte ist direkte Verfolgung und Übernutzung.
00:21:24: Das vierte sind invasive Arten und das fünfte ist Eintrag von Umweltgiften.
00:21:29: Diese fünf Treiber die müssten wir in den Griff bekommen.
00:21:34: Lust von Biodiversität.
00:21:35: Und das möchte ich nur mal betonen, es geht ja nicht darum dass da Arten aussterben und das ist ja schade ist wenn wir in einer Welt ohne Eisbären leben sondern es geht eben darum dass diese kollabierenden Ökosysteme diese Ökostemleistung für uns nicht mehr erbringen können.
00:21:48: und von diesen Ökossystem Leistungen sind wir eben absolut abhängig und zwar egal ob wir in Frankfurt in der Vorstandsetage einer großen Bank arbeiten oder ins Sri Lanka Ziegenbauer sind Wir sind alle absolut abhängig von diesem Leistung.
00:22:04: Ich habe gesehen, dass Sie auch Fortbildungen für Planende anbieten.
00:22:08: Damit sind wir eigentlich schon bei der Bauerei.
00:22:11: Was erzählen Sie diesen Menschen in den Fortbildung?
00:22:15: Es
00:22:15: geht erst mal natürlich wieder darum zu verstehen was ist denn Biodiversität und warum hängen wir davon so massiv ab?
00:22:21: Was sind denn Ökosystemleistungen?
00:22:26: Wenn man das ausschließt also wenn man darüber keine Kenntnis hat dann plant man Dinge die für Menschen genauso nützlich sind wie Dinge, die man plant wenn man das berücksichtigt.
00:22:38: Aber der Schaden ist eben... extrem unterschiedlich groß.
00:22:42: Und da hat die Baubranche natürlich einen großen Einfluss, also wenn wir jetzt Landnutzungsänderungen nehmen, dann geht es ja um das Versiegeln von Flächen oder das Bebauern von Flächen.
00:22:51: Da geht es aber eben zum Beispiel vielleicht auch darum, wo kommt denn dass irgendwie Bauerholz in Plantagen angebaut wird für die natürliche Ökosysteme zerstört werden?
00:22:59: Sand ist ein Riesenproblem!
00:23:00: Wir haben ja weltweit schon Sand-Mafia.
00:23:03: Das heißt Bausand, also Wüstensand, weil er so rund geschliffen ist, hat der nicht die notwendige Stabilität.
00:23:09: für Bauprojekte muss aus Flussdeltas von Küsten oder von Inseln kommen.
00:23:14: Und das sind wertvolle Ökosysteme und die werden eben zerstört, weil diese Sandflächen eben einfach abgespült werden etc.
00:23:22: Uns geht eben darum diesen Zusammenhang zu verstehen.
00:23:25: also einmal was den Einfluss auf die Natur anbelangt aber dann ich habe es ja schon ein bisschen angerissen natürlich auch die Qualität für denen der am Ende in solchen Gebäuden lebt und arbeitet.
00:23:36: Aber wir haben es im Vorgespräch ganz kurz angerissen.
00:23:39: auch zum Beispiel Finanzierungsthemen.
00:23:42: Man kann schnell und schlecht und unattraktiv bauen.
00:23:45: Das kostet vielleicht wenig Geld, kostet aber unter Umständen viel Natur und ist natürlich was, was nicht langfristig wirtschaftlich funktioniert.
00:23:53: also ehrlich gesagt ich sehe das hier in Frankfurt wo man vor einigen Jahren das technische Rathaus abgerissen hat.
00:23:59: Das hatte man erst in den neunzehntsiebzigerjahren gebaut war so ein komischer Waschbetonklotz.
00:24:03: da gab es überhaupt nichts grünes.
00:24:05: Es war alles verwinkelt.
00:24:06: das heißt Überall haben die Leute, die nachts besoffen aus der Kneipe gekommen sind und in die Ecke gepinkelt.
00:24:12: Es hat überall gestunken, überall lag Müll rum.
00:24:14: Es war betroffen von Vandalismus.
00:24:17: Niemand wollte da sich aufhalten oder arbeiten.
00:24:20: Jetzt hat die Stadt Frankfurt sich für eine Sache entschieden... Wahrscheinlich auch Architekten unter Umständen kritisch sehen.
00:24:26: Also man hat ja diese neue Altstadt gebaut, also man hat sich einfach angeguckt wie wurde denn historisch diese Fläche bebaut und hat das kombiniert mit modernen Gebäuden?
00:24:38: Jetzt gibt es da wieder Bäume, das gibt grüne Flächen.
00:24:41: Es hat eine sehr hohe Aufenthaltsqualität.
00:24:43: Das ist jetzt ein Tourismus-Aktraktion plötzlich wieder geworden.
00:24:46: Leute die Frankfurt besuchen auch die neue Altstadt und natürlich ist der Quadratmeterpreis da hoch.
00:24:51: ja weil es eben eine hohe Lebensqualität hat.
00:24:54: und solche Aspekte also viele viele je nachdem wie lang so eine Fortbildung dauert vielen natürlich solche Aspekte eine Rolle und manchmal ich habe am Anfang gesagt dass Menschen lassen sich nicht von zahlen Datenfakten leider nicht so wahnsinnig beeilen Drucken.
00:25:08: trotzdem gibt es manchmal Zahlen, Datenfakten.
00:25:11: Also wenn man sich zum Beispiel anguckt wie solche urbanen Hitze Inseln entstehen oder ja wie gering auch die Lebensqualität nicht nur für Menschen sondern auch für Tiere und Pflanzen ist in falsch bebauten Bereichen in hoch verdichteten und eben schlecht geplanten Bereiche dann gibt's da furchterregende Zahlen die man sich angucken kann und die präsentiere ich natürlich durchaus auch.
00:25:37: gerade bei Quartiersentwicklungen.
00:25:40: Das, was dort passiert viel stärker im Ökosystem denken?
00:25:44: Sie haben vorhin einen Begriff verwendet den ich zum Beispiel meide, nämlich dem Begriff Umwelt weil der in unserem Gehirn dazu führt dass man denkt okay es gibt die Welt des Menschen und dann da außen gibt's die Umwelt und das ist ja eigentlich genau ein Trugschluss.
00:25:59: Was wir machen und tun, hängt direkt mit der Natur oder eben nicht vorhandenen Natur in unserem Umfeld zusammen.
00:26:07: Es gibt ja so Aspekte wie Bionik oder so also wo wir wirklich von der Natur lernen können.
00:26:11: Und wir müssen eben verstehen dass Menschen nicht getrennt von der natur sind und solche Bauprojekte die versuchen den Mensch als Teil der Natur und damit auch die Natur als einen wertvollen Teil eines Baupprojekts zu sehen das die sehr hochwertiger und dass die langfristig funktionieren werden.
00:26:30: Und es gibt ja viele Langzeiteffekte, also zum Beispiel kann man wirklich zeigen das Gewalt und Vandalismus zunehmen in Gebäudestrukturen wo eben solche natürlichen Komponenten fehlen.
00:26:42: Also Menschen wenn sie nur Beton haben und alles ist versiegelt dann gibt es eine hohe Bereitschaft von Menschen, das irgendwie mit Graffiti zu beschmieren.
00:26:51: Da ihren Müll hinzuschmeißen auch aggressiv an den Menschen gegenüber zu sein.
00:26:56: Das heißt, dass geht ja bis dahin, dass zum Beispiel die Stadt Medellin in Kolumbien einen grünen Korridor in der Stadt gebaut hat und tatsächlich festgestellt hat, dass er auch dazu beigetragen hat,
00:27:06: z.B.,
00:27:07: dass sie Straßenkriminalität maximal abgenommen hat und auch der Drogenverkauf weil sich die Menschen dann wieder rausgekommen aus ihren Häusern.
00:27:14: Die haben ihre Nachbarn kennengelernt haben auch eine höhere Bereitschaft gehabt, ihr Quartier in Anführungszeichen gegen böse Wichte zu verteidigen.
00:27:23: Die haben sich da eben wieder Zuhause gefühlt und das gilt glaube ich für alle solche Quartiersentwicklungen in Deutschland auch.
00:27:30: dazu kommt ja dass wir viele Schäden.
00:27:32: also wenn wir zum Beispiel mal Mobilitäts negative Effekte von Mobilität uns angucken Also wenn es für Menschen in einer Stadt so schrecklich ist ungemütlich ist sich da aufzuhalten, fahren die natürlich alle am Wochenende mit dem Auto ins Grüne.
00:27:46: Das heißt ja sie haben weitere negative Effekte auf die Natur durch solche in Anführungszeichen erzwungene Mobilität zum Beispiel.
00:27:54: Also ich selber wohne in der Innenstadt von Frankfurt.
00:27:56: Wir hatten hier teilweise während der Hitzewellen über vierzig Grad, kein Mensch kann sich dabei konzentrieren die Arbeitsleistung singt.
00:28:02: wir wissen dass Menschen dann sich aggressiver im Verkehr verhalten und das häusliche Gewalt steigt etc.
00:28:08: also es sind alles Aspekte wo man natürlich als Architekt oder Bauherr-Bauherrin sagen kann naja das ist ja nicht mein Problem ich gestalte das nur schön aber das sind ja zum Beispiel sehr wichtige Argumente sich auch zu positionieren im Wettbewerb mit anderen Anbietern, wenn man solche Dinge mit bedenkt.
00:28:27: Welche Potenziale sehen Sie denn in der Baubionik oder in der Baubotanik?
00:28:32: Ich sehe da sehr große Potenziale.
00:28:34: also ein Klassiker ist ja Ein Hochhaus in Simbapur, was ein Architekt, als er immer Golf gespielt hat und auf dem Golfplatz gab es Termitenhügel.
00:28:43: Dann hatte sich die Struktur von den Termiten-Hügel angeguckt, denn Termitenhögel, denen gelingt das ja eine stabile Temperatur von... Also auch für manchen sehr angenehme Temperaturen von irgendwas zwischen twenty fünf und dreißig Grad glaube ich sind es zu erhalten.
00:28:56: außerdem ne sehr moderate oder eine angenehmen Luftfeuchtigkeit etc.
00:29:00: Und sie machen das ja offensichtlich ohne
00:29:02: Strom.
00:29:03: Und er hat sich das angeguckt und der hat dann tatsächlich einen Hochhaus gebaut, wo er diese Belüftungssysteme von Termitenhügeln übertragen hat.
00:29:11: Das hat dazu geführt dass die ganzen Kosten für die Klimatisierung ja nicht entstanden sind also für eine technische Klimatisierung.
00:29:18: Es hat dazugeführt dass es günstiger vermietet werden konnte oder auch natürlich die Betreiberkosten geringer waren weil man ja diese Klimaanlagen nicht brauchte.
00:29:28: Ich weiß nicht, ich war hier in Frankfurt mal bei einer Bank.
00:29:32: Die haben so eine begrünte Wand im Büro und dann höre ich ja alle wollen immer in dem Büro sitzen weil das die Luft da nicht so trocken ist, weil es angenehmer ist eben diese bewachsende Wand also diese lebende Wand anzugucken.
00:29:45: Ja, ich glaube da gibt's noch sehr viel Potenzial was man dafür alle Beteiligten besser machen kann.
00:29:51: der größte Unterschied zwischen natürlicher und technischer Entwicklung, glaube ich in dem Einsatz um den Umgang mit Ressourcen und deren Weiterverwendung.
00:30:02: Was wir seit zweieinhalb Jahren treiben ist eine Unmenge an Müll zu produzieren also linear zu Wirtschaften und am Ende ist dann eben eine Menge Abfall, den wir verbrennen müssen oder auf die Deponie kippen.
00:30:16: Und was ich mich frage es wirklich auch so jetzt generell auf die Weltwirtschaft schauen, auch auf die geopolitische Entwicklung und so weiter.
00:30:26: Das Thema Naturschutz, ich traue mich jetzt gar nicht mehr umwelt zu sagen.
00:30:29: Nein, sagen wir bloß nicht umwelt.
00:30:30: Wir
00:30:31: haben hier den Hintergrundgerät es wird sogar massiv torpedoidiert oder dagegen gearbeitet.
00:30:37: Und was ich nicht verstehe und Sie haben das ja vorhin auch schon angedeutet ist dass wir eigentlich sehenden Auges uns ins Verderben reiten.
00:30:45: Warum?
00:30:46: Warum wir uns ins Verdärmen reiten kann ich gleich nochmal erklären aber vielleicht noch mal Also wie Sie jetzt eingeführt haben, also diese große Bedeutung, was wir von der Natur lernen können.
00:30:55: Wie wichtig die Natur für uns ist?
00:30:57: Ich sage nur mal zwei Zahlen.
00:30:58: Der größte Wirtschaftssektor der Welt sind Ökosystemleistungen.
00:31:02: Der monetäre Wert von Ökostemleistungen übersteigt das weltweite Bruttosozialprodukt um den Faktor II.
00:31:09: Die Wirtschaft ist de facto zu hundert Prozent abhängig, aber selbst wenn man sich nur einzelne Ökosystemleistungen anguckt.
00:31:15: Dann hat die Europäische Zentralbank also nicht eine Naturschutzorganisation sondern die Europäischen Zentralbanken Anfang des Jahres war es glaube ich oder ja ich glaube dieses Jahr vielleicht auch das auch Ende letzten Jahres gewesen festgestellt dass siebzig Prozent aller Unternehmen in der EU massiv abhängigs sind von mindestens einer Ökosesystemleistung.
00:31:34: Das heißt, die Natur ist der größte Wirtschaftsfaktor.
00:31:37: Der wichtigste Dienstleister und sie ist vor allen Dingen ein Monopolist weil sehr viele Dinge kann, die wir nicht können.
00:31:42: Und jeder, der ein bisschen Ahnung von Wirtschaft hat, der sollte so einen Dienstleiste und diesen mächtigen Wirtschaftspplayer auf jeden Fall im Auge behalten.
00:31:51: Und es ist wirklich erschreckend, dass wir das nicht tun.
00:31:53: Denn wie gesagt, es ist ja längst nicht mehr so, dass Naturschutzorganisationen und wissenschaftliche Einrichtungen vor der Zerstörung von Natur waren sondern die Europäische Zentralbank warnt Die britische Regierung.
00:32:06: Der britische Geheimdienst hat im Januar eine Studie veröffentlicht, wonach der Verlust von Ökosystem Leistung Das größte Sicherheitsrisiko für die EU und UK Es heißt alle Probleme, mit denen wir uns sonst noch konfrontiert sehen.
00:32:19: Sei das ungeregelte Migration, sei es Nahrungsmittelknappheit, seien das Extremwetterereignisse, sein das kriminelle Strukturen, sein des geopolitische Konflikte – dass alles hängt extrem eng mit dem Verlust von Ökosystemleistungen zusammen.
00:32:33: Das heißt jeder der sagt er kennt sich mit Wirtschaft aus Von dem erwarte ich, dass der oder sie absolute Experte für Ökosystemleistung ist.
00:32:43: Und de facto sehen wir, lustigerweise habe ich gerade die Masterarbeit meiner Nichte gelesen, die sich damit beschäftigt hat über das politische Framing von Natur bei allen im Bundestag vertreten in politischen Parteien keine einzige Partei... Sie alle haben weniger, haben dieses Thema weniger berücksichtigt wenn man die Bundestagswahl einundzwanzig mit fünfundzwantzig vergleicht.
00:33:04: Sie alle tun so als sei das nicht ihr Thema und es ist Ihr Thema, denn wenn wir jetzt die demokratischen Parteien angucken.
00:33:11: Wenn die FDP von Freiheit spricht mit jeder Tag wo wir Natur zerstören reduzieren wir unsere Freiheitsgrade, wenn die CDU und CSU von Wirtschaft reden der größte Wirtschaftsfaktor ist die Natur.
00:33:21: Wenn das SPD über soziale Faktoren redet dann sehen wir dass gerade ärmere Menschen oder Menschen am Rande der Gesellschaft noch mal massiver von Leistungen der Natur abhängig sind als wohlhabende Menschen, die das eben durch ihr Geld leicht kompensieren können.
00:33:37: Und bei den Grünen würde man denken ist ja irgendwie doch sowieso Ihr Kernthema.
00:33:40: also Ja und warum machen wir es?
00:33:43: Da muss ich dann als Biologin oder als Verhaltensbiologin sagen Weil unser Gehirn, wir halten uns ja alle für große Rationalisten.
00:33:50: Aber unser Geirn kann mit also unser Gehörnis weder in der Lage Statistiken und Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen.
00:33:57: Deswegen spielen ja alle Lotto.
00:33:58: wenn wir rational werden würden wir das nicht machen funktioniert gar nicht.
00:34:02: Und unser Gehirn nimmt gerne Abkürzung und unser Gehörn sieht gerne Zusammenhänge, wo gar keine bestehen.
00:34:08: Also der Klassiker, dass man denkt, der Storch bringt Kinder weil die Geburtenratas eben früher gestiegen dann sind auch die Storche zurückgekommen.
00:34:17: also der Storge bringt die Kinder das gefällt unserem Gehirnen.
00:34:20: So was machen wir?
00:34:22: Wenn es komplex wird einen Zusammenhang Dann wird das interessanterweise in unseren Gehirne in den Gehirns Bereichen verarbeitet für Emotionen zuständig sind, also wo zum Beispiel Angst verarbeitet wird.
00:34:36: Anstatt dass wir das da verarbeiten, wo eben rationales Denken verarbeitete werden sollte.
00:34:41: Ja unser Gehirn spielt uns da leider vielfältige Streicher und das führt dann zu solchen irrationalen Entscheidungen oder auch dazu, dass das Thema nicht in der Breite und in der Relevanz handelt wird wie es ihm eigentlich zusteht.
00:34:56: Dann denken wir uns sowas aus CO-Zertifikate, mit denen wir handeln können und
00:35:03: helfen.
00:35:03: Ja muss ich sagen da bin ich gar nicht so dagegen aber nur deshalb weil es eine Brücke ist oder eine Krücke die dann Menschen wiederum verstehen.
00:35:13: also wenn Menschen halt denken ja okay dann mir wäre es lieber Menschen würden verstehen wie wichtig intakte Ökosysteme sind und wir würden es schaffen Ländern die unser Klima stabilisieren, wie zum Beispiel die Länder in Zentralafrika oder Länder in Südamerika.
00:35:29: Dass wir die dafür bezahlen einfach nur dafür dass sie den Wald stehen lassen das wäre für uns ökonomisch die absolut richtige Entscheidung.
00:35:36: Wenn wir es nicht machen dann ist mir schon ganz recht, dass wir wenigstens Geld in den Erhalt und den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen umleiten, dass eben aus solchen Zertifikate Handel kommt.
00:35:47: aber dazu Wieder super wichtig, dass Biodiversität das oberste Thema sein muss.
00:35:52: Denn kleine Take-home Message alles was wir für den Schutz von Biodiversity tun ist auch positiv für den Klimaschutz aber bei weitem nicht alles was wie für Klimaschutztun ist gut für Biodiverzität.
00:36:04: also wenn man zum Beispiel rasch wachsende Monokulturen aus Standortfremden Arten irgendwo als wenn sie anfangen Eukalyptus in Afrika zu pflanzen oder so dann bindet es sehr wohl CO² ist aber eine absolute ökologische Katastrophe.
00:36:17: da kommen wir wieder zur Agentur auf.
00:36:20: Gut gemeint ist eben nicht gut
00:36:21: gemacht.".
00:36:22: Und jetzt soll es ja auch Biodiversitätszertifikate geben, habe ich gesehen?
00:36:28: Was halten Sie davon?
00:36:31: Ich finde es gut!
00:36:32: Also immer wenn einer Geld für Biodiverzitätsschutz ausgeben soll, soll er mir recht sein.
00:36:35: aber wenn man sich die Struktur von Biodiverse Zertifikaten anguckt... Es ist im Moment einfach nur ein anderer Name für eine Spende, die man bezahlt.
00:36:44: Für den Naturschutz also anders als auch bei CO² muss man sagen wir sind ja eine gigantische CO² Schuld eingegangen.
00:36:51: Also wenn wir einfach nur kompensieren was wir jetzt gerade emittieren dann... wird uns das überhaupt nicht großartig weiterhelfen.
00:36:57: Wir müssen ja aktiv Senken schaffen für CO-Zweih, das sind natürliche Ökosysteme und übrigens sehr wieder erstarkende Wildbestände.
00:37:06: Die sind sehr große Kohlenstoffspeicher.
00:37:09: also das müssten wir schaffen.
00:37:11: Und bei Biodiversitätszertifikaten, also bei CO-Zertifikanten ist ja die Idee man kann was kompensieren.
00:37:17: Bei Biod diversitäts Zertifikaten ist die Kompensation schon mal ausgeschlossen weil man natürlich nicht sagen kann ich habe den Eisbär ausgerottet aber ehrlich gesagt dafür hab' ich mich ganz schön doll für Schimpansen engagiert.
00:37:28: Das heißt, die Logik von Biodiversitätszertifikaten ist immer nur das was zusätzlich gemacht wird.
00:37:33: Und das ist de facto eine Spende in den Naturschutz.
00:37:37: aber wenn Leute also eine Bekannte von mir sind ein Investorin im Fußballclub und da ist ehrlich gesagt auch so die Investition des heißen Investitionen aber eigentlich es nur ne Spende.
00:37:48: Aber viele wohlhabende Menschen finden dass Investition cooler klingt als Spende.
00:37:52: Also freuen Sie sich, dass sie Investoren in dem Fußball Club sind obwohl Sanine Rendite geben wird.
00:37:58: Und so ist ein bisschen mit Biodiversitäts-Zertifikaten.
00:38:00: Wenn Leute finden, dass Biodiverzitätszertifikat cooler klingt als Spender sollen sie es von mir aus machen.
00:38:06: So ein Biosponsoring!
00:38:09: Genau ja.
00:38:11: also wie gesagt eigentlich wenn wir wenn wir wirtschaftlich denken würden würden wir sagen okay wichtigster Dienstleister größter Wirtschaftssektor Monopolist ich brauche die.
00:38:20: Also versuche ich die irgendwie bei Laune zu erhalten.
00:38:22: Machen wir komischerweise bei US-amerikanischen Digitalfirmen, aber wir machen es komischererweise nicht bei der Natur dabei.
00:38:27: Die Natur können wir wesentlich schlechter ersetzen als all die Tech-Dryons aus den USA.
00:38:33: Ja da sollten wir uns mal was einfallen lassen auf jeden Fall!
00:38:37: Sie haben auch einige Bücher geschrieben Ich habe das Eingangs erwähnt, die meisten gemeinsam mit Hilke Oberhansberg ihrer Glaub ich auch Geschäftspartnerin.
00:38:46: Genau, genau
00:38:48: und das neueste Buch ist vor gut einem Jahr erschienen und heißt Kann KI die Natur retten?
00:38:53: Jetzt sind wir bei der Technik dazu bewegt dieses Buch zu schreiben.
00:38:57: Ich habe dazu beweckt dass Freunde von mir in den USA und auch hier als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier in Deutschland, beschäftigen.
00:39:06: Ein Freund von mir hat in den USA ein großes Unternehmen gegründet, was KI-Anwendung im Naturschutz bereitstellt.
00:39:13: Ein anderer Freund von mich ist hier in Deutschland Wissenschaftler da und vorderster Front bei diesem Thema.
00:39:18: Und das hat mich sehr interessiert und mich treibt ja um wie geschaffen wir es denn jetzt?
00:39:22: Dass möglichst viele Leute sich mit dem Schutz der Natur auseinandersetzen, dass möglichst viele Menschen verstehen, wie wichtig das ist.
00:39:30: Da dürfen wir natürlich auch diesen Technologiaspekt keinesfalls unterschätzen Und deswegen auch um solche... also ja, warum habe ich es geschrieben?
00:39:39: Weil's mich total interessiert.
00:39:41: Weil da super coole Geschichten dabei sind und weil ich das Gefühl hatte so erreichen wir nochmal Menschen die wir sonst mit diesem Thema nicht unbedingt
00:39:48: erreichen.".
00:39:57: super beeindruckende Assistenzsysteme zur Verfügung.
00:40:00: Also wenn ich jetzt zum Beispiel mal an in meine Doktorarbeit denke, ich habe über Antilopend und Leoparden promoviert dann mussten wir den damals so Sender-Halsband da umhängen.
00:40:09: jeden Tag haben wir zwei Datenpunkte generieren können weil wir ja aktiv mit Gerichtantennen diesen Tieren hinterher laufen mussten.
00:40:15: einmal konnten wir gucken wo sind die morgens und einmal konnten mir gucken was sind die abends ungefähr?
00:40:21: Dank KI können wir zum Beispiel die Wanderbewegung von Tieren, aber auch ihr Verhalten mit so smarten Kamerafallen.
00:40:28: Mit Sound Recorder'n, mit Drohnen, mit Satelliten-Technologie und eben mit der Anwendung von entsprechend trainierten KI Modellen hatten in so hoher zeitlicher und räumliche Auflösungen, in so höher Abundanz dass wir super viel über die Natur lernen Aber eben auch über unsere Eingriffe in die Natur und vor allen Dingen dann auch wieder über sehr, sehr viele Aspekte.
00:40:51: Die uns ja helfen also wenn wir an Ausbreitung von Pandemien denken Vorhersage von Extremwetterereignissen Also zum Beispiel durch solche KI unterstützten Sensoren am südlichen Seebären.
00:41:05: Achtzig Prozent der Informationen
00:41:07: zu
00:41:08: dem Zustand des Südpolarmeeres bekommen wir inzwischen über Sensoren von diesen Tieren.
00:41:14: Diese Daten sind super wichtig, um uns eben um Extremwetterereignisse aber auch den weiteren Fortgang des Klimawandels vorher zu sagen.
00:41:22: Ohne diese Tiere könnten wir das so gar nicht und da wird es einfach super interessant wo können Tiere und Tierbestände?
00:41:30: das Wissen von Tieren können wir durch KI anzapfen?
00:41:33: Und da sehen wir gerade dass wir wahnsinnig viel davon lernen können.
00:41:39: Ich habe gelesen, das haben Sie ja eben auch schon erwähnt.
00:41:42: Dass es natürlich super Einsatzgebiete gibt um Tiere zu tracken und das Wanderungsverhalten oder vielleicht die Populationsentwicklung ein Stück weit nachverfolgen zu können.
00:41:54: aber es gibt eine ganze Menge an nicht bekannten Arten von denen wir aktuell noch gar nichts wissen.
00:42:02: Es gibt Tierarten, die unterscheiden sich optisch Und die KI ist ja sehr gut in Mustererkennung.
00:42:08: Das heißt, wir können aus Geräuschen Sonogramme machen.
00:42:11: Die können wir in den Muster überführen.
00:42:13: Wir können das Fellmuster oder die Farbkombination eines Tieres irgendwie ein Muster.
00:42:19: Der genetische Code eines Tier- oder jedes Lebewesen ist ein Musta und das kann die KI supergut analysieren!
00:42:27: Und jetzt gibt es aber natürlich, also ich nehme so ein banales Beispiel aus unserer Heimat.
00:42:32: Also angenommen sie haben einen männlichen Rehbock und ein weibliches Reh und der Rehbok hatten Geweihe und das weibliche Tier hat es nicht.
00:42:39: Jetzt wissen wir a, dass ist Sexualdimorphismus.
00:42:41: Das Männchen hatten Geweih zumindest in manchen Zeiten des Jahres und das Weibchen eben nicht.
00:42:46: wenn die KI Jetzt einfach nur Muster unterscheiden soll, würde die vielleicht und diese Zwischen nicht hat.
00:42:51: Dann würden sie sagen alles in zwei verschiedenen Tierarten.
00:42:53: Wir haben einmal die mitgeweihe und einmal die ohne Geweihe.
00:42:56: Und das bedeutet dass wir uns auf KI da nicht komplett verlassen können.
00:43:00: oder wenn Sie jetzt mal zum Beispiel Hunde nehmen.
00:43:01: Ja, Hunde ist eine eine Tierart aber ein Chihuahua sieht eben ziemlich anders aus als einen irischer Wolfsund oder so.
00:43:08: also das bedeutet, dass man... Dass die KI uns erste Hinweise geben kann, wenn wir sie losjagen auf Geräusche von Tieren Fellmuster oder Körperform von Tieren.
00:43:20: Das ist aber immer noch Experten und Expertinnen Bedarf, die dann wirklich nochmal da reingucken und sagen ja okay das stimmt was die KI hier gesagt hat also es wie so ein KI-Sebene.
00:43:32: Assistentin kann uns schon mal Daten aufbereiten aber ob's dann wirklich stimmt muss eigentlich einen menschliche Experte sich nochmal angucken.
00:43:39: Wann wissen wir denn dass eine Art ausgestorben wird?
00:43:43: Wir haben eine Definition und die sagt, wenn über zehn Jahre trotz intensiver Suche in dem Gebiet wo es diese Tierart gab oder diese Pflanzenart, wenn die da nicht mehr nachgewiesen wird dann gilt sie als ausgestorben.
00:43:55: Das ist wie wenn ein Mensch verschollen ist, dann gibt das ja eben auch bestimmte Fristen nachdem ein Mensch für dann für Tod erklärt wird.
00:44:02: Und rein theoretisch kann so ein Mensch wieder auftauchen und rein theoretische kann natürlich auch eine Art wieder auhtauchen.
00:44:09: Ein bekanntes Beispiel ist sicher die Latimeria, also der Quastenflossler von denen man auch dachte, die sind ungefähr mit den Dinosauriern ausgestorben weil es danach keine fossilen Belege mehr gab und auch kein lebendiges Tier mehr.
00:44:23: Und dann glaube ich das war in den neunzehnhundertdreißiger Jahren plötzlich Südafrika.
00:44:27: auf dem Fischmarkt liegt wieder so'n Fisch.
00:44:29: Das heißt, riesige Überraschung.
00:44:34: Es ist deshalb eine Sensation, weil es quasi nie passiert.
00:44:36: Wir können sicher so das Artensterben eher unterschätzen, weil wir die meisten Tier- und Pflanzenarten, die es auf unserem Planeten gibt ja noch gar nicht kennen.
00:44:45: Die haben wir gar nicht wissenschaftlich beschrieben.
00:44:47: D.h.,
00:44:47: sie werden unentdeckt verschwinden Und die, die wir kennen.
00:44:52: Also je größer und charismatischer eine Art ist umso mehr engagieren wir uns ja auch für ihren Erhalt.
00:44:57: also wenn man sich jetzt bergurillas anguckt da gibt es irgendwie noch achthundert Tiere oder so.
00:45:01: Die werden so schnell nicht aussterben weil natürlich Menschen jetzt alles daran setzen werden diese letzten Bergerilla's oder die letzten pandas dies gibt.
00:45:10: Wir werden alles darin setzen die zu erhalten aber viele eben nicht so charismattische Arten Oder besonders die arten die wir gar nicht kennen die werden halt die verschwinden ja im halbstunden Rhythmus könnte man sagen.
00:45:24: Also KI kommt zum Einsatz als Informationssystem, wo auch Schwarmwissen quasi genutzt wird vielleicht auch als Frühwarnsystem egal ob es um die Erkennung von Waldbränden oder Wilderei oder Populationsentwicklung oder ich habe auch gelesen Die Vermeidung von Kollisionen.
00:45:41: also das ist nicht mit zusammenstoßen was ja auch häufig vorkommt.
00:45:47: Dann gibt es aber auch einen Abschnitt in dem Buch, der lautet «vertrauen wir mal der Ziege».
00:45:52: Ja, genau.
00:45:53: Das hatte ich so ein bisschen angesprochen, dass wir das Wissen von Tieren eben nutzen können.
00:45:57: Also das ist basiert auf der Forschung eines Freundes von mir.
00:46:01: Wir wissen ja alle, dass Menschen sagen, ja also Erdbeben oder Volkanos folgen hier?
00:46:05: Die Tiere wussten es vorher oder Tsunami die Tiere wusste es vorher.
00:46:09: Das ist aber nicht wissenschaftlich untersucht und jetzt ist es so, dass uns die Entwicklungen in der Technologie erlauben immer kleinere Sensoren an immer mehr Tieren in dem Fall anzubringen Und der KI dann einfach sagen, so KI hier sind die ganzen Informationen.
00:46:24: Das haben die Tiere diese ganzen Tiere an sich verhalten.
00:46:26: Dann ist hier der Vulkan ausgebrochen.
00:46:28: Guck doch mal ob du irgendeinen Muster erkennst und die KI Erkennt es tatsächlich.
00:46:33: Also das waren in dem Fall, vielleicht ist gar nicht ob das der Visuf oder der Etna war also auf jeden Fall in Europa vulkanische Aktivität in Italien und tatsächlich konnte man erkennen die KI erkannt dass sich die Tiere vor der Vulkan aktiv wurde anders verhalten haben und zwar nicht als einzelnes Tier.
00:46:51: also jetzt nicht so was eine Kuh angefangen hat wie will zum Unen und dann wüsste mal beim nächsten Mal wenn die Mut an ist jetzt bald Volkanausbruch sondern das waren eher die Bewegungen der Tiere insgesamt.
00:47:01: Also man weiß noch nicht genau, was ist jetzt offensichtlich da irgendwie so einen siebten Sinn?
00:47:06: Keine Ahnung!
00:47:07: Was haben die da gemacht?
00:47:09: Es könnte sein dass da so mikroskopische oder kleine Risse auftreten in der Erdkruste und dadurch bestimmte Gase ausströmen und die Tiere die wahrnehmen können und sich das dann ihr Verhalten ändert.
00:47:21: wenn wir auch mal bei Investitionen bleiben es gibt ja Menschen investieren zum Beispiel in intakten Wald wenn man jetzt sagen wir mal, man hat irgendwie ein Wald aus dem man irgendwie Bauholz bezieht.
00:47:32: Dann wäre es ja ganz gut dass der Walter auch so lange steht bis ich dieses Holz wirklich brauche.
00:47:37: und diese Methoden die bislang angewandt haben, die sind dann häufig retrospektiv.
00:47:43: Also wenn man Satellitendaten und so weiter nimmt, dann sieht man Entwaldung erst, wenn sie passiert ist.
00:47:48: Wir wollen aber das ja eigentlich verhindern.
00:47:50: Und da sind wiederum Tiere sehr gute Indikatoren.
00:47:54: Es gibt bestimmte Vogelarten zum Beispiel, die super extrem reagieren auf die geringsten Störungen menschlichen Störung in ihrem Habitat.
00:48:02: Das heißt, wenn man solche Vögel zB mit Sensoren ausrüstet und dann sieht dann weiß man, dass da irgendwas nicht stimmt.
00:48:11: Dass da vielleicht der erste Bagger hingefahren wurde die erste Kettensäge ausgepackt wurde oder so und es erlaubt eben sehr frühzeitig bei Eingriffen in die Natur aktiv zu werden ja Dann wirds natürlich auch interessant.
00:48:25: in dem Moment wo Investition von Menschen beeinflusst werden gibt's natürlich eine große Bereitschaft das sowas zu finanzieren.
00:48:33: Also da ist in dem Moment KI mehr ein Werkzeug als jetzt ein Wundermittel, was alle Probleme lösen kann.
00:48:40: Wenn ich das richtig
00:48:41: verstehe?
00:48:41: Ja der Trick von KI ist eigentlich, KI ist gute Muster erkennen und KI erkennt kann natürlich sehr viele Daten also riesige Datenmengen auf Muster untersuchen und Zusammenhänge von Mustern und damit Zusammenhänger zu erkennen die wir gar nicht erkennen oder für die wir wahnsinnig viel Zeit und Wahnsinn viel Arbeitszeit und wahnsinnigen Personal bräuchten um es zu erkennen.
00:49:03: Und das kann die KI schön für uns machen.
00:49:04: Und die KI kann natürlich auch, also wenn wir jetzt sehr eine Wilderei angesprochen haben – ich habe gerade gestern einen Artikel gelesen über den Schutz von Nashörnern und das ist super interessant weil man da KI Anwendungen, also die kombiniert... So viele Daten aus Soundboxen, die man aufgehängt hat.
00:49:20: Kamerafallen, Ausbewegungen von also Straßenverkehr
00:49:24: etc.,
00:49:25: Hotel-Belegung was auch immer und kann im Ende sagen okay wahrscheinlich wird morgen da ein Bilderer erscheinen weil alle Parameter die ich mir angeguckt habe sind so wie kurz vor einem Bilderer Event Und das wäre natürlich der Durchbruch Weil wir haben Nasron Arten Von denen gibt es nur noch zwei drei Dutzend Exemplare.
00:49:44: Da bringt ist nichts wenn wir Law Enforcement machen oder wenn wir sicherstellen, dass die, die das Nashorn abschießen ins Gefängnis kommen.
00:49:50: Dann ist das Nashor leider tot.
00:49:52: also wir wollen ja eben davor agieren und da hilft uns KI.
00:49:56: Das klingt so ein bisschen nach Palantir
00:49:58: aber for good!
00:50:01: Folgen von KI?
00:50:04: Auf jeden Fall.
00:50:04: Also die negativen Folgen, also sage mal diese was ich jetzt gesagt habe, die Vorhersage zum Beispiel von Wanderbewegung von Tieren sind ja gut wenn ein Naturschützer hat oder ein Parkmanager aber stellen sie sich vor, die hat einen Wilderer.
00:50:17: Wenn der Wilderer genau weiß wo werden sich in nächsten vierundzwanzig Stunden den Astronaut aufhalten?
00:50:22: oder wo werden Sie sich die Ranger aufhalten?
00:50:23: als wenn er den technologischen Vorsprung nutzt dann ist das natürlich hoch problematisch.
00:50:29: und natürlich ist einfach schon alleine die vielfältige Nutzung.
00:50:32: KI hat ja einen gigantischen Wasserverbrauch, gigantischem Energieverbraucher, einen gigantaschen Ressourcenverbrauchen wenn wir seltene Erden oder überhaupt mineralische Rohstoffe angucken.
00:50:42: und all diese Dinge – Wasser-, Energie- und mineralische Kohstoffe kommen aus natürlichen Ökosystemen.
00:50:50: Wir müssen grundsätzlich lernen besser und anders mit KI umzugehen.
00:50:54: Es kann nicht sein, dass jemand nicht mehr nachdenkt wie man Frühstücksei kocht sondern sich von Chatchibitiv die fünf besten Frühstücks-Ei-Koch Rezepte sagen lässt.
00:51:03: also das ist absurd.
00:51:05: aber ich glaube der Lust zu sagen ja eine KI Nutzung ist auch schlecht für Natur also nutzen wir sie nicht mehr pro Natur der wäre falsch weil die Anwendungen für Naturschutz KI Anwendung für naturschutz sind ja quasi nicht nachweisbar in ihrem Umfang im Vergleich zu allen anderen KI-Nutzung.
00:51:25: Also das heißt, es gibt sicher viele Nutzungen von KI die irgendwie quatsch sind und wo wir hoffen dass sie in Zukunft nicht mehr diesem Umfang angewandt werden.
00:51:35: aber die Nutzung zum Schutz der Natur gehört sich hier nicht dazu.
00:51:38: Ich möchte abschließend noch mal auf einen Aspekt auch in dem Buch zu sprechen kommen.
00:51:43: Sie haben in dem ersten Teil sehr umfassend erklärt, was Intelligenz eigentlich ist und was natürliche Intelligenzen von künstlicher Intelligenze unterscheidet.
00:51:53: die Natur mit dem, was sie geschaffen hat is nicht intelligent sondern sie hat die Intelligenzerfunden.
00:52:00: ja
00:52:01: das bedeutet dass Intelligenz ja eigentlich ein wesentlicher Aspekt der Evolution.
00:52:08: Ja genau, also die Frage ist ja natürlich und das schreibt mir in unser Buch auch dass es eigentlich gar nicht klar ist was Intelligenz ist.
00:52:15: Es gibt keine wissenschaftliche Einigkeit darüber was Intelligenz ist.
00:52:18: Also die meisten Menschen denken vielleicht immer noch, da kann man doch so ein Intelligenztest machen aber dieser Intelligenzkest werden sehr stark kritisiert weil sie eben nur bestimmte Formen der Intelligenze überprüfen.
00:52:29: Das gibt eben nicht nur mathematische und räumliche, es gibt eben auch soziale Intelligenzen, künstlerische Intelligenzer.
00:52:35: Wir beschreiben das oder wir erklären es in unserem Buch, was da alles dazu gehört und Menschen auch die Natur sind natürlich unterschiedlich intelligent.
00:52:43: Was ich kritisch sehe bei uns ist ja dass man vielleicht sagen kann der Mensch isst.
00:52:47: Wir verfügen über eine gigantische Schwarmintelligenz, aber wir wenden sie nicht an.
00:52:53: Und das hat natürlich mit unterschiedlichen Machtstrukturen zu tun.
00:52:56: manche Menschen haben eben mehr Macht und Einfluss als andere und die agieren nicht unbedingt immer intelligent dann kommen eben diese Sachen dazu, die wir vorhin ja schon angesprochen haben dass unser Gehirn gerne Abkürzung nimmt oder Sachen so stark vereinfacht jegliche Intelligenz ignorierend.
00:53:12: Aber wenn wir uns angucken was die Natur macht also wenn wir Menschen auf ihn angucken oder Crähenvögel, bestimmte Rabenvögeln und Papageien.
00:53:19: Die sind auch in unserem Sinne intelligent.
00:53:21: also wie wir klassischerweise Intelligenz von Menschen definieren dass man eben Lösungen sozusagen neue Lösungen ersinnt oder ausprobiert was funktionieren kann.
00:53:30: solche Intelligenzen gibt es auch bei Tieren.
00:53:32: Ansonsten ist natürlich der Unterschied, dass intelligente Natur – also wenn wir uns so Lösungen aus der Natur angucken.
00:53:39: Also zum Beispiel ein Baum oder überhaupt diese permanente Verwendung von Stoffen, also diese Zirkularität in der Natur, da würde man sagen es wäre mega intelligent oder eine Apfelschale.
00:53:51: Das ist ja superintelligent, weil wenn ich nicht so eine schlaue Apfilschale hätte, dann würde er ja sofort braun werden und vergammeln.
00:53:56: und was weiß ich?
00:53:57: Der Reiber sind eben diese evolutiven Prozesse.
00:54:00: Und da ist Zeit und Zufall, sind die Komponenten, die das gestalten.
00:54:04: Bei menschlicher Intelligenz oder bei der Entwicklung unserer Entwicklung haben wir häufig ein Ziel und überlegen wie wir dahin kommen.
00:54:11: So macht es die Natur nicht.
00:54:14: Nur noch mal ein Beispiel zeigt, dass künstliche Intelligenze dann doch nicht so superintelligent ist.
00:54:20: Und zwar wollte man künstlichen Intelligenzen trainieren damit sie Wölfe von Hunden unterscheiden kann auf Fotos Und das hat, also da zum Beispiel schon mal ein Mensch braucht.
00:54:30: Sie müssen einen kleinen Kind dreimal ein Hund zeigen.
00:54:33: Es kann einmal ein Dackel sein, einmal ein Pudel und einmal ein Dalmatiner und sagen dem Kind immer Hund.
00:54:38: dann wird das Kind von da ab erkennen, einem Hund erkennen können was ja eine superintellektuelle Leistung ist.
00:54:45: Also auch wenn sie dem kind einen ganz anderen Hund zeigen oder Das weißt ab drei Mal gucken weiß es dass es ein Hund.
00:54:52: Die KI braucht Zehntausende von Bildern, bis sie kapiert was ein Hund ist.
00:54:56: Also sie ist super schwerfällig eigentlich aber weil sie halt so wahnsinnig schnell rechnen kann, kapiert sich dann doch in relativ überschaubarer Zeit.
00:55:06: Na ja was rauskam bei diesem Training war das die KI sehr gut war?
00:55:10: Also sie konnte fast genauso gut Wölfe von Hunden unterscheiden wie Menschen.
00:55:15: Dann hat man ihr ein neues Set an Fotos gegeben und sie hat total versagt, Sie hat Hunde und Wölf überhaupt nicht mehr auseinandergehalten.
00:55:22: Dann haben wir versucht rauszufinden was passiert war und die Lösung war ganz einfach Die KI-Applikationen Bei dem ersten Set waren fast allen Bildern auf den Wölfe waren, war auch Schnee zu sehen.
00:55:34: D.h.,
00:55:34: die KI hat auf den Fotos immer nur geguckt ist da Schnee oder nicht?
00:55:37: Wenn Schnees ist ein Wolf und kein Schnees is'n Hund!
00:55:40: Und solche Dinge passieren eben.
00:55:42: das würde jetzt bei einem Menschen eben nicht passieren.
00:55:43: also einem Menschen dem Kind sagen sie ja hier guckt das Tier ist n Hund dann lernt es das.
00:55:50: Okay, d.h.
00:55:51: Es gibt eine natürliche Intelligenz die Intelligenz, die wir als Menschen verstehen.
00:55:55: Aber es gibt auch eine evolutionäre Intelligenze, die aber auch sehr stark durch Zeit und Zufall geprennt
00:56:03: ist.".
00:56:04: Also, wenn man sich so Sachen anguckt wie zum Beispiel bestimmte Bestäuber-Blüteninteraktion.
00:56:08: Es gibt ja Kohlibris die haben so einen super langen Schnabel und die sind die einzigen die bestimmte Blüten, die dann auch so ein langes Schnabel haben bestäuben können.
00:56:15: Wenn man sich das anguckt da denkt man okay wer hat sich das ausgedacht?
00:56:18: Das ist ja Wahnsinn!
00:56:19: Wie diese Sachen solche Schlüsselschlossprinzipien
00:56:21: z.B.,
00:56:21: wie sowas voneinander passt.
00:56:23: aber es ist eben ein Ergebnis von Zeit und Zufall und eben nicht das Ergebnis von irgendjemand der da super lange drüber nachgedacht hat und es dann so gebaut hat.
00:56:31: Und abschließend sagen sie auch in einem Buch, dass wir eigentlich wenn wir auf die Ökosysteme und die evolutionäre Entwicklung unseres Planeten schauen.
00:56:42: Dass wir im Film bereichen die Festplatte der Natur löschen bevor wir sie eigentlich richtig verstanden haben.
00:56:49: Auch nochmal, wir nutzen ja Natur also siebzig Prozent aller Medikamente, die Sie in einer Apotheke finden basieren auf Rohstoffen oder auf Komponenten, aus der Natur entnimmt oder die man der Natur abgeschaut hat.
00:57:02: Und wir haben ja fast keine Pflanzen gescreen.
00:57:04: danach zum Beispiel, also wenn man sich anguckt wie viele Pflanzen es in tropischen Regenwäldern gibt da gibt's vielleicht die tollsten Lösungen gegen Demenz, gegen Ebola, gegenüber Gewicht, gegen Gedächtnisverlust was auch immer und mit jeder Art die ausstirbt verlieren wir so einen potenziellen Nutzen.
00:57:23: das stärkste Schmerzmittel was wir kennen kommt aus einer marinen Kegelschnecke tausendmal so potent wie Morpheum und Menschen werden davon nicht abhängig.
00:57:32: Und wer weiß, was sich da draußen eben noch verbirgt?
00:57:35: Ja wenn wir das vernichten ist natürlich zunächst mal blöd für die Tier- und Pflanzenarten, die verloren gehen.
00:57:40: es ist aber leider eben nicht langfristig sondern es ist kurz bis mittelfristig sehr sehr sehr negativ für uns.
00:57:48: Das heißt der Erkenntnis ist die Natur wird in jedem Fall fortbestehen auch wenn wir unter Umständen schon lange verschwunden.
00:57:55: Davon kann man ausgehen, also das Ende unseres Planeten hat ja irgendwie mit dem... Keine Ahnung.
00:57:59: Mit irgendeiner Überhitzung oder Kollaps der Sonne oder so.
00:58:02: Das kann man auch schon an ausrechnen, wann es ist.
00:58:04: Wenn wir uns so weiter benehmen dann den vielen Tier- und Pflanzenarten aber noch sehr ruhige Jahre bevor nämlich dann wenn wir uns vernichtet haben.
00:58:12: Und das Blöde sollte man vielleicht auch mal sagen Aussterben ist ja passiert ja nicht mit einem Knall.
00:58:17: Sondern als Biologin muss ich sagen dass was wir gerade sehen ist ja in gewisser Hinsicht Beginn vom Ende.
00:58:24: Also wir haben immer mehr zwischenstaatliche Konflikte, wir haben mehr Pandemie und größere Extremwetter-Ereignisse.
00:58:32: Wir Menschen leiden ja jetzt immer, immer mehr.
00:58:35: Und natürlich gibt es Menschen die mehr leiden.
00:58:38: Es gibt Menschen, die weniger leiden und zu den weniger leidend gehören Menschen wie sie oder ich, die relativ wohlhaben in der Industrienation leben.
00:58:45: Aber die Einschläge kommen eben auf jeden Fall näher.
00:58:49: Ich habe das mal in so einer Folie zusammengefasst, also wenn man sich anguckt, wir hatten eine Finanzkrise, dann hatten wir Corona, dann haben wir Ukraine Krieg, jetzt haben wir Iran-Krieg und die Leute denken immer oh, jetzt sind wir Pech gehabt.
00:59:03: aber wenn wir das hinter uns haben, dann geht es uns wieder gut!
00:59:06: Und man muss leider kapieren dass wenn wir nicht massiv anfangen umzusteuern Dann wird es nicht mehr gut, sondern dann ist das eben der Anfang einer Kette von großen Katastrophen die halt nicht mehr enden wird und die einfach nur immer schlimmer wird.
00:59:24: Das ist jetzt ein krasses Schlusssport!
00:59:27: Genau aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
00:59:29: Und?
00:59:30: Wir werden das Ganze noch vertiefen.
00:59:32: Sie sind am achtzehnten November bei uns auf dem Klimafestival auch mit einem Vortrag im anschließenden Gespräch um zehn Uhr vormittags.
00:59:42: Da freue ich mich ganz arg, wenn wir uns dort persönlich kennenlernen.
00:59:45: Genau da freu ich mich auch sehr und vielleicht damit wir nicht ganz auf so einem negativen Ton enden Wir haben noch die Möglichkeit was zu machen!
00:59:53: Wir haben die Intelligenz, wir haben die Kraft, wir das Geld aber... Wenn man nichts macht, ist das so ein bisschen wie wenn man eine Bergwanderung macht.
01:00:01: Wenn man unten am Berg steht und da steht noch vier Stunden bis zum Gipfel dann kann man sich nicht drei Stunden fünfzig Stunden hin setzen und hoffen dass man nach vier Stunden am Gipfel ist.
01:00:09: Und so ist es eben bei uns auch.
01:00:11: und machen macht ja riesen Spaß.
01:00:12: also Menschen freuen sich ja bei etwas sich zu beteiligen wo man positive Effekte erzielt.
01:00:19: und beim Schutz unserer Lebensgrundlage kann man unendlich viele positive Effektes erzielen und deswegen hoffe ich dass alle damit machen wollen.
01:00:26: Genau und dann schließe ich mit einem Slogan, den ich auch aus ihrem Buch geklaut habe.
01:00:31: All Hands On Back For Biodiversity.
01:00:33: Genau so ist es!
01:00:34: Alle machen mit!
01:00:37: Vielen Dank Dr.
01:00:38: Frau Kefischer und ihr habt es gehört wir bewegen uns mit großen Schritten auf das Klimafestival zu.
01:00:43: der Countdown läuft und ich hoffe Ihr seid alle mit dabei.
01:00:46: Termin ist der achtzinte-und neunzehnte November Das wisst ihr mittlerweile alle und das Event findet in der Station Berlin statt.
01:00:56: kommende Woche haben wir einen weiteren Protagonisten des Klimafestivals im Talk und ich muss zugeben, dass es echt noch einmal eine komplett andere Nummer.
01:01:05: Sein Name ist Jochen Wehrmuth.
01:01:06: Er ist promovierter Mathematiker- und Wirtschaftswissenschaftler und in Deutschland aber auch international ist er vor allem dafür bekannt Kapital gezielt in klimafreundliche Technologien und nachhaltige Unternehmen zu investieren.
01:01:20: Seinen Vermögen hat er in den mit der Deutschen Bank in Russland gemacht, auch wenn die ihn zunächst vergessen hatten zu bezahlen und zuvor hat er für die russische Regierung gearbeitet.
01:01:33: Er hat das Finanzministerium beraten und sogar das Angebot abgelehnt Vize-Finanzminister Russlands zu werden!
01:01:41: Wie krass ist das denn?
01:01:43: Ja und die Episode mit Jochen Wehrmuth erscheint kommende Woche und live erleben könnte ihn dann konkret am neunzehnten November morgens auf dem Klimafestival.
01:01:54: Das war die aktuelle Ausgabe des Architekturfunks.
01:01:57: Wenn euch unser Kanal gefällt, dann liket uns gerne und aktiviert die Glocke um keine Ausgaben mehr zu verpassen!
01:02:04: Ich danke euch fürs Lauschen und sage bis nächste Woche Tschüss!
Neuer Kommentar