#218 - Reißt sich Stuttgart (noch immer) selbst ab?
Shownotes
Ein Passant sagt: "Das Ding kann weg." Eine Passantin ruft aus: "Ich bin richtig traurig, das ist ein super Gebäude!" Zwei Meinungen, ein Gebäude, eine Stadt, die sich nicht einig ist – und ein Eigentümer, der längst entschieden hat.
Prof. Martina Baum, Architektin und Stadtplanerin, Amber Sayah, Redakteurin bei der "Stuttgarter Zeitung", mit Schwerpunkt Architektur und Kunst und Wilfried Dechau diskutieren, unter Moderation von Klaus Füner, live vor Publikum über das Wittwer-Gebäude in Stuttgart – 1968 erbaut, bis heute als Buchhandlung genutzt, seit einem Dreivierteljahr Zentrum einer erhitzten Debatte um Abriss und Neubau. Anlass: ein Gemeinderatsbeschluss, der Eigentümerinteressen über Bestandserhalt stellt – und eine Grünen-Fraktion, die dem eigenen Erhaltungsanspruch selbst widerspricht.
Baums These: Baukultur ist immer Ausdruck gesellschaftlicher Werte – und die Frage, mit welchen Teilen einer Stadt wir weitermachen, verlangt sorgfältige Abwägung statt bequemer Investorenentscheidungen. Ihre Beobachtung aus zahlreichen Umbaufällen: Am Ende steht fast immer dieselbe Rechnung – 25 bis 30 Prozent mehr vermietbare Fläche, mehr Rendite, weniger Bestand. Im Publikum: kontroverse Stimmen zu Denkmalschutz als zahnlosem Tiger, zur Bauteilbörse Basel als Blaupause und zur Frage, warum ein 1990 gebautes Krankenhausgebäude schon wieder abgerissen wird.
Ein Gespräch über die Aushöhlung des Denkmalschutzes durch Investoreninteressen, ein mögliches Abrissmoratorium, die fehlende Abrissgenehmigung im deutschen Baurecht und die Frage, ob eine Gesellschaft von privaten Eigentümern verlangen darf, was sie selbst für richtig hält.
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00:00:00: Warum brauche ich zum Bauen eine Baugenehmigung, aber zum Abreißen keine Abrissgenehmigungen?
00:00:06: Warum muss sich das nicht deutlich und klar.
00:00:09: Und in allen Aspekten darlegen warum es notwendig ist das Ding abzureißen oder warum es gar nicht anders mehr nutzbar wäre.
00:00:17: Warum ist das nicht erforderlich?
00:00:25: Ihr hört den Architekturfunk Episode twohundertachzehn am siebzehnten neunten zwanzig sechsundzwanzig und Vermutlich habt ihr es schon bemerkt, wir haben aktuell vom zweivöchigen Erscheinungsturnus auf einen einwöchigem Erscheinungsturnus umgestellt.
00:00:40: Am vergangenen Donnerstag ist ja die Episode twohundertsebzehn über den Wettbewerbszuschlag der Karola-Brücke in Dresden erschienen und heute habe ich euch einen Mitschnitt aus einer Veranstaltung mitgebracht, die wir kürzlich in Stuttgart aufgezeichnet haben und darin spreche ich Hochschulprofessorin Prof.
00:01:00: Dr.
00:01:01: Martina Baum sowie mit dem Architekten, Fotografen und Autor Wilfried Dächau über Gebäudeabrisse in Stuttgart im Allgemeinen und über den geplanten Abriss des Zwidwerhauses mitten in der Innenstadt von Stuttgard gegen den sich Widerstand in der Bevölkerung breit macht.
00:01:17: Ein spannendes Gespräch.
00:01:19: los geht's!
00:01:20: Ja man sagt so stuttgart ist eigentlich die Parade Stadt einer deutschen Großstadt als negativ Beispiel für Abrisse, die in der Stadt stattfinden.
00:01:31: Wir haben jetzt ein paar Projekte gesehen und wir haben auch schon ein paar gehört Schocken, Kronpinzenpalier.
00:01:36: Ich habe ein paar aufgeschrieben Schwabenzentrum Kalverpassage, Schleierhalle Sport Arena Teile des kleinen Schlossplatzes ist sehr alte Bahnhof Und viele viele namenlose Bauten noch hinzu.
00:01:47: Das muss man auch erwähnen.
00:01:48: Die Namenlosen verschwinden auch tatsächlich werden nicht gesehen und ja bald soll es eben auch das Witwa-Haus am kleinen Schlossplatz treffen.
00:01:59: Also Stuttgart wird immer wieder als Stadt beschrieben, die ihr eigenes bauliches Gedächtnis verliert.
00:02:05: und diese Wahrnehmung prägt auch vielleicht die öffentlichen damit natürlich auch die politische Debatte um das Witwa Haus.
00:02:13: also wenn man von so einer Stadt als Verlustgeschichte eigentlich spricht und man die Entwicklung Stuttgarts ab den fünftiger Jahren betrachtet erkennt man ein gewisses Muster Frau Saja Mit dem auch Abrisse legitimiert werden?
00:02:28: Ja klar, es gab immer die Behauptung das muss so sein.
00:02:33: Da gibt es leider überhaupt keine andere Möglichkeit.
00:02:36: Das hat angefangen.
00:02:38: ich weiß nicht ob es angefangen hat aber eben ein sehr prominentes Beispiel war damals das Kaufhaus Schocken von Erich Mendelssohn einen Bau der wirklich ein Riesenverlust war und auch gegen massive Proteste wirklich aus aller Welt abgerissen wurde für eine Straßenverbreiterung.
00:02:57: Also einen banalen Grund hatte diese Zerstörung und ein paar Jahre später war diese Straßenverreiterung gar nicht mehr notwendig, weil... der Verkehr dann auf anderen Wegen durch die Stadt geleitet wurde.
00:03:10: Ähnlich war es beim Kronprinzenpalais, auch da hat man nach dem Krieg gesagt das muss weg, da muss der Verkehr durch.
00:03:19: wir wollen einen innerstädtischen Ring bilden und da müssen die Autos unter den Flossplatz durchfahren um die Straßenbahn.
00:03:27: Man hat ein Riesenverkehrsbauwerk dahingesetzt Also ein Deckel drüber gebaut, namens kleiner Schlossplatz.
00:03:35: Wo auch die Architekten selbst, Kamera und Welt übrigens auch.
00:03:38: wie beim Witwer gesagt haben ist das nur so eine Art Deckel über einem Verkehrsbauwerk.
00:03:45: für die Architektur an sich hätte es das nicht gebraucht.
00:03:50: Und so kam es dann eben auf die Haupteinkaufstraße Königstraße.
00:03:56: Eine Riesentunnelmündung mündete.
00:04:00: Man ging da zu ebener Erde vorbei an riesigen Löchern und die Väter, damals hauptsächlich Väter der Stadt hatten sich vorgestellt.
00:04:11: sozusagen im ersten Stock fließt dann der Verkehr, der Fußgängerverkehr weiter.
00:04:16: Das hat nicht funktionieren.
00:04:17: Wir sind da.
00:04:18: gleich noch ein paar Bilder dazu.
00:04:19: ich wollte ganz kurz vielleicht den Herrn Dächer noch fragen Sie haben es ja so intensiv jetzt mit dem Thema Abriss beschäftigt.
00:04:27: Ist.
00:04:27: jetzt sind ja nicht nur Verkehrsinfrastrukturen dann entstanden, nachdem wertvolle Gebäude abgerissen wurden.
00:04:34: Sondern es sind auch einige viele Neubauten entstanden.
00:04:37: wie ist denn ihr Resümee?
00:04:39: Also hat das die Stadt und die Gesellschaft aufgewertet was da neu gebaut wurde.
00:04:44: also gibt's vielleicht ein Projekt wo sie sagen okay an dem Punkt an der Stelle da haben Sie einen Punkt.
00:04:50: In der Regel wird einfach alles noch anders meistens dich unbedingt besser kann.
00:04:54: besser werden muss nicht.
00:04:56: Das war für mich natürlich interessant, an diesem zweiten Teil der Ausstellung einfach zu schauen was ist anschließend gemacht worden.
00:05:02: Und da kam genau das dabei heraus.
00:05:04: einiges kann ich durchaus gerne anschauen.
00:05:06: Ich frage mich dann trotzdem warum es das, was vorher da war nicht einfach geschätzt und behalten worden und ordentlich wieder hergerichtet wurden?
00:05:14: Das hätte genauso gut getan.
00:05:16: An anderer Stelle bin ich entsetzt über dass was neu gebaut worden ist.
00:05:19: Ich habe nicht unbedingt die schlimmsten Beispiele vorhin gezeigt in den Dreien.
00:05:22: Das war so der Spannwirt.
00:05:25: Normalerweise ist für das einfach nur anders.
00:05:29: Die Versprechung der meisten Architekten natürlich auch die, wenn sie dann mal den Auftrag dafür haben, bin er neugierig auf die Begründungen des Architektens, der dann, wenn der Witber wirklich abgerissen werden wird – was ja Mutmaß wie der Pfeil sein wird -, der dann dem Auftrag kommt, etwas Neues zu bauen mit welcher Begrindung er dann sagt warum das, was er gemacht hat viel besser ist als der Witwer vorher.
00:05:51: Das ist genau das gleiche wieder.
00:05:53: also ich sehe nicht Die große Verbesserung.
00:05:56: dadurch wird einfach noch anders.
00:05:58: Ich weiß gar nicht, ob die Architekten groß gefragt sind.
00:06:01: Der Investor...
00:06:03: Die entscheiden sowieso kaum darüber.
00:06:04: Sie
00:06:04: haben es ja in Ihrem Vortrag gesagt Es geht um eine Flächen- und Gewinnmaximierung Um nichts anderes.
00:06:13: Ein Beispiel dafür ist auch das Schwabenzentrum.
00:06:18: Da entsteht so eine gesichtslose Pop-up, Neubauarchitektur die sich überall gleicht.
00:06:24: Die völlig austauschbar ist insofern das vielleicht einzelne Gebäude mag noch ganz anschaunlich sein aber diese Identitätsstiften der Architektuhr wie sie eben zum Beispiel der Witwe durch diesen kernigen Brutalismus hat Das kommt nicht nochmal.
00:06:43: mich würde auch nochmal interessieren Vielleicht Frau Baum was dass mit der Gesellschaft macht, mit der Stadtgesellschaft natürlich.
00:06:49: Mit dem Stadtbild, mit einer Identifizierung, mit dieser Stadt.
00:06:52: Ich frage Sie jetzt einfach mal als Städtebauexpertin gibt es da Untersuchungen zu?
00:06:58: Wahrscheinlich ist ja das prägnanteste Beispiel Stuttgart XXI an Stadtveränderung.
00:07:03: Also sind da jetzt bleibende Schäden also nicht nur an der Umwelt sondern auch an den Menschen geblieben.
00:07:10: oder wie kann man das messen?
00:07:13: Ja gut bei Stuttgart-Einundzwanzig haben wir das eindeutig gesehen.
00:07:16: Das hat die Diskussionskultur oder auch den Glauben in Stadtentwicklung ja wahrscheinlich noch über weitere Jahrzehnte maßgeblich beschädigt, sehen wir bis heute das große Misstrauen dass da es berechtigterweise auch da ist zwischen den unterschiedlichen Akteuren insbesondere auch mit der Zivilgesellschaft.
00:07:34: Na ja, wir haben schon über Identität gesprochen.
00:07:36: Das Bauliche ist immer der Ausdruck unserer gesellschaftlichen Ideen, Werte und Bedürfnisse – es erzählt einfach eine Geschichte!
00:07:45: Und es ist auch wichtig dass man diese Geschichte nachvollziehen kann.
00:07:49: woher kommen wie?
00:07:50: Wie haben sich unsere Werte vielleicht verändert?
00:07:53: Unsere Bedürfenisse verändert?
00:07:55: Wie betten wir uns ein in dieses beständige Werden und Vergehen?
00:07:59: Statt ist ja nie fertig.
00:08:01: Es geht ja gar nicht darum, jetzt irgendeinen Zustand einzufrieren und zu sagen den musealisieren wir jetzt aber sondern wirklich sehr gut durchdachtes und begründetes überlegen mit welchen Teilen wie weitermachen und wo wir auch Neues ergänzen.
00:08:15: es geht mir nicht um Schwarz oder Weiß Sondern wie wird diese Geschichte weiter schreiben Und wie wir uns als jetzige Generation einschreiben.
00:08:25: und ich würde da ungern mit einem schlechten Gewissen rausgehen.
00:08:29: Ich bin ja auch praktizierende Architektin und Stadtplanerin, ich möchte nicht irgendwann mal dastehen und mir überlegen müssen wow das habe ich jetzt verbrochen!
00:08:39: Das hab' ich zu dieser Stadtgeschichte beigetragen und ich glaube da müssen wir... Wir sind hier alle Fachpersonen in diesem Saal im Wesentlichen uns wirklich gut überlegen welchem Beitrag wir denn da leisten wollen Und ob wir das mit unserem Gewissen auch vereinbaren können.
00:08:56: Jetzt geht es uns ja um den WITFA-Projekt von Kammer und Bells aus dem Jahr sixzig bis siebzig.
00:09:01: seinerzeit, ich will es nur kurz mal erläutern im Auftrag der Chiro Sparkasse Stuttgart sowie des Verlagsbuchhändlers Konrad Witwer erbaut und wird auch heute noch als Buchhandlung genutzt, mittlerweile Talia und Witwa.
00:09:16: Und es gibt ein Fitnessstudio, es gibt Gastronomie also das hört man ja öfter dass dann die Gastwirtschaft vielleicht auch an dieser Stelle verschwindet mit der man einfach sehr viel gesellschaftliche Erlebnisse verbindet und natürlich gibt's auch viele Büroflächen.
00:09:30: Das Thema ist ungefähr seit einem Dreivierteljahr in der Presse.
00:09:33: Wenn ich es richtig gesehen habe, jetzt speziell auf den Wittball bezogen und Frau Seier Sie kritisieren ja den Eigentümer die Dinkelacker AG aber auch eben dem Baugebürgermeister Petzold, der jetzt leider heute nicht hier sein kann oder möchte?
00:09:48: Was genau werfen sie ihm vor?
00:09:49: Ein Mangel an Problembewusstsein ein Mangel An Verantwortungsbewusst
00:09:54: sein
00:09:55: einen Mangel am Fantasie Die Weigerung sich über diese bequeme Entscheidung, wir reißen das ab und da kommt dann was Neues hin.
00:10:05: Die Sache überlassen wir weitgehend dem Investor also die Weigerungen sich mit alternativen Konzepten Ideen überhaupt zu befassen.
00:10:16: Es gibt ja inzwischen wirklich so viele gute Beispiele Und es gibt so viele Architekten wie das Können zumal in dieser Architekt statt Stuttgart Sodass ich es einfach nicht begreife, wie diese Prima und Ultima Ratio Abris in Stuttgart immer die Entscheidungen bestimmt.
00:10:39: Ich musste vielleicht an einer Stelle korrigieren – die Grünen waren ja erst... für den Abriss?
00:10:45: Nachdem es jetzt Proteste gegeben
00:10:47: hat.
00:10:47: Und auch die Frau Moch, die hat so ein ganz tolles, ich glaube sie hat mich darauf hingewiesen Instagram Video auch noch veröffentlicht und am Witz war erklärt warum der Abriss gut und wichtig ist Antrag, der eingereicht wurde von den Grünen.
00:11:04: Der darauf abzielt dass jetzt vielleicht doch überlegt werden sollte ob nur ein Teilabriss möglich ist ob Bauteilebieder verwendet werden dürfen und so weiter.
00:11:15: also was mich natürlich als nicht Baden-Württemberger total irritiert aber wir haben es ja vielleicht auch bei der letzten Landtagswahl gesehen ich weiß es nicht ist einfach das die Grünen in Baden Württemberg komplett anders ticken und das man eigentlich sagen würde als Sohn Umweltpolitisches Thema, das Wesen der Grünen eigentlich auch widerspiegelt.
00:11:36: wird hier außenstand quasi übergangen.
00:11:41: Das findet gar nicht statt und das finde ich eigentlich das Frappierende.
00:11:45: also wie bewerten Sie das?
00:11:47: Also ist es ein Zustand mit dem sie schon einfach seit Jahren leben oder
00:11:51: ich bin da so ein Stück weit
00:11:52: vom Glauben abgefallen.
00:11:53: ehrlich gesagt
00:11:55: Ja, ich würde sagen damit leben wir seit Jahren und ich kann leider die Charakterzuschreibungen für Herrn Petzold da wirklich auch nur unterstützen.
00:12:04: Ich habe da auch ein Riesenproblem mit.
00:12:06: Jetzt explodieren.
00:12:07: zumindest Teilerhalt ist ja auch noch keine zufriedenstellende Lösung.
00:12:13: aber ich möchte jetzt da auf den Gemeinderat vielleicht... Die Frage ist, kann man in den Schutz nehmen?
00:12:18: Das ist natürlich das Organ, was darüber abgestimmt hat.
00:12:20: Ich habe jetzt doch noch ein paar Gespräche gesucht und da wurde immer erklärt im Nachhinein und jetzt auch mit dem ganzen Protest aus der Fachwelt heraus fühlen viele sich doch überrumpelt!
00:12:32: oder sie waren überrumpelt in der Situation.
00:12:34: Es wurde so vorgetragen, als wäre das mal wieder alternativlos.
00:12:38: Als gäbe es nur diese Möglichkeit, es wär wirtschaftlich nicht und betriebswirtschaftlich auch nicht anders darstellbar.
00:12:45: Es würde vom Baubürgermeister auch genauso vorgestellt, obwohl es andere Erkenntnisse auch von Amtszeiten gab zur Einschätzung dieses Gebäudes.
00:12:54: Und da muss man schon noch einmal über die Diskurskultur im Gemeinderat sprechen und im Umgang miteinander.
00:13:02: Man kann trotzdem, finde ich dem Gemeinderat den Vorwurf machen, dass er sich so überfahren lässt.
00:13:07: Wenn man mit einem wirklich bedeutenden und schwerwiegenden Antrag kommt und sagt das müsst ihr jetzt auf der Stelle abstimmen würde ich mich erst mal weigern und sagen das muss ich prüfen bevor ich irgendetwas entscheide.
00:13:21: Und bei den Grünen müssten eigentlich alle Alarmblocken angehen.
00:13:25: Ich gebe ihnen zwar recht die Grünen in Baden-Württemberg sind ein bisschen anders vielleicht als anderswo, aber das ist ihre DNA.
00:13:35: Also selbst wenn es ihnen nicht um die Architektur geht der Umwelt schaden die Unmengen von CO-Zwei bei dem Abriss eines Gebäudes in die Luft geblasen werden und dann nochmal beim Neubau da müssten denen doch die Haare zu Berge stehen.
00:13:50: und dann also Entschuldigung ich muss mich ein bisschen an mich halten Aber dann kommt so ein ahnungsloses Mitglied des Gemeinderats Und mit einer Naivität, die wirklich polizial nicht verboten werden sollte.
00:14:04: Spricht sie davon dass das ja auch eine Chance ist und die Treppe neben dem Kunstmuseum verbreitet
00:14:10: werden
00:14:12: kann?
00:14:13: Was aber bei dem Thema aufkommt, also vielleicht ist es jetzt genau das was Sie sagen wollen, ist da die Frage wer hat eigentlich die Deutung so halt, wer hat die Macht?
00:14:23: auch politischen, rechtlichen vielleicht auch gesellschaftlichen Hebel gibt es eigentlich.
00:14:29: und vielleicht nur um das einmal auch zu zeigen oder zu sagen ist natürlich auch dass Stuttgart in den letzten achtzig Jahren eine sehr spezielle Entwicklung genommen hat.
00:14:42: Aus den fünftiger Jahren quasi direkt nach dem Krieg natürlich totale Zerstörung.
00:14:48: Dann haben wir jetzt hier die Sechzigerjahre, wo eben die Hauptachse quasi zur Verkehrsachse gemacht wurde.
00:14:55: Dann jetzt hier Anfang der Siebziger-Jahre da war der Witwer schon da.
00:14:59: Jetzt links im Bild
00:15:00: mit
00:15:00: dieser Tunnelsituation auch sehr schön bei Nacht Anfang der neunziger Jahre dann eben diese Freitreppe, die Untertunnelung der Straße und die Freitrepel, die dort errichtet wurde.
00:15:13: Und dann Anfang der zweitausender im Prinzip der Abriss wieder dieser Anlage zugunsten des Kunsthauses was jetzt eben an dieser Stelle steht.
00:15:23: Wer hat die Deutungshoheit?
00:15:29: Privateigentum über dem Gemeinschaftsinteresse gegenüber dem Bürgerinteresse?
00:15:34: Das sagen Sie jetzt so, als wenn es ein Grundgesetz wäre.
00:15:37: Im Grundgesetz steht tatsächlich Eigentum verpflichtet.
00:15:41: Genau.
00:15:41: Entschuldigung!
00:15:42: Deshalb das heißt nicht ich darf mit einem Eigentums machen was ich denn will.
00:15:47: Ich frage mich etwas ganz anderes noch.
00:15:49: Wenn ist denn das gäbe die solche Probleme innerhalb von Gemeinderatssitzungen und sonstwas ganz anders vorstellen könnte.
00:15:57: Warum brauche ich zum Bauen eine Baugenehmigung, aber zum abreißen keine Abriss Genehmigung?
00:16:03: Warum muss sich das nicht deutlich und klar und in allen Aspekten darlegen warum es notwendig ist das Ding abzureißen oder warum es gar nicht anders mehr nutzbar wäre?
00:16:14: Warum ist das nicht erforderlich?
00:16:16: Und zum Schluss könnte ein Gemeinderat dann sagen, ne was du mir da erzählst über Asbest und Brandschutz.
00:16:22: Es gibt ja tausend Gründe die man vorführen kann.
00:16:25: Was du mir alles erzählt, finden wir nicht so wesentlich.
00:16:29: Wir finden es viel wichtiger dass dort an der Stelle ein Identitätsobjekt erhalten bleibt.
00:16:33: Das ist eines der bedeutenden Bauwerke in Stuttgart.
00:16:36: aus diesem Brotalismus, warum gibt es diese Möglichkeit nicht?
00:16:40: Denn das nimmt natürlich so einem Gemeinderat tatsächlich auch die Möglichkeit.
00:16:43: Das nimmt auch dem Denkmalschutz die Möglichkeit überhaupt
00:16:46: einzugreifen.".
00:16:47: Das ist ja genau der Punkt.
00:16:49: also das ist ja auch ein Thema wo man sagt naja wenn ich mein Privateigentum im Prinzip selbst verwalten kann damit machen kann was ich will kann ich's im Zweifelsfall abreißen, an gleicher Stelle neu bauen und das Einzige was das aushebeln könnte nach deutschem Recht wäre der Denkmalschutz.
00:17:07: Auch das wurde ja beim Mitfall versucht und dann...
00:17:11: Das nützt ja gar nichts!
00:17:12: Das Innenministerium war stand auch eine Denkmarschutz die Schale in Berlin, die Stand auch unter Denkmalschutz, das nütze gar nichts.
00:17:19: Wenn es da irgendein wesentliches Investoreninteresse gibt, wird damit jeglicher Denkmachschutz ausgehebelt.
00:17:27: Ich habe einen guten Freund, der leider verstorben ist.
00:17:29: Er war nach der Wende in Dresden, ein DDR-Bürger in Dressen, Leiter des Denkmalschutzamtes und er hat dann von seinem Oberbürgermeister irgendwann gesagt gekriegt hören Sie, Herr Dr.
00:17:42: Krüger?
00:17:43: Das Kapital ist leicht flüchtig wenn sie verstehen was ich damit meine.
00:17:47: also auf gut Deutsch jetzt lasst doch mal endlich deinen Kampf für dieses blöde Gebäude weg.
00:17:52: das interessiert niemanden.
00:17:54: uns interessiert dass ein Investor kommt und dort etwas neues hinbaut.
00:17:57: ja und es kommt auch nicht von ungefähr des Denkmachschutzbehörden in der Regel oder sehr häufig in die Obhut der Finanzbehördien reingesteckt werden.
00:18:07: Das ist eine komische Abhängigkeit.
00:18:09: Ja, das Baurecht hat die Kommune.
00:18:11: Am Ende kann sie auch entscheiden dieses Baurechts zu gewähren oder nicht und in dem Fall des Witwer-Gebäudes gibt es sogar eine Erhaltungssatzung mit.
00:18:21: Also jegliches Gebäude innerhalb dieser Erhaltungssatzung müsste sowieso der Abriss genehmigt werden.
00:18:28: diese Genehmigung am Ende stimmt wieder Gemeinderat ab.
00:18:32: Und jetzt kommt natürlich das, was Sie sagen.
00:18:34: Was wird dann gewichtet?
00:18:36: Wie wird dieser Abwägungsprozess geführt oder auch nicht?
00:18:38: welche Kriterien zählen mehr?
00:18:41: Aber die Möglichkeit, dass zu verhindern liegt voll umfänglich in diesem Fall sowieso beim Gemeinderat
00:18:48: und ich würde noch erweitert sagen die Deutungsohre hat.
00:18:52: wie selbstverständlich bei der Politik sprich beim Parlament dem Gemeinderats aber auch bei der Gesellschaft bauchkulturell haben wir die Öffentlichkeit ein Anspruch darauf, mitzusprechen.
00:19:06: Auch wenn der Haus- und Grundbesitzerverein meint, nee wir brauchen hier keine Zwischenrufe vom Spielfeldrand das ist allein Sache des
00:19:14: Eigens.
00:19:15: Die wollten auch nicht kommen.
00:19:17: Wundert mich nicht!
00:19:18: Das ist insofern wirklich öffentliches Interesse.
00:19:23: Das ist unser Lebensraum.
00:19:27: eine Stadt, die sich ständig zum Anwalt von Investoren Interessen macht, glaube ich verrät zum Teil auch ihre...
00:19:36: Bürger.
00:19:37: Und weil es um öffentliches Interesse geht, vielleicht kurz an dieser Stelle und es uns leider nicht gedungen ist auch Gegenpositionen hier in das Panel auf die Bühne heute zu bekommen war ich heute Morgen in der Innenstadt und habe beim Witwer einfach mal ein Passantinnen und Passanten gefragt mit dem Gedanken naja das findet wahrscheinlich jeder hässlich.
00:19:58: da wird vermutlich jeder sagen das Ding kann weg erstmal so ausm Bauchhaus aber gucken Sie mal was da Passiert ist.
00:20:06: Guten Morgen!
00:20:07: Darf ich Sie kurz was fragen?
00:20:09: Das Witwa-Haus hier hinter Insel abgerissen werden, wie finden sie das?
00:20:15: Wenn es sein muss... Ist für Sie in Ordnung?
00:20:17: Ja.
00:20:18: Herr Ressich.
00:20:19: Warum?
00:20:20: Weil das noch ein super Gebäude ist und warum so eine Verschwendung?
00:20:24: Das heißt, Stuttgart hat dort verschuldet mit sieben hundertdachzig Millionen und dann sowas.
00:20:30: Also da versteht keiner mehr die Welt.
00:20:32: Ist ja frühe, wenn man denkt, das war in den Kosteln halt vermutlich, aber wird ja heute auch vieles abgebrochen, was nicht so alt ist.
00:20:40: Ich finde, wenn es noch einigermaßen in Ordnung ist, sollte man es nicht abreißen.
00:20:43: Ich find's positiv und negativ von beiden Seiten.
00:20:46: Warum?
00:20:47: Soll auch irgendwann mal was Neues hin.
00:20:50: Die Stadt kriegt neues Gesicht, warum nicht?
00:20:53: Ich finde das sollte uns stehen bleiben weil die Barsubstanz noch sehr sehr tragkräftig ist und sehr sehr
00:20:59: solide
00:21:01: ist.
00:21:02: Was glauben Sie denn, warum der Eigentümer das abreißen möchte?
00:21:05: Vermutlich bekommen wir mit mehr Vermietung mehr Geld.
00:21:08: Es ist wahrscheinlich profitabler etwas Neues zu bauen und ich weiß nicht was auf Vorrat Wohnungen hier in der Innenstadt
00:21:15: für
00:21:16: Weniger wahrscheinlich, aber Geschäftsfäume die vielleicht ein bisschen mehr Miete bringen.
00:21:21: Ja gut, Ihnen mein Darf will halt
00:21:23: das sprechen besser von Meten deine
00:21:25: Ich denke eher technische Menge, weil es nicht so alt ist
00:21:29: Weil das nächste Haus wahrscheinlich innen drin besser und toller sein wird.
00:21:33: Wie sieht der Nass dann aus wenn du das dann abreißst?
00:21:36: Also ich meine dass ist auf keinem Ruhgefühl.
00:21:42: Das vernünftig mal erklären, warum die das machen wollen.
00:21:45: Weil ich das großartig überbauen bin.
00:21:47: Moderna!
00:21:48: Was das für ein Aufwand ist?
00:21:50: Wenn das abgerissen wird... Ja.
00:21:51: ...um wenn das Gebäude stehen wäre und dann das hier einfach zuzugehört.
00:21:55: Die
00:21:55: Neuboden sind alle
00:21:56: schrecklich.
00:21:57: Wir sind
00:21:57: stiellos
00:21:58: und haben keinen
00:21:58: Stil.
00:21:59: Das soll ja abgerissene werden.
00:22:00: Nicht
00:22:01: abgerissant.
00:22:01: Ich weiß aus sicheren Informationen, dass es nicht abgerißen wird.
00:22:05: Woher
00:22:05: wissen Sie
00:22:06: das?!
00:22:06: Tschüss.
00:22:07: Da weiß eine mehr als wir.
00:22:09: Ich glaube's nicht.
00:22:10: Es wird mich abgerossen Das ist doch alles gut.
00:22:14: Also ich bin der Name noch hinterher gerannt, ich hatte keine Chance die wollte mir nicht ihre Quelle verraten.
00:22:21: also Wir haben uns umsonst jetzt hier heute getroffen.
00:22:25: Der Witzer bleibt erhalten.
00:22:27: Ist doch alles Gut!
00:22:29: Schön wär's?
00:22:31: Noch mal kurz zurück zu dem was ich ja vorhin auch gezeigt hatte diese Umwandlungen also mein Prinzip zu schauen.
00:22:38: was wird anschließend gemacht?
00:22:40: Was ich dabei in der Regel habe feststellen können, ist... Es wird auf alle Fälle noch so ein bisschen eingeschossen, auch dazu geschummelt.
00:22:47: Es wird ein bisschen mehr Tiefe und damit man insgesamt wenigstens twenty-fünfzigdreißig Prozent mehr vermiedbare Fläche bekommen.
00:22:55: Das ist der Tenor bei allen Umwandlungen gewesen.
00:22:58: Punkt!
00:22:59: Also es gab so kurze...
00:23:00: Das war eine Geldinteresse?
00:23:01: Es gab vor kurzem einen Artikel in der Kontextzeitung von meinem Kollegen Dietrich Heißenbüttel.
00:23:08: da ging's um das Schwabenzentrum.
00:23:09: Der hat recherchiert die Gewinn durch Abriss und Neubau, glaube ich, sechstausend Quadratmeter mehr, wenn ich es richtig im Kopf habe.
00:23:18: Und die Miete steigt um zweihundertundzwanzig Prozent.
00:23:22: Wobei ich zugeben
00:23:23: muss... Das ist
00:23:24: die Antwort!
00:23:24: ...dass ich aber das ist vielleicht dann zu emotional, dass das Gebäude vom Kilper Ich trauere dem nicht wirklich nach.
00:23:33: Das geht um Schönheit,
00:23:35: es geht auch um Erhaltung von Substanz, was Sie vorhin gesagt haben diese Unmengen von Bauschutt und CO²-graue Energie.
00:23:45: darum geht das auch.
00:23:47: ich habe heute gelesen zufällig in der süddeutschen Zeitung in München Da erst ein Abrissbeschluss vorlag, soll das Arabella Hochhaus jetzt doch erhalten werden.
00:23:59: Ein Riesengebäude viel größer noch als der Witwe, ein Vielfaches wirklich an Volumen und in einem wesentlich schlechteren Bauzustand also da gibt es inzwischen Leerstände ist bröckelt an allen Ecken und Enden.
00:24:13: Die haben jetzt beschlossen, es wird erhalten.
00:24:16: Es gibt ein fantastisches Konzept von Andreas Hilt dem Architekten der auch auf solche Sanierungen spezialisiert ist.
00:24:23: Es wird erweitert die Scheibe bekommt auch so eine Art Feng Shui Fenster damit das nicht mehr so massiv aussieht.
00:24:31: also es gibt wirklich wenn man ein bisschen Hirn und Expertise einsetzt immer die bessere Lösung für den Erhalt
00:24:42: Beim Arabella-Hochhaus, da musst du dich immer sofort an L'Accateur Vassal denken.
00:24:46: Natürlich!
00:24:46: Diese Wohnschreife, die so auf ganz hervorragende Weise sein wird wurde.
00:24:50: Worauf ich aber noch mal hinaus möchte ist wirklich das Abrissmoratorium.
00:24:54: Wenn wir jetzt sehen... Also die Bürgerstimme hat eigentlich kein Gewicht.
00:24:58: Die Politik, die Gemeinderäte versagen lassen sich vielleicht auch ein Stück weit beeinflussen manipulieren und so weiter.
00:25:06: also da hilft es nicht.
00:25:09: ist ja eigentlich schon voll auf das Thema Kreislaufwirtschaft eingestiegen.
00:25:13: Ja, vielleicht jetzt die aktuelle Regierung nicht mehr so in dem Maße wie die vorhergehende Regierung aber im Prinzip gibt es ja auch EU-weite Ziele Klimaneutralität und so weiter bis zu zwei fünf vierzig als.
00:25:26: es nutzt alles nichts.
00:25:27: wenn selbst der Denkmalschutz ausgehebelt werden kann dann wäre für mich ja sowas wie ein Abrismoratorium der entscheidende Hebel, also auch was Sie vorhin gesagt haben.
00:25:40: Eine CO-Zweihabgabe für Abriss beispielsweise.
00:25:44: Also wenn das was kosten würde dann würde wahrscheinlich die Situation eine komplett andere sein.
00:25:51: Warum kommen wir mit dem Abriss Moratorium nicht weiter?
00:25:53: Was ist seit Zweiundzwanzig passiert
00:25:56: oder
00:25:56: eben nichts passiert.
00:25:57: Es ist relativ wenig passiert, es gab auch tatsächlich keine Antwort aus dem Bauministerium.
00:26:02: aber das Abrissmoratorium wollte erstmal den Scheinwerfer auf dieses Problem richten und es war natürlich auch sehr markant formuliert.
00:26:12: jetzt wieder alles einzufrieren und muss realisierten Zustand herzustellen.
00:26:16: Und keine Entwicklung mehr zu verlassen, sondern zu sagen wir brauchen ein sehr sorgfältiges Abwägen.
00:26:22: Wir brauchen eine Genehmigung für den Abriss
00:26:25: mit Mindestens
00:26:26: das obwohl oft es ja auch nicht wirkt wie aktuell beim Witwer.
00:26:30: da haben wir ja so ne Situation man müsste denn Abriss wie gerade schon gesagt genehmigen.
00:26:34: also zunächst mal diese Schwelle einzubauen und zu sagen Dann natürlich auch, und es wird ja wahrscheinlich auch so kommen jetzt mit den neuen EU-Richtlinien.
00:26:44: Wenn das Geld kostet die CO²-Bepreisung sich verändert werden sich verschiedene Entwickler ganz schön umschauen und das anders auch nochmal betrachten.
00:26:53: Das muss natürlich auch mit da rein.
00:26:55: Die Initiative war in erster Linie zu sagen wir müssen darüber reden Wir müssen ein anderes Verständnis entwickeln Und dann natürlich nicht nur dieses Verständnissen haben sondern auch danach handeln.
00:27:06: Und das ist ja genau das Problem, dass selbst wenn es den Spielraum ja gibt im politischen auch Entscheidungen die unbequem sind.
00:27:14: Auch heute schon zu treffen und das nicht gezogen wird diese Karte dieser Spielraum nicht genutzt wird dann würde auch so ein Abriss Moratorium nicht helfen.
00:27:22: Das ist ja genauso die Schizophrenie.
00:27:24: wir wissen es ja Wir wissen es besser Und die neuesten Zahlen über steigende Temperaturen, gerade auch in unseren Regionen sind gerade erst veröffentlicht worden.
00:27:35: Aber wir handeln nicht danach!
00:27:37: Es ist wirklich viel zufrieden.
00:27:38: Da fällt mir gar nicht mehr viel ein was ich dazu noch sagen könnte.
00:27:41: um jetzt irgendwie nochmal dazu herumzureisen Ich würde Ihnen vielleicht einfach mal so allen zusammen eine Frage stellen und zwar auf eine Gesellschaft von der Privatwirtschaft privaten Gebäudeigentümer verlangen, dass ein Gebäud aus Gründen des Klimaschutzes oder der Baukultur erhalten werden muss.
00:28:01: Ja!
00:28:02: Okay wir machen mal weiter.
00:28:03: Sie können auch gleichzeitig hier antworten.
00:28:06: Brauchen wir eine neue Bestands- und Umbaukultur?
00:28:10: Also das ist jetzt keine Parteigrundung mit dem Falsche.
00:28:15: Sollte Abriss zukünftig stärker begründet werden oder vielleicht genehmigungs- nicht fähig erforderlich sein?
00:28:23: Haben
00:28:24: wir schon geklärt.
00:28:24: Ist klar,
00:28:25: brauchen wir eine Art Abrissfolgenabschätzung also dass auch jemand der abreißen möchte erstmal nachbelegen muss was er damit anrichtet.
00:28:37: umwelttechnisch
00:28:38: Ja und auch kulturell und ästhetisch.
00:28:40: Sollten Nutzungsänderungen, auch das finde ich wichtig.
00:28:43: Sollte Nutzungssänderungen ohne obligatorischen Neubau-Standards möglich sein?
00:28:49: Ja, natürlich!
00:28:50: Also das ist eigentlich auch... Ich glaube auf die Musterbauordnung eben verlangt Orde, dass Nutzingsänderungen im Gebäudebestand quasi bauzeitlich Erfolgt und nicht auf Neubaustandard als im Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes bewertet
00:29:06: wird.
00:29:06: Ein Beispiel, was ich erlebt habe war auch das wir schupfen von den Augen viel in der Eifel.
00:29:11: in einem kleinen Ort wo früher mal viele Leute wahrscheinlich Urlaub gemacht haben stand ein wundernhübsches kleines fünftiger Jahre Hotel und das Problem fängt dann an wenn es geerbt wird.
00:29:23: Das heißt, der Erde dieses Hotels das den fünftiger Jahre Standards entspricht dem sind die Hände gebunden.
00:29:29: Der müsste irrsinnig viel Geld investieren wenn er das wirklich annimmt das Erbe und es weiterführt als Hotel.
00:29:35: Der sagt ihr könnt mich mal ich lasse es einfach zu ist zahlt sich für mich nicht aus Punkt
00:29:41: oder es wird verkauft und dann abgerissen.
00:29:44: Also ich glaube wir verkennen immer wieder.
00:29:46: Wir reden ja über unser Habitat als Menschen.
00:29:49: Also es ist ja eigentlich verrückt, was wir machen.
00:29:51: Wenn wir das nur rein immer aus einer wirtschaftlich ökonomischen Perspektive betrachten und uns da auch aus der Perspektiven vorschreiben lassen wie unser Habitat aussieht... wenn man das jetzt mal rein in der gesamten Natur betrachtet!
00:30:05: Ist das völlig verrückt?
00:30:06: Ich höre gerade von der Regie dass wir eine Frage haben.
00:30:09: Wunderbar Sie haben uns gerettet, wenn sie dich vielleicht kurz vorstellen.
00:30:12: Mein Name ist Sven Sikert.
00:30:13: ich bin Architekt auf dem Land draußen bei Feindenens habe hier
00:30:18: S.I.,
00:30:18: auch ein Studierungsstädtebau.
00:30:20: tatsächlich, als wir studiert haben da ging das so mit Stuttgart-Einundzwanzig gerade los.
00:30:26: Wir hatten natürlich die besten Ideen.
00:30:27: als Studenten ist er klar und ich möchte eigentlich der Diskussion nur noch einmal den Fokus ein bisschen aufmachen.
00:30:35: zum einen sehe ich die Identität der Stadt noch nicht genug vielleicht ins Feld geführt d.h.
00:30:41: der Genius Loki vielleicht von Stuttgard und dazu möchte ich eigentlich noch ergänzen dass wir im Grunde alle in einem Netzwerk leben und das wir uns mit dem Netzwerk identifizieren.
00:30:55: Dieses Netzwerk hat wiederum allerdings auch ziemlich viele Einflüsse, die von außen kommen.
00:31:01: Und so ist zum Beispiel denke ich mal, dass diese Abprobthematik vielleicht So was ähnliches ist wie eine Art Aufbruchstimmung, die man herbeiführen möchte.
00:31:11: Das sehe ich auf dem Land genauso wie in der Stadt, dass man wie nach einer Nachkriegszeit oder sowas auch Abbruch und Neubau als ein Arzt positiv Impuls impliziert in das Ganze.
00:31:23: Das sind so die zwei Themen, die ich noch ... Auf jeden Fall ein interessanter Aspekt!
00:31:29: Auf den Genios Loki sind wir nicht so tief eingegangen.
00:31:32: Ich möchte Sie da nochmal etwas zu ergänzen, Frau Seier?
00:31:36: Ich hätte diesen Zusammenhang von Abriss, Neubau ist auch gleichzeitig ein Aufbruch auf zu neuen Ufern.
00:31:44: Lassen wir das alte hinter uns hatte seine Berechtigung glaube ich bis zu dem Zeitpunkt als wir erkannt haben es gibt eine Klimakrise.
00:31:55: seitdem haben sich die Parameter geändert.
00:31:58: dass was sagen vierzig, fünfzig Jahren oder vielleicht auch dreißig Jahre noch als Fortschritt und Aufbruch gegolten hat ist heute nicht mehr das gleiche.
00:32:08: Ich weiß nicht ob Sie das anders sehen aber wir müssen das wirklich neu bewerten.
00:32:13: ich denke der Fortsschritt ist heute die Erhaltung
00:32:16: des Bewahrens.
00:32:19: Das reparieren weiter nutzen meinetwegen auch erweitern Aber auf jeden Fall mit dem Bestand arbeiten.
00:32:26: gibt eine weitere Frage oder ein Statement?
00:32:29: Guten Tag, mein Name ist Hamid Sahih.
00:32:31: Ich bin nach wie vor auch im Stuttgart Architekt in Stuttgard selber und auch in der Umgebung Und ich möchte mal folgenden Gedanken formulieren Die Entfaltung des CO-Zwei halte ich ein für relativ schwaches Argument in meiner Gesellschaft die eigentlich ohne großen Widerstand auch akzeptiert das Achtzig Gastkraftwerke in der Bundesrepublik gebaut werden sollen und Straßen und sonstiges.
00:32:58: Ich finde es doch noch wichtiger, dass wir vielleicht auch Nutzungsoptionen für das Gebäude vorstellen sollten und auch noch uns beziehen sollten auf positive Beispiele die wir in Stuttgart ja schon hatten.
00:33:09: ich denke da zum Beispiel ans Bodenviertel.
00:33:12: Da sollte mal glaube ich ein technisches Rathaus hin an das Bosch Areal.
00:33:15: da sollte glaube ich der Investor Teile hat dann Gott sei Dank weiter gemacht.
00:33:20: Und dann gab's trotzdem noch eine Initiative die für den Erhalt der dortigen Gebäuden sich eingesetzt hat und auch zum Erfolg geführt hat.
00:33:27: Es gibt die Calva Passage mit dem Erhalt der Gebäude entlang der Calva Straße, was gibt es noch?
00:33:32: Also das Hotel Silbern ja.
00:33:35: Das ist aufgrund einer Initiative erhalten wollen.
00:33:38: leider Gottes ist die Umgebung davon mit der Scheuslichkeit, die dort jetzt des Tutorotelquartiers ziemlich verwässert worden.
00:33:46: aber diese Hintergründe oder die Anlässe oder die Gründe, die dazu geführt haben, dass diese Objekte und Quartiere erhalten wurden.
00:33:55: Die sollte man ja auch noch mal näher beleuchten und zusammen mit Oktionsalternativen für das Witwergebäude argumentativ einbringen und einen Gesamtkonzept vorweisen und sich damit für den Erhalt des Witwergebäudes einsetzen.
00:34:11: Vielen Dank!
00:34:12: Für den Beitrag finde ich auch ein ganz wichtiger Hinweis.
00:34:16: Ich glaube, das ist ja auch total wichtig.
00:34:18: was braucht den Stuttgart an dieser Stelle in der Stadt?
00:34:21: Ein weiteres mischgenutztes Standardgebäude?
00:34:25: also es ist so eine besondere Stelle und ohne von diesem Abriss gewusst zu haben, zu dem Zeitpunkt auch schon so der Erkenntnis gekommen.
00:34:34: Das ist so eine besondere Stelle.
00:34:36: da müsste die Stadt sich zeigen zum Beispiel die Universitäten, die Hochschulen Bildung lebenslanges Lernen was mit einer öffentlichen Relevanz das müsste an dieser
00:34:46: Stelle rein oder aus der Kultur und der Haus der Kulturen
00:34:49: in Kombination gerne zusammen.
00:34:50: Oberbürgermeister
00:34:51: seit langem plant und irgendwie auch immer nicht vom Fleck kommt.
00:34:54: Das wäre ein idealer Start.
00:34:56: Genau
00:34:57: genau
00:34:58: Und man könnte das wahrscheinlich auch so wie das Gebäude jetzt gut dafür nutzen.
00:35:03: So, jetzt kommen wir langsam in Fahrt.
00:35:04: Es gibt eine weitere Wortmeldung?
00:35:06: Mein Name ist Matthias Knöller und ich bin auch Etektion Stuttgart.
00:35:10: Ich wollte den Fokus jetzt immer ja beim Witwa-Gebäude gerade.
00:35:13: Ich hatte gerade die schöne Möglichkeit Anfang des Jahres mit einer der Firmen, die sich um so Abrissdinge kümmern.
00:35:19: Oben im Bosch Krankenhaus Areal wird gerade ein Krankenhaus abgerissen.
00:35:24: Das geht an der Öffentlichkeit, glaube ich komplett vorbei.
00:35:26: Das ist also ein Flügel vom Bosch-Areal.
00:35:28: Wir haben da Material rausgenommen.
00:35:31: Ich hätte ihm gerne am liebsten das ganze Haus mitgenommen was da vorhanden ist.
00:35:35: Ein neunziger Jahre Bau.
00:35:37: Ich habe immer gesagt wenn nicht krank wäre würde ich gern da oben liegen in diesem Gebäude.
00:35:41: Das wird jetzt für einen Neubau abgerissen, neues Zentrum.
00:35:45: aber das Gebäudeselbst war eigentlich gebaut für eine Aufstockung und eine Weiterung.
00:35:51: Gibt es auch einen großen Betonpunkt drunter, wo die ganze Technische reinkommt?
00:35:55: Ich wollte das nur auch mal erwähnen.
00:35:57: Weil der Witwer ist jetzt so ein Schlagwort in der Stadt.
00:35:59: was passiert in der Stad.
00:36:01: Aber dieses Krankenhausflügel da oben, dass ein Gebäude aus den Neunzigerjahren ist ganz hervorragende Architektur muss ich sagen mit der Möglichkeit, was ich erfahren habe da der Aufstockung des weiteren Ausbaus.
00:36:13: Ich hab keine weiteren Details warum es abgerissen wird.
00:36:15: Ich habe noch den Abriss mitbekommen.
00:36:17: Wie gesagt, wir haben da einige Teile ausgebaut.
00:36:20: Wir haben nicht alles bekommen weil dann noch eine Sprengübung von der Polizei stattgeführt hat.
00:36:23: Das hat dazu geführt dass viele der schönen Tören am Ende durchgesprengt und aufgesprängt waren.
00:36:29: also auch dieses Prinzip tatsächlich wenn man abreißt diese Bauteile was ja da so ein bisschen anklang das gibt es natürlich auch nur rudimentär bis jetzt weil es da überhaupt keine Kultur dafür gibt wenn wir dann schon abreißen ob er wirklich hochwertige Bauteile aus so einem Gebäude tatsächlich, wie in Basen oder so rausnehmen können.
00:36:47: Und ich finde eben jetzt haben wir die Diskussion für den Witwerbau.
00:36:51: aber so ein Gebäudee da oben was auch von der Stiftung ja letztendlich da oben glaube ich realisiert wird ist ja auch ein Teil der Stuttgarter Geschichte und ich fand das auf.
00:36:59: also mit allen die ich da drin war Wir waren einfach nur brutal schockiert dass dieses Gebäudes abfrissen wird.
00:37:06: Das ist genau das, was ich ja eingangs sagte.
00:37:08: Dass es einfach zahllose namenlose Gebäude gibt die einfach verschwinden von der Bildfläche und die natürlich nicht so im Stadtzentrum oder im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehen.
00:37:19: Was mich am meisten dabei schockiert, ist die Frage wie kann es eigentlich angehen?
00:37:24: Das ist finanziell unter dem Strich offenbar.
00:37:27: sich rentiert ein Gebäudet das nineteen Hundert neunzig gebaut worden ist jetzt abzureißen.
00:37:32: Das kann nicht wahr sein.
00:37:33: dasselbe Den selben Schock hatte ich bei dem ENBW-Komplex, wo eines der Gebäude wirklich nachhaltig gebaut ist.
00:37:40: Achtzehn Jahre alt ist!
00:37:42: So was darf man nicht wegwerfen?
00:37:44: Das hätte weitere achtzig Jahre... achtzig!
00:37:46: Nicht nur achtzehn Jahren durchgehalten.
00:37:49: Ich begreife das nicht.
00:37:51: Zum Teilbörse in Basel möchte ich ein paar Dinge erzählen.
00:37:55: Es gibt dort mehrere Grundsätze wie das Ding geführt wird.
00:37:58: Im Grunde genommen ist es wie so eine Art
00:38:01: Kaufhaus
00:38:02: für gebrauchte Dinge, die am Bau verwendet werden können.
00:38:06: Zum Beispiel Türdrücker oder was auch immer.
00:38:08: alle möglichen Dinger, die an Bau mal ausgebaut werden können.
00:38:11: Türen.
00:38:11: alles Mögliche ist zugleich eine soziale Einrichtung.
00:38:14: das heißt erstens Alles was dorthin kommt wird nicht bezahlt durch die Bausteilwörse.
00:38:20: Das heisst es sind Dinge Die von Abrissen kommen und dann bestenfalls Durch die Bauteilbörse geholt Werden.
00:38:27: Der soziale Aspekt ist der, dass es nur zwei oder drei Leute gibt, die dort fest angestellt sind.
00:38:33: Die restlichen Leute sind Leute, die am Arbeitsmarkt nicht zurechtkommen, das heißt auf Deutsch arbeitslos sind, denen man dort die Chance gibt quasi auch neuen Beruf zu erlernen.
00:38:44: solche Teile.
00:38:46: Weißt du was ich?
00:38:47: Die alten Türdrücke, alte Türen, alte Fenster wieder gangbar zu machen sie zum Funktionieren zu bringen damit die Dinge dann dann zu einem bestimmten, irgendwie moderaten Preis in dieses Bauteile-Kaufhaus reinzulegen.
00:39:01: Das funktioniert aber das funktioniert natürlich nur auf einer ganz kleinen Minimalen Ebene.
00:39:07: Das ist
00:39:07: eigentlich der Punkt, dass diese Bauteil Börsen und das gibt ja jetzt nicht nur die Basler-Bauteil-Börse sondern ich glaube in Deutschland mittlerweile über zwanzig regionale Bauteilsbörsen.
00:39:18: aber das Dilemma ist eben, dass sie natürlich nicht skalierbar sind und es ein sehr aufwendiger Prozess ist und relativ eine marginale Rolle spielen in der Bauwirtschaft natürlich eine homöopathische Rolle spielen.
00:39:33: Wir haben eine weitere Frage.
00:39:35: Mein Name ist Eberhard Schweitzer.
00:39:37: Ich bin Landschaftsarchitekt und ich würde dem Gemeinderater statt Stuttgart mal dringend anraten, dass sie vielleicht nach Basel gehen.
00:39:46: Wir waren mit der Architekten, kann man vor vier Wochen bei einer Exkursion in Basel und da muss ich sagen die bauen anders beziehungsweise die Bauen anders um.
00:39:57: Da hatten wir ein eines von vielen Beispielen das sich auch im Krankenhaus wird.
00:40:02: im Krankenhaus ein großer Schlitten, würde ich mal sagen.
00:40:05: Eine Scheibe mit einem zentralen Treppenhaus.
00:40:09: Das wird aufgeteilt in drei Treppenhäusern und das ganze Gebäude wird als Wohngebäude umgebaut bzw ist schon umgebaut.
00:40:18: Mit Vorgehängter teilweise neuer Fassade damit es den heutigen Ansprüchen entspricht.
00:40:23: der Gemeinderat sollte sich einmal einen Tag als Exkursion Basel vornehmen.
00:40:28: da würde viel dazu lernen gerade bei der Gemeinderat der Stadt Stuttgart, den Grünen.
00:40:36: Dass halt Leute die keine Ahnung vom Städtebau haben sich zu Wort melden und ein Groß in der Zeitung kommen.
00:40:43: das ist unterirdisch würde ich sagen.
00:40:46: Danke!
00:40:47: Also ich wundere mich.
00:40:48: vielen Dank für den Beitrag.
00:40:49: Ich wunderei mich so ein bisschen warum die ganzen Wortmeldungen hier von mir aus rechten Seite kommen.
00:40:56: Jetzt gibt es noch einen von der linken Seite.
00:40:58: Und vielleicht noch kurz zur Ergänzung kann natürlich nach Basel fahren, der könnte aber auch zu unserer Veranstaltung dem Klimafestival im November nach Berlin kommen.
00:41:08: Weil die Barbara Booser, die ja die Bauteilbörse dort gegründet hat in Basel eine pionierende Nachhaltigkeit das ist jetzt auch gerade ein Film über sie getreten wurde, ein Dokumentarfilm.
00:41:18: da werden wir wahrscheinlich die Deutschlandpremiere zeigen und dort kann man sich natürlich auch wunderbar informieren.
00:41:25: Es
00:41:26: gibt natürlich auch gegen... Zwischen Deutschland und der Schweiz gibt es einen riesengroßen Unterschied.
00:41:33: Deutschland hat in einer Nachtriegszeit gehabt, in der es wirklich notwendig war, Neues zu machen, alte Trümmer wegzuhäumen und Neues bauen.
00:41:42: Das gab es in der Schweiz nicht!
00:41:44: Wenn dort mal irgendwo eine Lücke entsteht in einem städtischen Gefüge, dann wird aber doll darüber nachgedacht was daran anschließend passieren wird.
00:41:52: Es wird ständig mit diesen Gerüsten gearbeitet mit denen man bevor gebaut wird sofort ich weiß nicht wie die Dinger heißen wird vorher genau zeigen muss damit alle Bürger sehen können wie hoch
00:42:02: wird
00:42:02: das jetzt?
00:42:03: wo sind die Gebäudekonturen?
00:42:04: es wird genau darüber nach gedacht und auch darüber geredet und auf kommunaler Ebene darüber entschieden.
00:42:11: Vielleicht noch ein Wort zu diesen Bauteilbörsen, weil die jetzt so schlecht wegkommen.
00:42:15: So als wäre das eine Orchidee!
00:42:17: Ich glaube es ist wahnsinnig wichtig dass es genau diese Initiativen gibt.
00:42:21: Wir brauchen für den grundsätzlichen Wandel nicht nur was das Bauen angeht jegliches Thema ja nur circa ein Dritte aller um grundsätzlich Dinge zu verändern und da machen wir uns halt jetzt zumindest mal auf dem Weg und dann kann's ja einen großen Umschwung geben.
00:42:39: Aber das müssen wir halt schaffen, mal dieses Dritte zu gewinnen.
00:42:43: Wunderbar!
00:42:45: Ja, mein Name ist Stefan Alvitz und ich selber bin kein Architekt.
00:42:49: Ich bin Schreinermaster deshalb nur halb am Thema dabei.
00:42:53: aber was mir auffällt ist einfach dass gerade eben nicht das angesprochen wurde zwischen der Schweiz und Deutschland was unterschiedlich ist.
00:43:02: natürlich hat Stuttgart nämlich einfach ein Riesenproblem.
00:43:05: die zweite Weltkrieg ist ja ganz klar.
00:43:07: Deshalb frage ich mich, warum.
00:43:10: es müsste in einer Stadt wie Stuttgart extrem wichtig sein, Visionen herauszuarbeiten.
00:43:17: Wo steht Stuttgarten entpreisicher?
00:43:19: Wo steht stuttgart in hundert Jahren?
00:43:22: Man hat doch in Stuttgard eine wahnsinnige Möglichkeit durch das, dass die ganze Altstadt nicht mit wunderschönen alten Gebäude dasteht, dass man auch Visionen hat, ökologische Bauten und so weiter... Und dass man nicht irgendwie immer sitzt jetzt hier Abend alle zusammen, das sind was weiß ich hunderte Architekten und jetzt sprechen wir über die Witwe.
00:43:43: Und im halben Jahr spricht man über ... Was weiß ich ja?
00:43:46: Und dann sitzt man wieder da und diskutiert weiter.
00:43:50: Es muss auch eine Möglichkeit geben, dass man einen Leitfaden hinbekommt damit nicht bei jedem Haus, wo abgerissen wird, das Ganze wieder von vorne los geht.
00:44:02: Haben Sie denn eine Antwort?
00:44:03: Ja, ich habe eine.
00:44:04: Es findet sich doch immer einer aus unserer Disziplin der den Scheiß mitmacht oder?
00:44:10: Liebe Grüße an die Kollegen Dreher und Böhm, die diesen Vorschlag jetzt gemacht haben für Witwa.
00:44:16: Die Grundlage für die Abstimmung im Gemeinderat.
00:44:18: Die waren sicher nicht so schade das Ding abzureißen gedanklich.
00:44:23: Die haben da mitgemacht!
00:44:24: Die haben daran verdient Und da brauchen wir uns noch nicht wundern.
00:44:28: Wenn wir uns wirklich einig wären, dass wir so nicht weiter agieren können und nicht weiterhandeln können, müssen wir leider geschlossen danach handeln?
00:44:37: Dann würde sich schon was verändern!
00:44:39: Ich würde gerne dem Herrn auch noch antworten das natürlich es lästig erscheint wenn man jedes mal neu eine Diskussion beginnt.
00:44:50: soll jetzt dieses oder jenes Haus verschwinden aus dem Stadtbild?
00:44:54: brauchen wir nicht so einen Masterplan.
00:44:58: Wo stehen wir in dreißig Jahren, wo stehen wir?
00:45:00: In hundert Jahren halte ich allerdings für ein bisschen kühn, hunderte Jahre voraus zu sagen.
00:45:06: Ich glaube, wir können uns und der Gesellschaft es nicht ersparen immer wieder neu zu diskutieren weil Es geht auch immer wieder um verschiedene Orte in der Stadt, verschiedene Gebäude in der statt.
00:45:19: aber ich gebe Ihnen recht Stuttgart bräuchte wirklich mal Eine Idee von sich, was für eine Stadt es sein will und daran harpert es tatsächlich.
00:45:30: Da gebe ich Ihnen völlig recht.
00:45:32: Dafür bräuchte es vielleicht mal ein anderes Verfahren wie jeweils die Baubürgermeister gewählt.
00:45:38: oder ist sie standekommen?
00:45:39: Ja unter anderem.
00:45:40: Die vielleicht zum Beispiel.
00:45:43: es könnten ja so Stellen ausgeschrieben werden.
00:45:45: an anderen Orten ist das durchaus üblich.
00:45:51: Es bringt was, wenn man sich dafür den besten holt und nicht denjenigen, der innerhalb seiner Partei dran ist mal wieder so eine Stelle
00:46:00: besetzen zu dürfen.
00:46:02: Egal ob er nun von der Sache etwas versteht oder nicht.
00:46:05: Also Sie alle, wir müssen zum Schluss kommen.
00:46:08: Ich werde da schon so ein bisschen gedrängelt aus dem Hintergrund.
00:46:11: Sie alle haben die Möglichkeit am ersten Juli um neunzehn Uhr im Stadtpalä aufzuschlagen und sich zu Wort zu
00:46:17: melden.
00:46:18: was würden sie Baubürgermeister Peter Petzold?
00:46:21: Was würden sie der Dinkel Acker AG?
00:46:23: und was würden Sie unserem Kammerpräsidenten
00:46:27: Markus Müller sagen?
00:46:30: Nein!
00:46:30: Was würden Sie ihm bitte mit auf den Weg geben?
00:46:34: Ich gehe da nicht hin.
00:46:37: Sie haben sich genug geärgert?
00:46:38: Ich
00:46:38: habe mich genug geirgert,
00:46:39: genau!
00:46:40: Frau Baum was würden sie den Herrn empfehlen?
00:46:42: Noch
00:46:42: mal von vorne Ja ich werfe auch niemanden etwas vor.
00:46:45: Ich gebe jedem noch eine Chance Teller leer
00:46:48: machen.
00:46:48: Also ihr soll nochmal resetten und drüber nachdenken.
00:46:52: Und dann sind wir auch friedlicher unterwegs wie auch hier.
00:46:56: Und vielleicht auch mal der Fachwelt zu hören.
00:46:59: Das war ja eindeutig.
00:47:01: es gab keine einzige Stimme aus der Stuttgarter Architektinnenschaft, die gesagt hat.
00:47:07: Yes!
00:47:07: Lass uns das Ding abrocken.
00:47:10: Das ist uns abreißen.
00:47:11: Das muss doch irgendwas bedeuten.
00:47:13: Es muss doch irgendeinen Wert haben.
00:47:15: Es gab beim Ahrhornblatt ungefähr twenty-fünf, wirklich höchstkarätige Architektorprofessoren, Ingenieurprofessorinnen, die dafür gebeten haben darum eindeutig argumentiert haben dass dieses Ding, dieses Ahrhornblatt nicht abgerissen werden darf.
00:47:32: denjenigen, der dort einfach nur die Dreiundzwanzig Meter Traufhöhe haben will.
00:47:36: Und das war damals der Baubürgermeister Stimmern.
00:47:38: Das interessierte ihn einen Scheißdreck.
00:47:40: Vielleicht noch um die Frage abzuschließen?
00:47:42: Ich würde
00:47:43: das Gleiche sagen wie Frau Baum das haltet inne, denkt nochmal nach ihr macht einen Riesenfehler und es gibt Alternativen.
00:47:53: Es ist eine Lüge zu behaupten, dass sei alternativ los.
00:47:56: Wunderbar!
00:47:57: Ich danke Ihnen ganz herzlich Anwar Saaya Professor Martina Baum und Wilfried Dächer und natürlich auch Ihnen allen, dass Sie sich so fleißig mit, das sage ich jetzt nur noch da, ne?
00:48:08: Dass sie sich so Fleißig Mitzu Wort gemeldet haben, mitgefiebert haben.
00:48:13: Vielen Dank.
00:48:15: Das war die Episode twohundertabzehn.
00:48:17: Ich danke euch ganz herzlich fürs Zuhören und freue mich natürlich, wenn ihr in der kommenden Woche wieder mit dabei seid!
00:48:23: Am Donnerstag den vierundzwanzigsten neunten erscheint die Architekturfolge zweihundertneunzehn Und die handelt von einem weiteren vermeintlichen Abrissprojekt dieses Mal in Berlin, das Sport- und Erholungszentrum kurz SEZ.
00:48:38: Die beiden Tagesspiegeljournalistinnen Jana Geng und Theresa Rölke sprechen darin mit Befürworterinnen und Gegnern des Abrisses.
00:48:46: Ja, und dann empfehle ich euch noch ein paar Veranstaltungen!
00:48:49: Wir sind mit der Heinze Architektur ProjectSixundzwanzig tatsächlich heute also am siebzehnten neunten im Basel für alle Kurzentschlossenen unter euch, kommende Woche am vierundzwanzigsten neunten in Leipzig und am vierzehnten Zehnten findet dann die Abschlussveranstaltung in München statt.
00:49:08: Den Anmeldeling findet ihr natürlich wie immer in den Show-Lots.
00:49:12: Habt eine schöne Zeit!
00:49:13: Wir
00:49:13: hören uns dann
00:49:14: kommende woche wieder.
00:49:16: Architektur von.
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