#216 - Peter Cachola Schmal, DAM & Dr. Matthias Alexander, FAZ: DAM-Preis 2026 – Schönheit und Eleganz? Fehlanzeige!
Shownotes
Ein Artikel in der FAZ hat die Architekturwelt gegen sich aufgebracht. Die Frage dahinter ist simpel und hochpolitisch: Wer entscheidet, was die besten Bauten Deutschlands sind?
Dr. Matthias Alexander, Architekturkritiker und Ressortleiter im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums und Initiator des DAM Preises seit 2006, treffen aufeinander. Der eine hat den Preis öffentlich kritisiert, der andere verantwortet ihn. Ein seltenes Gespräch – live auf der Bühne im Rahmen der Heinze ArchitekTOUR PROJECTS26.
Alexanders Kritik: es geht nicht um die ausgezeichneten Projekte selbst, sondern um die Projektgattungen, die fehlen. Ein sozial-ökologisches Milieu, das in der Jury unter sich ausmacht, welche Architektur als relevant gilt und damit eine ganze Richtung ausschließt. Schmals Gegenposition: Relevanz ist nicht statisch. 2026 ist nicht 2016. Eine Jury, die jedes Jahr neu zusammengesetzt wird, bewertet, was Impulse setzt und nicht was gefällt.
Es stellt sich die Frage nach der Demokratiefähigkeit von Architekturkritik. Was ist die Definition von Schönheit? Wessen Geschmack zählt – der einer Jury, der der Nutzenden oder der 80 Prozent der Bevölkerung, die sich auf eine gemeinsame Vorstellung von Schönheit einigen könnten?
Ein Gespräch über Ästhetik als Ideologie, politische Korrektheit im Architekturdiskurs, die Macht von Auszeichnungen und die Frage, ob ein Architekturpreis wirklich die besten Bauten auszeichnet – oder nur die richtigen.
Deutsches Architekturmuseum (DAM) https://dam-online.de/
Frankfurter Allgemeine Zeitung https://www.faz.net/aktuell/
Heinze https://www.heinze.de/
Heinze ArchitekTOUR PROJECTS26 https://architektour.heinze.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn wir uns das links daneben angucken.
00:00:01: im Finalisten, bekam ich auch eine Mail einer Kollegin die sich darüber aufregte dass ich so ein junges Büro hart angegriffen hätte.
00:00:08: Ich stehe dazu!
00:00:08: Ich finde das Gebäude fruchtbar.
00:00:10: es sieht einfach hässlich aus.
00:00:13: und jetzt wenn jemand sich bewirbt um den Dampfreis und von der Jury ausgezeichnet wird da muss er aushalten dass das Föhton der FAZ darüber negativ schreibt.
00:00:28: Architekturfunk Der Heinzer Podcast.
00:00:32: Herzlich Willkommen und schön, dass ihr wieder mit dabei seid im Architekturfunk.
00:00:35: Die heutige Episode ist ein Live-Mitschnitt eines Diskussionspanels von der Heinzer Architekatur Projects.
00:00:42: Und darin geht es um die Kritik in einem Artikel des stellvertretenden Föhe-Tonchefs der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Direktor an der Jury und insbesondere an den primierten Projekten des renommierten Dammpreises.
00:00:57: Der Titel dieses FAZ-Artikels lautete, so sehen die besten Bauten in ganz Deutschland aus.
00:01:03: Schönheit und Deleganz – Fehlernzeige!
00:01:26: Initiator und Veranstalter dieses Wettbewerbs.
00:01:29: Herzlich willkommen!
00:01:30: So einer links, einer rechts.
00:01:32: ich setze mich mal besser dazwischen.
00:01:39: Ich würde gerne beginnen mit einer vielleicht mal Erläuterung des Preises der ja jährlich ausgelobt wird.
00:01:49: Vielleicht kennt das nicht jeder oder weiß kenne ich jeder die Regularien diesen Wett Bewerbs?
00:01:55: Die Projekte werden vorgeschlagen von den Länderarchitektenkammern und regionalen Experten.
00:02:03: Das sind die nominierten Projektes, ich glaube Herr Katschola-Schmal da gehen so um die vierhundert Projekts jährlich ein.
00:02:09: ist das richtig?
00:02:12: Wir nominieren selber wir laden die Kammern ein, wir ladenen dem BDA die Landesverwender an uns vorschlägen zu schicken und einzelnen Experten.
00:02:24: und dann nominierend wie hundert
00:02:25: Genau, da würde ich jetzt aufkommen.
00:02:27: Also erst mal sind es aber mehrere hundert Projekte die eingereicht werden und daraus wird quasi eine Longlist erstellt von Hundertprojekten.
00:02:37: das machen sie glaube ich intern.
00:02:39: Da gehen wir auch später nochmal näher drauf ein.
00:02:41: Und aus diesen hundert projekten wählt dann eine Jury, zehn elf zwölf Personen Eine Shortlist von gut zwanzig Projekten gibt es dann fünf Projekte, die finalisten sind und diese fünf Projkte werden dann bewertet.
00:03:07: Besucht bereist genau!
00:03:09: Und aus diesen fünf wird dann quasi der Preisträger, die Preisdreherin
00:03:14: bis
00:03:17: diesjährigen Awards quasi ermittelt.
00:03:20: Das heißt das ist keine aktive Bewerbung möglich, so wie das bei unserem Heinz-Architektur Award möglich ist.
00:03:27: Sondern sie müssen vorgeschlagen werden.
00:03:30: Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Büros mit Bauten in Deutschland.
00:03:35: Es gibt glaube ich auch Auslandsprojekte im geringeren Umfang aber das ist jetzt heute nicht Thema...
00:03:41: Die besuchen wir nicht!
00:03:43: ...die besuchen Sie nicht, aber die spielen vielleicht eine untergeordnete Rolle.
00:03:49: und interessant ist natürlich die Jury.
00:03:52: Wie sehen Sie jetzt hier?
00:03:53: Ich hoffe, ich bin klein genug.
00:03:56: Meine Haare sind nicht so sehr im Weg, dass sie das erkennen können hinter mir.
00:04:00: Das ist die Jury.
00:04:01: Das sind elf Personen.
00:04:04: Ich
00:04:04: würde das vielleicht einmal kurz durchgehen, da ist der York-Firstar leider in diesem Jahr verstorben als Dammkurator und Publizist.
00:04:13: Die Anna Moldenhauer... als Medienpartner von Stahlpark mit dabei, die Christina Gräbe auch Dammkoratoren und Publizistin.
00:04:23: Der Oliver L. Sesser ist heute hier anwesend.
00:04:28: Auch Dammcorator und Architektur-Kritiker.
00:04:30: dann haben wir ein Landschaftsarchitekt, den Martin Reimkano der in diesem Jahr mit dabei war, die Theresa Frank Hennel auch Dammenkoratore und Publististin, Peter Cazola Schmal Direktor des Damm.
00:04:44: Dann in diesem Jahr auch Jury-Vorsitzende die Aline Hilscher, Hochbauarchitekten aus Leipzig und der Uwe Bressan und die Dijane Slavic
00:04:57: sind beide vom Sponsor mit
00:04:58: dabei.
00:04:59: Und rechts ist
00:05:02: noch einer?
00:05:04: Und rechts es noch einer genau!
00:05:05: Der war nämlich
00:05:07: zu
00:05:07: spät für das Gruppenfoto.
00:05:09: Das ist der Sven Fröhlich auch noch Architekt AFF Architekten Berlin.
00:05:17: Wenn wir das jetzt einfach nur mal durchgucken,
00:05:18: d.h.,
00:05:19: wir haben fünf Dammpreisrichterinnen und Richter, zwei Sponsorenpreis-Richter, eine Medienvertreterin und einen Landschaftsarchitekten und zwei Hochbauarchitekten die in dieser Jury sind... würde gleich noch die Projekte kurz vorstellen.
00:05:41: Aber zunächst einmal Herr Alexander, Sie haben ja in dem Artikel Anfang Februar die halbe Architekturwelt gegen sich aufgebracht kann man sagen so sehen die besten Bauten in ganz Deutschland aus lautete die Überschrift Fragezeichen ist auch wichtig das zu erwähnen nicht Ausrufungszeichen.
00:06:04: Sie bemängeln dort bei der Auswahl der Gewinnerprojekte die Abwesenheit von Schönheit und Ästhetik, und propagieren doch mehr auf eine alltagstauchliche und für die leihenansprechende Gefälligkeit sich auszurichten.
00:06:24: Dass sie ja offensichtlich nicht zu den Maxinen der Jury gehörten Was hat sie veranlasst, diesen Artikel zu schreiben?
00:06:31: Also war ihr Entsetzen so groß.
00:06:33: Ich glaube Sie waren auch bei der Jury-Sitzung mit vor
00:06:37: Ort.
00:06:37: Nein,
00:06:37: Pressekonferenz.
00:06:39: Prässe Konferenz ist ein großes Wort aber vielleicht nochmal einen Schritt zurück weil Sie sagten ich hätte das gebrannt Markt.
00:06:48: Ich habe jetzt nicht scharf alle Arbeiten kritisiert sondern mein Punkt war dass sich ein Teil von Architektur nicht repräsentiert sah in dem Preis.
00:07:00: Der Anspruch des Damm ist, die besten Häuser Gebäude auszuzeichnen.
00:07:08: Das ist ein großer Anspruch und das bedeutet für mich eigentlich, die Gebäuden aller Kategorien und auch aller Stierrichtung aufzuzeicheln.
00:07:17: Und mein Punkt war jetzt nicht so sehr die einzelnen Bauten, die ausgezeichnet worden sind zu kritisieren sondern eher eine Lücke auszumachen.
00:07:25: Zu sagen dass fehlt hier aber man kann zeitgenössische Architektur, avantgardistische Architektur, ökologisch bewusste Architektor you name it kann man alles auszeichnen.
00:07:38: Mein Punkt war das vieles fehlt was eben auch stattfindet in der Architekatur derzeit und dass da ein... Und das hat glaube ich für Aufregung gesorgt.
00:07:47: Ich habe das einen sozial-ökologisches Milieu genannt Dass da innerhalb dieser Jury eine Mehrheit bildet oder wahrscheinlich sogar zu hundert Prozent.
00:07:56: Ich kenne es nicht alle einzelnen Personen, aber mein Punkt war dass ein bestimmtes Milieu in diesem diesen Preis unter sich ausmacht und eine Vorauswahl trifft die dem schon entspricht und dann bei der Nominierung der Preise eigentlich nur Gebäude aus wählt, die ihren Vorannahmen entsprechen.
00:08:19: das kann man machen wenn drüber steht Die besten ökologischen Bauten in Deutschland.
00:08:23: Aber es stand als Überschrift nur darüber, die besten bauten und das deutsche Architekturmuseum.
00:08:29: nach meiner Wahrnehmung steht eben deutsches Architektor Museum drüber.
00:08:32: also die besten Bautn werden ausgezeichnet von deutschen Architektermuseum.
00:08:36: darunter verstehe ich etwas anderes.
00:08:38: Also ist jedenfalls mein Anspruch oder meine Erwartung als Besucher dieses Museums dass sich dann eine komplette Auswahl bekommen.
00:08:47: Von allen Richtungen, von allen Gebäudetypen und diesen Punkt wollte ich machen.
00:08:51: Ich habe gar nichts dagegen das man auch ökologisch baut natürlich und jedes Gebäude muss nach klassischen Kriterien schön sein.
00:08:59: Sie haben ja schon vehement auch ganz konkrete Projekte kritisiert und da nicht mit Kritik gespart.
00:09:09: Ich fände jetzt gerade mal das Preisträgerprojekt ein von dem Peter Grundmann Ich bringe einfach noch ein bisschen weiter.
00:09:18: Ich würde auch gleich nochmal auf Ihren Ansatz mit den Kriterien und Sie haben natürlich aber auch die Jury an sich kritisiert, also die Person dieser Jury weil eben Ihrer Meinung nach sehr einseitig gelagert ist.
00:09:30: ich würde aber erst nochmal kurz den Herrn Kaschola-Schmal fragen kam diese Kritik also dieser Artikel in der Schärfe für sie überraschend?
00:09:42: Ja
00:09:43: Und wir haben sie reagiert.
00:09:48: Was haben Sie denn dann gemacht?
00:09:50: Was war der erste Ruf?
00:09:51: Man kriegt nicht sehr oft solche Kritiken verpasst und insofern war es überraschend, wobei er eher in der Pressekonferenz schon relativ grimmig den Preisträger zuhörte.
00:10:08: Und kaum glauben konnte dass das Projekt gewonnen hatte bei den anderen Den nächsten, den anderen Finalisten.
00:10:21: In Wirklichkeit hat Alexander in seinem Artikel nicht groß eingegangen auf einzelne Gebäude
00:10:27: außer... Das Reisträger zum Beispiel wurde gar nicht erwähnt?
00:10:30: Wurde gar nicht erwähnt.
00:10:31: Also nur erwähnlich!
00:10:32: Das Projekt von Etal.
00:10:35: drei jungen Frauen in München mit dem Erstlingsprojekt hatte zerfetzt und und sauber hatten in Mannheim, die nicht Finalist waren.
00:10:45: Aber
00:10:46: unter
00:10:47: den
00:10:47: rausgestreckten Zungen.
00:10:49: Die waren aber in der Shortlist können Sie gerade zeigen.
00:10:52: Und das Witzige war dass in der gleichen Zeit der Jury eine Woche vorher oder ähnliches wo ist es da drüben unten Franklin Village Umbau ein neues Wohnungsgebäude von Sauberraten, wurde zur gleichen Zeit vom deutschen Architekturpreis als den Gewinner gekürt und wir haben... Das haben
00:11:15: Sie gerochen.
00:11:17: Wir haben es halt bei uns hat's nicht zu den Finalisten geschafft aber in die Auswahl der Top-Zwanzig Und wir also das kam sehr überraschend In der Heftigkeit und Emotionalität und Nichtbegründung.
00:11:34: besonders überrascht Denn es war überhaupt keine Architektur-Kritik.
00:11:39: Zwei, drei Gebäude wurden abgetan und das Ganze wurde pauschal diffamiert.
00:11:43: Es war keine Architekturkritik die sagte Das ist aus diesem und jenen Grund so oder so zu bewerten Sondern das ganze ist voreingenommen.
00:11:55: Die Jury ist merkwürdig benimmt sich merkwürdig ist vor eingenommen Und weltmärkwürdige Projekte und es fehlt die klassische Schönheit.
00:12:06: Und unsere Jury ändert sich jedes Jahr.
00:12:10: Es ist immer der Preisträger drin, es sind ältere drinnen, jüngere drin, schreibende Zunft, Museumskollegen.
00:12:19: und dann kommen hundert sehr gute Projekte die wir ausgesucht haben und die Jury Welt daraus zwanzig und das wird hin- und herdiskutiert.
00:12:30: Die hunderte Auswahl war breiter und nicht so mehrheitsfähig Und dann kommen halt zwanzig die mehrheitsfähigen in dieser Jury sind.
00:12:41: Das ist eben so zu sehen, dass sich die Jury zusammensetzt und sagt
00:12:47: was
00:12:48: ist wichtig?
00:12:48: Was ist relevant zur Zeit?
00:12:51: Welche Projekte geben Impulse?
00:12:54: Welchen Projekten zeigen das irgendetwas mögliches, was nicht jeder jeden Tag schafft?
00:13:00: Und was sind quasi Vorbilder?
00:13:02: So entstehen die Zwanzigprojekte Und fünf heißt es, die sind so interessant.
00:13:08: Die müsste man sehen ob sie wirklich tragen wenn man sie besichtigt und ob Sie am Ende vielleicht das Beispielhafteste und Interessanteste zur Zeit sind was inspirieren kann.
00:13:23: Wenn Sie nochmal zurückgehen dann sehen Sie ja die Finalisten die dies nicht geschafft haben.
00:13:29: Die sind sehr unterschiedlich Und beim Besuchen kriegt man ja auch erst das Gespür wirklich, was da los ist.
00:13:40: Vor allen Dingen ob die Benutzer glücklich sind oder vielleicht nicht.
00:13:45: so, was man in den Pressemitteilungen nicht erkennen kann, weil da treffen wir die Benutzern und dann hört man Ist es ein Projekt, was gut ankommt?
00:13:55: Ist es sein Projekt, welches Schwierigkeiten bereitet?
00:13:58: Das hat der Herr Alexander gar nicht thematisiert.
00:14:01: also die Nutzerbrille nicht sondern Wenn ich sie richtig verstanden habe oder den Artikel richtig interpretiere, war es ja die äußere Erscheinung.
00:14:09: Die Ästhetik... ...die Schönheit dieser Gebäude, die er in Zweifel stellt oder in Frage stellt.
00:14:17: Jetzt ist es aber so.
00:14:18: das war natürlich ein Frontalangriff auf ihrer Institution.
00:14:22: Aber trotzdem hat es auch in der Fachwelt einen Shitstorm ausgelöst.
00:14:26: man kann das nicht anders sagen.
00:14:28: warum ist das so?
00:14:30: Warum
00:14:30: fühlen sich so viele Planende, also aus dieser Kasse der Architektinnen und Architekten
00:14:36: da
00:14:37: so angegriffen ist vielleicht auch eine Frage in das Publikum.
00:14:40: Warum berührt das ein oder verletzt es einen persönlich?
00:14:43: Weil es suggeriert dass die die Architekten eine ideologische Brille auf haben und aus formalem Gründen ideologisch möglicherweise umweltgerechte Bauten produzieren ideologisch gesehen konservative Bauten, die er sich wünscht.
00:15:05: Aber die Realität ist viele junge Architekten wissen dass unser Berufsstand mit Schuld ist an der CO-Zweiferbreitung zu einem hohen Maße und sehr viele Architekte und Architektinnen möchten da nicht mitschuldig sein sondern möchten zur Lösung des Problemes einer Bauwende beitragen.
00:15:29: und das ist nicht so einfach.
00:15:31: Viele Bauherren wollen nicht immer so ganz.
00:15:34: Und das ist der Impetus für die Relevanz von Bauten, dass viele Architekten und Architektinnen jetzt daran arbeiten.
00:15:42: was könnte es sein?
00:15:43: Dass unseren Beruf wertvoller macht und wir beitragen die Welt zu einer besseren Welt zu machen.
00:15:52: Das sind dann auch die Projekte, die dann prämiert werden.
00:15:57: Manche haben's geschafft und das wird belohnt quasi
00:16:01: Ja,
00:16:01: manche schaffen die Relevanz und manche eben nicht.
00:16:06: Aber es gibt vielleicht auch mittlerweile – und dafür stehe ich vielleicht heute in Ansatz von Herrn Alexander – mittlerweile so eine Art Befangenheit oder eine politische Korrektheit dass eben wie Sie auch kritisiert haben eben nicht jetzt ein Büro Hochhaus Neubau premiert wird sondern das ist tendenziell eher in ressourcenschonende Klima Gerechte mehr oder weniger Projekte in diese Kategorien kommen.
00:16:36: Aber mich würde noch mal interessieren, Alexander, haben Sie damit gerechnet dass dieser Artikel so eine Welle macht?
00:16:43: Also war Ihnen das bewusst was Sie da tun?
00:16:45: Ja klar ich wollte das natürlich.
00:16:48: Es geht ja um Diskussion.
00:16:51: Ich will jetzt vielleicht nochmal an zwei Punkten, wir müssen es ja nicht, ich will mich auch gar nicht rechtfertigen vielleicht mal eine Sache sagen, auf das was Herr Schmal gerade ausgeführt hat.
00:17:04: Ich würde sagen ich habe schon versucht punktuell Kritik zu üben.
00:17:08: übrigens sauberbruch hatten ausführlich weil das ist ein Büro Das ist mächtig und groß und so an kleinen Büros sich abzuarbeiten ist er relativ leicht.
00:17:17: Ich hab mir dann schon bewusst auch sauber bruch hatten rausgesucht Und habe glaube ich schon ein paar Punkte gemacht.
00:17:21: Peter da habe ich nicht einfach nur pauschal argumentiert sondern habt sie relativ detailliert versucht zu erklären warum dieses Buch warum dieses Projekt meines Erachtens nichts taugt.
00:17:31: Warum es misslungen ist, ich habe geschrieben der Hof innen ist prima aber die städtebauliche Figur ist daneben und hab das versucht auszuführen.
00:17:39: Und über den Peter Grundmann gar nicht negatives gesagt.
00:17:42: Das war der Bildaufmacher.
00:17:43: und ich habe dann ein anderes Projekt was mir persönlich gefallen hat.
00:17:48: Ich glaube eine Schleuse
00:17:52: in
00:17:52: Heidelberg.
00:17:54: Die habe ich gegeneinander gesetzt.
00:17:56: Der Grundmann der Siegerentwurf gefällt mir gar nicht so schlecht.
00:17:59: Ich glaube, wenn ich da reingehen würde... ...ich kenne ihn jetzt persönlich gar nicht aus eigener Anschauung.
00:18:02: Ich habe Eckearchitekten gelobt und hab das Bild des Siegers genommen aber nichts Böses gegen den Grundmann geschrieben.
00:18:12: nur um das mal klarzustellen Das ist ein Projekt was mir ganz gut gefällt!
00:18:16: Ich müsste es mir noch einmal an die Uhr anschauen.
00:18:18: Das war gar nicht mein Punkt.
00:18:20: Dann hat mir bewusst Dauerbruch hatten rausgesucht um keinen einfachen, leichten Gegner mehr zu nehmen.
00:18:30: Das ist mir wichtig rauszuheben und es geht mir nicht ganz grundsätzlich etwas gegen ökologische Architektur zu sagen.
00:18:39: Es war mir einfach wichtig zu sagen dass bestimmte Dinge fehlen.
00:18:45: Und natürlich war das auch Wirkung
00:18:47: für Ihre
00:18:48: Frage.
00:18:49: Angekommen aber was auch angekommen ist dieser Mangel an Schönheit und Ästhetik.
00:18:55: Warum ist Ihnen der, dieser als Bewertungskriterium so wichtig?
00:19:01: Also den stellen Sie ja quasi über alles.
00:19:03: Naja
00:19:03: weil das natürlich wenn sie mit Leuten reden die mit Architektur nichts zu tun haben dass ein entscheidender Punkt ist.
00:19:10: Natürlich ist Ökologie wichtig.
00:19:12: Natürlich ist CO² ausstoßwichtig von Gebäuden aber ich stelle fest Das in einer jungen Architekten Generation eine wie soll ich sagen, eine starkes Desinteresse an Fragen von Schönheit festzustellen ist.
00:19:28: Und ich nehme das als blasenbar.
00:19:31: wenn sie mit Leuten reden ob ihnen etwas gefällt ein Gebäude oder eine städtebaute Situation Sie können relativ leicht einen Konsens herstellen.
00:19:40: sagen wir mal achtzig Prozent der Leute werden sich darauf einigen können.
00:19:43: dieser Platz gefällt mir und zwanzig Prozent haben abweichende Meinung Und ich habe, das ist ganz interessant.
00:19:50: Ist glaube ich eine unterschiedliche Wahrnehmung?
00:19:52: Ich bin in sozialen Netzwerken aus ganz grundsätzlichen Erwägungen nicht unterwegs.
00:19:58: Ich bin da sehr altmodisch, mag man so oder vielleicht sogar in Avangarde.
00:20:01: Ich weiß es gar nicht genau irgendwo zwischen beiden wahrscheinlich dass sich mich da gar nicht so viel bewege.
00:20:06: aber ich habe wiederum meiner Bubble Ich gebe das zu, dass es eine Bubble habe ich extrem viel Zustimmung auf diesen Artikel bekommen.
00:20:13: Was Sie als Shitstorm bezeichnen haben, habe ich gar nicht wahrgenommen.
00:20:16: Ich hab das sozusagen um eine Ecke dann mitgeteilt bekommen.
00:20:18: da ist irgendwie was los prima und ich hatte diese Wirkung auch durchaus beabsichtigt.
00:20:24: aber in meiner persönlichen Bubble.
00:20:26: ich bekam bestimmt fünfzig E-Mails die gesagt haben endlich sagt sie mal jemand.
00:20:31: Ich fühle das auch nicht fürs Ganzen.
00:20:32: eben nicht dass wir uns falsch verstehen.
00:20:34: ich weiß schon dass das auch ne Bubble isst.
00:20:36: Aber wenn rausgehen würden und mit dem mit einem Anführungsstreichen normalen durchschnittlichen Bürger sprechen würden.
00:20:44: Und wir würden die Gebäude durchgehen und sagen, sag mal was gefällt euch denn?
00:20:48: Ich würde behaupten ich hätte wenn wenn der sich die Menge teilen würde bei Herrn Schmahl würden vielleicht zehn Leute landen oder bei mir neunzig.
00:20:57: jetzt ist das eine demokratische Frage.
00:21:01: Das sind ja so Fragen, die sich natürlich stellen.
00:21:03: Wie ist die Akzeptanz von Architekturdiskussion?
00:21:06: Und wir haben es hier mit einem Elitendiskurs zu tun und meine Wahrnehmung ist, dass ich das verschärft, dass die jungen Leute, die jungen Architekten weil sie ökologische Fragen sehr nach vorne stellen vielleicht auch aus guten Gründen würde ich gar nicht mehr abredestellen.
00:21:23: Das ist ein wichtiger Diskurs aber aus meiner persönlichen Wahrnehnung zu stark wahrnehmen Dass Sie glauben, wenn sie ökologisch vorbildlich sind und sozial.
00:21:33: Also gibt es ja immer diese Gemeinschaftsgebäude die in den Preis auch immer stark gewichtet werden.
00:21:40: Glauben Sie, dass Sie zu einer anderen Einschätzung kommen würden, wenn Sie die Gebäude alle kennenwürden und begangen hätten?
00:21:49: Und vielleicht nicht nur nach Fotos, nach äußerlichen Erscheinungsbild bewerten würden?
00:21:56: Ja!
00:21:57: wenn man mit den Notzahlen spricht und die einem glaubhaft versichern können, dass sie damit zufrieden sind.
00:22:01: Würde ich wahrscheinlich in dem einen oder anderen Punkt abweichen würde ich dann sagen okay prima so ja aber das war ja nicht mein punkt.
00:22:07: das wird immer so sein und wir haben auch durchaus einzelne Projekte.
00:22:12: also wir haben das hier von Hild und K. wo war das dieses Obdachlosen?
00:22:17: Tolles Gebäude haben wir auch sehr positiv versprochen bei uns in der Empfehlung.
00:22:21: Ich habe den Text redigiert, hab nicht selbst geschrieben.
00:22:22: Da darfst du aber gar nichts zuschreiben zu dem Projekt?
00:22:26: Ja man muss natürlich... ich kann ja nicht aus wie viel hat er dir an der Liste Peter?
00:22:33: Ich muss ja ein bisschen zuspitzen das ist doch logisch.
00:22:36: also darum wird es hier auch ein bisschen.
00:22:37: Also zum Beispiel Hild und Carprojekt.
00:22:39: gegen das habe ich gar nichts.
00:22:41: Das ist ein tolles Projekt, das haben wir auch positiv in Pfötung bei uns besprochen und den Text habe ich redigiert.
00:22:46: alles prima aber ich würde schon dabei bleiben wenn man uns das links daneben anguckt.
00:22:51: im Finalisten dieses das robuste Haus mehr Generationenhaus das hab ich mir ja auch noch vorgeknüpft da wurde bekam ich auch eine Mail einer Kollegin die sich darüber aufregte dass ich so ein junges Büro dann irgendwie da sozusagen hart angegriffen hätte.
00:23:07: Ich stehe dazu, ich finde das Gebäude furchtbar.
00:23:10: Es sieht einfach hässlich aus!
00:23:12: So und jetzt... Und wenn jemand sich bewirbt um den Dampfreis und von der Jury ausgezeichnet wird?
00:23:19: Da muss er aushalten dass das Fölton der FAZ darüber negativ schreibt.
00:23:25: Das würde ich immer sagen weil ich bekam eine Mail eigentlich sage es nicht in dem Namen aber einer jungen Kollegin die sagte Sie hat sogar das Wort niederträchtig benutzt, hat gesagt es sei niederträchtig dass sich als mächtige FAZ ein so junges Büro quasi niedermachen.
00:23:42: Jetzt mal, die sicher auch nicht selbst beworben haben, sondern vorgeschlagen wurden und da quasi diesem Schizdom ausgesetzt sind.
00:23:48: Ich möchte aber nochmal kurz zurück auf dieses Thema Schönheit-Eleganzproportionen.
00:23:54: Sie haben ja auch kritisiert dass das zum Beispiel in der Architektursprache gar nicht mehr vorkommt oder auch im Jahrbuch jetzt diese Begriffe gar nicht auftauchen.
00:24:04: also warum haben sie keine Priorität?
00:24:09: Oder warum verwendet man sich gar
00:24:10: nicht mit?
00:24:12: Ja, frag ich Sie.
00:24:13: Ist falsch!
00:24:14: Selbstverständlich sind alle Architekten bestrebt Schönheit herzustellen und sie finden es auch schön.
00:24:24: die Frage ist nur was ist Schönheit?
00:24:26: Und es gibt unterschiedliche Bewertungen von dem was Schönheit ist und die Architekten haben jeden Schritt ihre Entscheidungen gewohl überlegt und diskutiert und abgewogen.
00:24:39: Und am Ende kam Schönheit bei Rum, aber die Frage ist ob der Betrachter es überhaupt wahrnehmen kann oder ob er bestimmte Filter davor geschaltet hat?
00:24:51: Und dann klappt das nicht mehr!
00:24:55: Also
00:24:57: in der Brille von Matthias...
00:24:58: Jetzt sag mir doch mal was von diesen Gebäuden wirklich schön ist.
00:25:00: Was findest du jetzt auch von schönem?
00:25:02: Ich war dort, die sind alle schön.
00:25:06: Deswegen sind Sie Finalisten geworden?
00:25:07: Ich bin nur einer von neun aber sie sind alles schön und vor Ort besonders schön.
00:25:16: Das kleine Häuschen von Aritz Dürr.
00:25:19: Ich habe da immer ein bisschen recherchiert, die kommen ja jedes Jahr bei euch vor.
00:25:22: Also wir haben wenig gebaut aber quasi jedes Gebäude findet ihr gut von denen.
00:25:26: Wir sind begeistert!
00:25:28: Aber nicht nur wir.
00:25:29: Aber
00:25:29: diese Halle ist doch total banal?
00:25:31: Die habt so eine Halle für landwirtschaftliche Maschinen ausgewählt?
00:25:34: Also
00:25:34: das ist
00:25:36: jetzt
00:25:36: schwierig
00:25:37: für die
00:25:38: Publikum zu verziehen
00:25:42: wenn man die Projekte... Ja, ich kenne
00:25:44: genau Arestürba quasi zweimal vertreten.
00:25:47: Also Areste sind echte Heldendes in der Triebe ausgewornt.
00:25:51: Die Jugendsteam fünfezig Jahre alt vielleicht.
00:25:54: Superklasse!
00:25:55: Sie werden noch eine große Zukunft haben.
00:25:58: Es geht aber auch um die Frage wie verändert sich diese Form von Ästhetik oder von Schönheit?
00:26:07: Vielleicht unter anderen Rahmenbedingungen.
00:26:09: Also wir sind halt auch nicht mehr in der klassischen Moderne, sondern wir sind in einer Zeit des Umbruchs der Transformation wo wir Ressourcen schon agieren müssen und so weiter.
00:26:19: Und plötzlich andere Werte nach oben.
00:26:23: Der Preis geht an die Relevanz.
00:26:26: Die Relevance.
00:26:27: Und was ist
00:26:28: Relevant?
00:26:28: Das wäre
00:26:29: eben... Das
00:26:30: ist nicht das Gleiche wie Relevants two-taunsechzehn
00:26:33: oder zweitaunsechs.
00:26:34: Genau
00:26:34: ich habe auch hier
00:26:34: mal ganz zufällig ein paar Projekte der letzten zehn Jahre aufgereiht.
00:26:40: Das können jetzt unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer natürlich schlecht erkennen, aber das sind
00:26:46: die letzten Fähne.
00:26:47: Alles
00:26:48: neu bauten wenn ich es richtig sehe bis auf das eine Projekt von GMP in Dresden ist ein Umbau.
00:26:55: Das ist einen Umbaubau und so kann... Und im Jahr
00:26:58: twenty-three ist ein weiterbauen.
00:27:01: Das sah schon in den Achtzigern so aus Landratsamt Starnberg wurde erweitert genauso.
00:27:07: Das sind schöne Sachen
00:27:09: dabei.
00:27:10: Absolut, auch der Braunschweig, das Studierendenhaus oder wie das heißt... Das war genau das in Berlin glaube ich ein Berliner Projekt hier mit den Backsteinen.
00:27:19: Sehr schönes Projekt!
00:27:20: Ja ja ja also...
00:27:22: Die sehen es in der Küche.
00:27:24: In München bin ich nicht so restlos überzeugt mit dem Buchstaben dran.
00:27:27: Nein nein, also wie gesagt wir werden einzelne schöne Gebäude finden.
00:27:34: Herr Kasse Schullerschmal hat's eben schon aufgeführt dass diese Werte sich verändern und gerade junge Architektinnen und Architekten eben diesen Wahnsinnsdrang haben.
00:27:48: Und das wird ja auch sehr stark in der Lehre propagiert, eben ökologisch und möglichst ressourcenschont zu planen.
00:28:00: Würden Sie auch sagen, dass da eine vermeintliche Umweltschädliche Branche versucht, sich reinzuwaschen mit solchen Projekten?
00:28:12: Oder
00:28:14: eine vermeintlich umweltschädliche Branche mit so einer Jury und so einem Preis eben auch viele Projekte primiert, die vermeintlig nachhaltig sind weil sie im Bestand sind.
00:28:27: Weil sie einen gewitzigen Gemeinnützigkeitsanspruch haben, Gemeinschaftsflächen haben vielleicht auch mit wiederverwendenden Bauteilen weitergebaut wurde usw.
00:28:36: Das geht ja alles in die Richtung.
00:28:38: das war auch das was ich eben meinte dass man sich vermutlich auch in der Jury schon gar nicht mehr traut jetzt hier ein schickes Einfamilienhäusen mit Pool, was schön ist oder durchaus ja auch schön sein kann zu prämieren.
00:28:53: Ja also das eine ist die Logik von solchen Preisen und von Jurys überhaupt glaube ich.
00:28:59: Das krankt ja schon mal an einer Sache es werden durchweg neue Projekte bepreist, von denen wir gar nicht wissen ob sie wirklich funktionieren.
00:29:08: Wir wissen nicht wie die Ökobilanz Und wir wissen nicht, ob die Nutzer wirklich damit zufrieden sind.
00:29:13: Ich war mal hier bei einem BDA – ich nenne es gar nicht die Region – also jedenfalls eine regionale Untergruppierung des BDAs.
00:29:20: Da war auch in der Jury von so einem Preis, der da alle paar Jahre ausgelobt wird und das war interessant zu sehen dass die ähnliche Mechanismen wie ich sie kritisiert habe jetzt beim Dammpreis gewirkt haben, dass bestimmte Sachen einfach von vornherein ausgeschieden wurden.
00:29:36: Die kam gar nicht infrage!
00:29:37: Da waren schicke Bilder mit Pool dabei.
00:29:39: Die war so wie schöner Wohnen, ideal typisch sozusagen.
00:29:43: Ich wollte darüber mal reden ich wollte sie gar nicht primieren oder so aber ich fand es mal interessant sich über diesen Bautypus auszutauschen Aber mir schlug eine totale ablehnende Haltung gegen... Also nach dem Motto das kommt gar nicht in Frage Darüber reden wir gar nicht.
00:29:59: So einfach ist die Welt nicht!
00:30:00: In Deutschland werden nach wie vor Willen gebaut und das darf man auch.
00:30:03: Das ist ein demokratischer Fastenland wie Deutschland zulässig Willen zu bauen.
00:30:09: Und so lange das nicht verboten ist, finde ich müssen wir auch darüber reden.
00:30:12: da gibt es gute und schlechte Beispiele.
00:30:14: aber das war interessant zu sehen dass innerhalb dieser Architekten und das waren jetzt nicht nur Avangarde-Architektoren das waren auch durchaus im konservativeren Lager welche dabei.
00:30:21: das war also eine gemischte Jury Aber das war totaler Konsens.
00:30:25: Darüber reden wir erst gar nicht.
00:30:27: Das ist der eine Punkt, dass da nämlich eine Verengung war.
00:30:31: Ich finde auch, dass wir eigentlich viel stärker und das finde ich auch als es gibt ja in Amerika diesen Twenty Five Years Award wobei der sich nur ikonische Bauten kümmert, aber ich glaube wir müssten eigentlich auch in Deutschland darüber nachdenken stärker bauten zu primieren die sich bewährt haben.
00:30:47: Wo man nach fünf zehn zwanzig Jahren sagt so dass das Gebäude hat funktioniert es hat eine gute Ökobilanz und zwar faktisch und nicht nur auf dem Papier.
00:30:55: Ich habe mich noch an einer Veranstaltung mit Sauerbruch hatten.
00:30:58: die haben irgendwie das Bundesumweltamt oder so gebaut.
00:31:01: Und der Sauerbruch erzählte selbst wohl gemerkt, dass die Ökobilanz überhaupt ... also die theoretische Ökobilanz mit der Faktischen nix zu tun hat bei der Nutzer als intervenierende Variable ins Spiel kamen und die Leute haben halt nach wie vor die Fenster aufgemacht und die Ökobilanz dieses Hauses war nicht besser als das eines konventionellen Gebäudes.
00:31:21: So, und der zweite Punkt wenn ich das gerade noch anschließen darf Ich verstehe die jungen Architekten, dass sie sagen Wir wollen, also mit einem Idealismus antreten wäre es schlimm wenn es anders wäre.
00:31:32: Wir wollen zirkuläres Bauen machen wir wollen Materialien wieder benutzen und dass das eine eigene Ästhetik mit sich bringt.
00:31:41: Wenn man natürlich... Das ist dann Patchwork!
00:31:43: Und da kann ich nicht als Architekturkritiker erwarten, dass das aussieht wie ein aus einem Guss entworfenes Gebäude.
00:31:50: Das versteht sicher von selbst dafür habe ich durchaus Verständnis.
00:31:53: aber um an den Anfang zurückzukommen Das ist eine Kategorie, da bin ich auch dabei.
00:31:59: Wir zeichnen das Gebäude aus, dass zirkuläres Bauen ideal typisch ausformt.
00:32:05: Dafür gibt es einen Preis.
00:32:06: aber wir gucken uns in Gottes Namen diese Willen mal an die in deutschen Vororten entstehen von Millionären gebaut oder was weiß ich und gucken mal gibt's da auch ein gutes Beispiel?
00:32:16: Also mit den Einfamilienhäusern haben sie natürlich insofern Punkt weil das natürlich in der Gesellschaft eine ganz andere... Wahrnehmung widerfährt als in der Architekturbubble und auch die Tatsache, dass
00:32:28: glaube ich
00:32:30: von neunzehn kommen wir irgendwas Millionen Gebäuden.
00:32:33: In Deutschland Wohngebäude, sechzehn Millionen Einfamilien.
00:32:37: Und jetzt sehen Sie mal in den neuen
00:32:38: Bauviertel rein, wo gucken sich das gerade an?
00:32:41: Was da entsteht!
00:32:42: Das ist so billig
00:32:43: Bauhaus.
00:32:44: Da wird es schwierig mit dem Dammpreis aufheben.
00:32:46: Am
00:32:46: besten kommen sie ins Damm.
00:32:48: Da gibt's grad die Ausbildung Sub-Ovia über das Thema Einfamilienhaus und wie man da die Wohnungsnot lösen könnte, wenn man gewissen Prozentsatz umbaut.
00:33:01: Das beschäftigt uns gerade.
00:33:03: Und das Thema einfamilenhaus ist relativ explosiv weil die eine Gruppe findet es nicht diskutierbar und die anderen finden zum Beispiel junge Architekten für dies das Sprungbrett.
00:33:20: Wir haben jetzt den Preis auch mit der Bauwelt, nicht beim Baunetz.
00:33:27: Eine ähnliche Truppe aber anders und da gibt es dem Preis das erste Haus.
00:33:34: und dann geht's um weltweit die ersten Bauten und das sind meistens ein Familienhäuser weil das halt irgendwie der Bruder, der Onkel, die Tante, die Mama usw.
00:33:46: Und die guten Projekte... Wir sind dann tauchend auf, wir merken uns die Namen und die Leute in den nächsten Jahren werden an interessantere Größe Sachen bekommen.
00:33:56: Also das Einfamilienhaus ist sehr wichtig und deswegen wird es... Es kommt auch immer vor, wir suchen auch kleine Bauten und finden auch immer junge Büros weil da kommt es überhaupt erst, da fängt's ja an!
00:34:11: Die fangen ja selten an mit der Schule.
00:34:13: Aber
00:34:13: Peter, wann habt ihr das letzte Mal ein Altfamilenhaus in dem Preis gehabt?
00:34:17: Immer dabei, immer dabei.
00:34:19: Ja doch es sind auch tatsächlich glaube ich drei waren auch in diesem Jahr
00:34:23: unter den Kopf
00:34:24: ein Hundert.
00:34:25: Als Finalist zu gewinnen ist bisschen schwierig.
00:34:27: Das gab welche?
00:34:28: Umbauten.
00:34:30: Gerne umbauen ja zurzeit Sie sehen ja, welche Themen so on-vogue sind in den ganzen Jahren also als Superfield den Eingang in Berlin zum Museumstürmsel baute.
00:34:44: Das geschieht auch nicht jeden Tag, deswegen war es ein Preisträger.
00:34:47: Es gibt solche singulären Projekte.
00:34:50: Wenn Stuttgart-Einzwanzig fertig geworden wäre, dann würden
00:34:55: wir... Aber
00:34:56: wenn's im Jahr ein Dreißig fertig wird, wirds vielleicht immer noch zeitgemäß ausschauen?
00:35:01: Oder
00:35:02: ein Vierzig
00:35:03: oder...?
00:35:04: Ich möchte ganz kurz nochmal auf einen ganz wichtigen Punkt von Herrn Alexander zu sprechen kommen und zwar diese Frage nach den Gebäudearten, nach der Kategorisierung.
00:35:14: Das halte ich wirklich für einen eigentlich guten oder interessanten Ansatz.
00:35:20: Sie vermissen ja, so handelt es zumindest geschrieben, dass eben Einfamilienhäuser oder Industriebauten oder Militärbautn oder was auch immer diese Kategorien gar nicht vorkommen und vielleicht würde Auswahl oder ein größeres Spektrum an Gebäude, Typen einfach von Vorteil sein um nicht nur zu sagen das sind die besten Bauten sondern in der Kategorie Büro und Verwaltung.
00:35:55: Also ich halte nicht viel
00:35:57: von Designpreisen mit ihren Kategorien die übrigens die Kategorian aus anderen Dründen einführen damit es möglichst viele Kategorien gibt mit möglichst vielen Goldseberbranchen Platin.
00:36:10: Mit der Folge, dass nachher hundert Gewinner sind und jeder muss ordentlich zahlen.
00:36:15: Das
00:36:16: müsste sie ja nicht davon abhalten.
00:36:18: Wir haben
00:36:20: Kirschen und Äppel und Bern und Mangos und Papayas alles zusammen.
00:36:27: Verkleichen
00:36:27: dann aber auch Äpfel mit Papayans?
00:36:29: Also der
00:36:30: große und der kleine die werden gemessen.
00:36:33: Die Großen sind komplex und haben ein Problem oft, weil sie viele Probleme beantworten mussten.
00:36:38: Die Kleinen haben nun nur ganz wenig Probleme und können die souverän lösen mit kleinem Budget.
00:36:45: Deswegen haben die Kleinen das einfacher als die Großen.
00:36:48: aber
00:36:49: es geht um Qualität, Exzellenz und Qualität in allen Belangen je nach Jury gewichtet und deswegen gewinnen mal größere und manchmal kleinere Selten.
00:37:03: zu klein ist einfach unfair.
00:37:05: Aber sie kommen vor, wie vorletztes Jahr war noch eine Toilette in Weimar.
00:37:10: also das ist nicht sehr viel.
00:37:12: Das Büro hat ...
00:37:14: Die war aber schön!
00:37:14: Die war sehr schön und das Büro hatte jetzt größere Aufträge bekommen.
00:37:18: ein junges Büro, hat einen Klo gebaut im Denkmalgeschützten Park in Weimer und wurde überall eingeladen zu vorträgen.
00:37:26: Ist doch wunderbar.
00:37:27: Welchen Vorteile Alex dann würden Sie denn sehen in so einem größeren Spektrum an Gebäude, Arten oder Kategorien?
00:37:38: Na ja.
00:37:39: Wie soll ich sagen?
00:37:40: also eine breitere Akzeptanz innerhalb der Architektur Szene.
00:37:43: Also es ist glaube ich größere Teile der Architekturszene überhaupt nicht widerspiegelt für diesen Preis.
00:37:51: Die konservativere Fraktion nimmt das nimmt die Zug eigentlich nur mit den Achseln.
00:37:57: und wenn ich das deutsche Architektermotion wäre würde ich mir überlegen wen will ich eigentlich ansprechen?
00:38:02: Will ich meine bewährten Partner irgendwie immer glücklich machen oder habe ich einen breiteren Anspruch?
00:38:10: Das ist ja das der Kerl meiner Kritik.
00:38:12: Und ich würde sagen, Ich kann den Punkt schon verstehen von Peter Katschohler-Schmar.
00:38:16: Wenn man lauter Unterkategorien bildet dann bekommt es so ein bisschen wie die deutsche Phonomenindustrie versucht, möglichst viele Kategorie zu bilden um alle glücklich zu machen und man hat als als Betrachter den Eindruck, naja das ist irgendwie so gemauschelt und alle zufriedengestellt werden.
00:38:34: Das würde das Profil von so einem Preis auch ein bisschen beschädigen.
00:38:37: aber ich glaube vielleicht weniger über die Kategorien sondern wenn man die Jury und das war ja auch im Punkt in meinem Artikel, wenn man dem Mut hätte zu sagen wir werden schon in der Jury ein bisschen kontroverser.
00:38:51: Wir laden mal einen Növer ein oder you name it, im Gottesnamen auch Herr Meckler.
00:39:00: Dann wird es in der Jury interessanter werden glaube ich persönlich und bei einem Punkt war ja auch dass man vielleicht mal jemanden einlädt der gar nicht so viel mit Architektur hat.
00:39:10: Ein anderer Punkt von ihnen war ja das nur acht von sechzehn Bundesländern in der Shortlist vertreten sind also in diesen zwanzig-einundzwanzig Projekten in diesem Jahr.
00:39:21: Und das wäre ja meiner Meinung nach auch ein Hebel oder eine Möglichkeit zu sagen, naja wenn wir Kategorien hätten dann müssen wir auch Projekte bündeln und vielleicht entsteht dadurch dann auch so ich sage eine höhere Repräsentanz mehr oder weniger aller oder vieler Bundesländer.
00:39:43: Ach
00:39:45: so, ja genau.
00:39:46: Also das ist jetzt... Da muss ich sagen, dass habe ich von der KI machen lassen.
00:39:52: Das
00:39:52: hab' ich nicht selbst gemacht und irgendwann mal war Tübingen in Hessen.
00:40:01: Und da habe ich gesagt, hey Chaddy!
00:40:03: Jetzt guck nochmal nach du hast dann Fehler gemacht und dann hat er noch einmal ausgespuckt und dann waren plötzlich vier oder fünf Projekte im falschen Bundesland.
00:40:11: also das ist das bestmögliche Ergebnis.
00:40:13: Ich möchte nur erwähnen
00:40:16: Ich
00:40:16: da nichts für kann.
00:40:18: Ja, ich finde das super!
00:40:19: Es ist...ich weiß gar nicht ob man es lesen kann überhaupt.
00:40:23: Aber die Struktur stimmt.
00:40:24: Das wollte ich sagen in etwa die Zahlen stimmen schon und wir sehen
00:40:28: die Qualität in Deutschland.
00:40:29: Man
00:40:30: sieht natürlich dass es einen...nicht ein Nord-Süd Gefälle gibt sondern so'n Nord-Nord-und Mittelgefälle.
00:40:36: also Berlin ist super stark vertreten Bayern ist das stärkste Bundesland und Baden-Württemberg.
00:40:44: Also der Süden ist
00:40:45: stark... Ja, genau so jedes Jahr!
00:40:48: Mit Berlin?
00:40:49: Immer.
00:40:49: Und zwar denn am schlimmsten ist eigentlich gemessen an seiner Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen.
00:40:57: und da stellt sich die Frage was ist los in der Baukultur Nordrheimwestfalen?
00:41:02: In Bayern und Baden-Württemberg gibt es Wettbewerbe, dann gewinnt der Beste.
00:41:11: Der wird gebaut sogar und dann gibt's ein gutes Projekt.
00:41:15: in Nordrhein-Westfalen werden die Aufträge anders verteilt und ja das sieht dann so aus wie es ist und wir sind nicht die Architektenkammer weil die Kammern würden sich mit so einem Ergebnis die Brügel einholen von bestimmten Verwenden.
00:41:31: Wir haben nichts mehr der Kammer zu tun Und wir machen nur nach Qualität.
00:41:36: Wir wissen manchmal gar nicht, wo die Projekte sind.
00:41:39: Weil sie von irgendeinem Ort kommen, den wir nicht kennen und am Ende macht der Verlag die Karte Und wir denken Ups schon wieder nix im Norden.
00:41:49: Die Hauptstadt der Architektur ist Berlin heute und die zweite ist München Und deswegen fahren wir jedes Jahr nach Berlin und München.
00:42:02: Das ist zufällig oder auch nicht bis in seltenen Hamburg Und so ist die Qualität verteilt und das ist hochinteressant.
00:42:11: Aber politisch ungewollt, der Osten kommt manchmal dran.
00:42:16: Leipzig ist nicht schlecht aber Sie sehen dass es was rumkommt ohne dass man's will.
00:42:23: Ich wollte auch gar kein Regenatpropos das Wort reden also da würde ich missverstanden werden um Gottes Willen.
00:42:29: Also, gute Projekte müssen als euch ausgezeichnet werden und wenn Nordrhein-Westfalen hinten runterfährt, zubiert.
00:42:35: Aber Sie haben es schon bedauert dass Hessen nicht dabei ist?
00:42:37: Nö auch nicht!
00:42:39: Das ist das ist nicht mal ein Punkt.
00:42:41: ich habe überhaupt keinen Lokalpatriotismus.
00:42:43: nur Peter wir müssten dann nochmal genau nachgucken wie viele Projekten von denen die ihr ausgezeichnt habt wirklich einen Wettbewerbsverfahren durchlaufen haben.
00:42:51: da bin ich mir ganz sicher Ja, viele bestimmt.
00:42:53: Aber also man müsste mal gucken diese kleineren gerade von so Baugruppen und was ihr da so habt.
00:42:59: das habe glaube ich jetzt kein Wettbewerbsverfahren durchlaufen.
00:43:02: Ich finde das Wettwärtswesen auch gut Da haben wir gar keinen Distanz.
00:43:05: Wie gesagt ist die Diskussion jetzt glaube ich passt in unser Muster gar nicht so sehr rein.
00:43:11: Ich bin ein großer Freund des Wett bewerbswesens gar keine Frage.
00:43:14: aber Ich glaube, man kann aus diesen Zahlen auch nicht dann alles ableiten.
00:43:18: Aber wie würden Sie das denn hallen?
00:43:20: Sie haben das ja kritisiert und dass acht Bundesländer gar nicht vertreten sind...
00:43:23: Ist mir nur aufgefallen!
00:43:24: Ich habe es dich kritisieren.
00:43:25: Na ja, Sie haben doch schon abschließend dann nochmal gesagt naja und wenn vielleicht dir und die Hebel quasi
00:43:34: umgelegt
00:43:35: werden, dann hätten vielleicht auch die anderen Bundesländern wieder eine Chance oder so sinngemäß.
00:43:43: Die Berlin Bias hat glaube ich was damit zu tun, dass da besonders viele Projekte gemacht werden die den Vorannahmen der von mir unterstellten Vorannahm der Jury entsprechen.
00:43:54: Da gibt es einen Connex in Berlin sitzen diese ganzen Büros die diese ideologische Richtung die ich kritisiere besonders verkörpern.
00:44:03: Und in München gibt es auch so eine Bubble, da habt ihr auch schon zwei Jahre war das glaube ich.
00:44:10: Dieses gemeinschaftliche Wohnen ausgezeichnet.
00:44:14: So ein Leipziger Büro.
00:44:18: Es gibt Städte, in denen konzentriert sich auch eine gewisse architektonische Haltung in den Büros und das spiegelt sich wieder.
00:44:26: Das war eigentlich der Punkt, den ich machen wollte.
00:44:29: Dann habe ich das vielleicht falsch verstanden?
00:44:31: Vielen herzlichen Dank für das Gespräch!
00:44:33: Dr.
00:44:33: Matthias Alexander von der FAZ und Peter Katschola-Schmal vom Damm!
00:44:38: Und vielen Dank Ihnen allen fürs
00:44:40: Zuhören!".
00:44:41: Ja, und das war die Debatte über die Kritik am Dammpreis twenty-sechsundzwanzig ausgelöst durch einen Artikel in der Frankfurter allgemeinen Zeitung vom vergangenen Februar, der eine Welle der Entrüstung in der Fachwelt ausgelöszt hat.
00:44:53: Die nächste Episode zweihundertsiebzehn erscheint am siebenund zwanzigsten August – und dort spreche ich mit Dr.
00:45:00: Max von Bredo einem Projektentwickler aus dem oberbayerischen Colbamore, der als Autodidakte in die Baubranche eingestiegen ist und für den Gemeinschaft- und Lebensqualität in seinen Bauvorhaben an erster Stelle stehen.
00:45:14: Ich danke euch fürs Zuhören und freue mich natürlich wenn ihr in Kürze wieder mit dabei seid!
00:45:19: Und jetzt gibt es noch ein paar Veranstaltungshinweise in eigener Sache – Ihr könnt die Heinzer Architektur ProTechs XX in den kommenden Wochen an folgenden Orten live miterleben.
00:45:31: Am dritten Neunten in der Federnfabrik in Düsseldorf, am zehnten neunten im Crewcenter in Hamburg, am siebzehnten Neunsten im Klebeck-Sechsenderzehn in Basel, am vierundzwanzigsten neunnten in der alten Spinnerei in Leipzig und am vierzehnten Zehnten in den kleinen Olympian Halle in München!
00:45:49: Der Eintritt ist selbstverständlich frei – wie immer gibt es auch Fortbildungspunkte für die Architektinnen unter euch.
00:45:55: Diesen und weitere Links findet ihr natürlich auch in den Schonauts.
00:46:00: Danke für euer Interesse, bis bald!
00:46:03: Tschüss!
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