#215 – Florian Waller, Behnisch Architekturbüro: Moderne Lernlandschaften
Shownotes
Viele Schulgebäude, die wir heute kennen, stammen aus einem pädagogischen Modell des frühen 20. Jahrhunderts: Flur, Klassenzimmer, Tafel, Frontalunterricht. Doch wie lernen Kinder heute und welche Räume brauchen sie dafür wirklich? Florian Waller, Partner bei Behnisch Architekturbüro, einem der international renommiertesten deutschen Architekturbüros, hat die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn realisiert – Teil des Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung und eines der meistdiskutierten Beispiele zeitgemäßer Lernarchitektur. Das Büro widmet sich seit jeher dem Bauen für eine offene, demokratische Gesellschaft – Schulen inklusive.
Wallers Ansatz: Lernen passiert nicht ausschließlich im Klassenzimmer, sondern in der gesamten Schule. Die Josef-Schwarz-Schule übersetzt das konsequent: ein terrassiertes Gebäude auf einem Sockel, drei pavillonartige Baukörper für Grund-, Mittel- und Oberstufe, natürliche Lüftung statt Klimaanlage, Holz und Lehm statt HPL und Kunststoff. Fast 60.000 Quadratmeter – und kein Geschoss gleicht dem anderen.
Seine Überzeugung: Das pädagogische Konzept gibt die Architektur vor, nicht umgekehrt. Und Nachhaltigkeit beginnt damit, Kindern beizubringen, dass ihre Handlungen Konsequenzen haben, auch wenn es im Klassenzimmer mal stinkt.
Ein Gespräch über Lernlandschaften, die Grenzen von Flexibilität, natürliche Materialien als pädagogisches Mittel und die Frage, wie viel Identität eine Schule braucht, um wirklich zu wirken.
Wichtige Partner für die Entwicklung des Projektes sind Planstatt Senner für die Außenanalagen sowie Transsolar für das Klimakonzept.
Werbepartner: www.uretek.de
Behnisch Architekturbüro https://behnisch.com//
Planstatt Senner https://www.klima-umwelt-planstatt.de/
Transsolar KlimaEngineering https://transsolar.com/de
Heinze ArchitekTOUR PROJECTS26 https://architektour.heinze.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Für uns ist gerade jetzt die Frage interessanter denn je welche Umgebungen angeboten werden müssen, damit Menschen im bestmöglichen Sinne einer demokratischen Gesellschaft sich entwickeln können.
00:00:17: Hallo, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Architekturfunk präsentiert von Uretik.
00:00:24: In der letzten Episode Nummer zweihundertvierzehn habe ich ja mit Lara Kacca vom Werner Subbeck AG gesprochen die sehr, sehr spannend über ihr Aufgabenfeld Green Technology in ihrer Funktion als Vorständin berichtet hat.
00:00:38: und falls ihr noch nicht reingehört habt dann möchte ich euch auch diese Folge wärmstens ans Herz legen.
00:00:43: es lohnt sich.
00:00:44: Wir sind nun bei Episode twohundertfünfzehn angelangt und heute beschäftigen wir uns mit modernen Lernlandschaften.
00:00:51: Viele Schulgebäude, die wir kennen, stammen aus einem pädagogischen Modell des frühen zwanzigsten Jahrhunderts Flur, Klassenzimmer, Tafel, Frontalunterricht – doch was lernen unsere Kinder eigentlich wie?
00:01:05: Und welche Räume braucht es dafür?
00:01:07: Florian Waller ist Partner bei Benish Architekturbüro, einem der international renommiertesten deutschen Architektorbüros.
00:01:14: Dass ich seit jeher mit dem Bauen für eine offene und demokratische Gesellschaft beschäftigt – gemeinsam mit den Planungspartnern Planstadt Senna & Tranzola hat Benish Archeitakturbüro unlängst die private Josef Schwarzschule in Heilbronn fertiggestellt.
00:01:31: Sie ist Teil des Bildungskampus der Dieter-Schwarzstiftung und eines der meist diskutierten Beispiele zeitgemäßer Lernarchitektur.
00:01:40: Über das Konzept und über die Umsetzung des Projektes werden wir also gleich ganz viel erfahren.
00:01:46: Florian, schön dass du da bist!
00:01:48: Vielen herzlichen Dank.
00:01:49: Schön, dass ich hier sein
00:01:50: darf.
00:01:51: Bevor wir über Schulen sprechen – Du bist Partner bei wenig Architekten.
00:01:55: Wie kam es zu dem Fokus auf Bildungsbauten?
00:01:58: Bist du da am Anfang reingerutscht und nie mehr wieder rausgekommen?
00:02:02: Nee, das würde ich tatsächlich gar nicht sagen.
00:02:04: Ich würde auch gar nichts sagen dass wir absichtlich den Fokus aus Bildungs bauten setzen.
00:02:09: Ich denke bei Benish insgesamt geht das eher zurück sogar auf Günter Benisch der in den fünftiger- sechziger Jahren einfach massiv auch am Wiederaufbau beteiligt hat und gerade auch im Sinne bauen für eine offene Gesellschaft natürlich vermehrt sich auch dem Schulbau gewidmet hat.
00:02:25: Und neben dem Zuhause ist da eben auch Kindergarten, Schule und so weiter der Grundstein für die Entwicklung eines Kindes und dementsprechend einfach schon immer ein ganz wichtiges Thema im Büro und deentsprechend nicht an mir vorbei gegangen.
00:02:40: Für uns ist gerade jetzt die Frage interessanter denn je welche Umgebungen angeboten werden müssen damit Menschen im bestmöglichen Sinne einer demokratischen Gesellschaft sich entwickeln können.
00:02:53: Ein Projekt über das wir heute ausführlich sprechen werden ist die Josef Schwarzschule in Heilbronn, wie glaube ich letztes Jahr fertiggestellt wurde.
00:03:01: Sie ist Teil des Bildungskampus der Dieter-Schwarzstiftungen ein Projekt, das oft als Beispiel für zeitgemäße Lernarchitektur genannt wurde.
00:03:12: Jetzt is bei Benish Architekten so dass es eine ziemlich starke, architektonische Identität gibt.
00:03:20: Viele verbinden das Büro mit Transparenzoffenheit demokratischen Räumen und auch Schulen sollten ja diese Eigenschaften haben und gehören sicherlich zu den spannenderen Bauaufgaben gerade in Zeiten, in denen wir einen enormen Wandel ausgesetzt sind oder ein enormer Wandel erleben.
00:03:38: Viele Schulgebäude, die wir heute kennen, stammen ja noch aus einem pädagogischen Modell des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.
00:03:44: Vielleicht eher Flur, Klassenzimmer, Tafel, Frontalunterricht.
00:03:49: sind dieser räumlichen Modelle aus deiner Sicht wirklich überholt?
00:03:53: In großen Teilen sind sie sicherlich überhohlt.
00:03:56: wenn gleich ich da vorsichtig wäre einen finales Urteil zu sprechen.
00:04:01: denn so schön unsere Neubauten und so innovativ und flexibel und auch nachhaltig unsere Neubauten auch im Schulbereich sind.
00:04:10: Wir müssen uns irgendwann auch mit der Frage auseinandersetzen und tun das aktuell noch viel zu wenig, wie können denn einfach auch bestehende Schulbauten eben neuen pädagogischen Modellen gerecht werden?
00:04:22: Weil es kann sicherlich keine Lösung sein die ganzen alten Gebäude abzureißen und neue zu bauen.
00:04:29: Das wird hier und da nicht zu umgehen sein.
00:04:32: grundsätzlich aber würde ich es nicht jetzt komplett ausschließen, dass auch mit bestehenden baulichen Strukturen so als sie auch dennoch sein einfach neue pädagogische Konzepte umzusetzen.
00:04:44: Ich glaube einfach nur das ist noch nicht in dem notwendigen Maßstab zumindest bei uns in Deutschland passiert.
00:04:49: Bedeutet es dann gleichzeitig oder im umgekehrten Sinne, dass Neubauten immer ein neues Grundrisskonzept beinhalten?
00:04:59: Meinst du jetzt gegenüber einer Flurschule, einer klassischen Flur-Schule?
00:05:02: Ja.
00:05:03: Also es gibt eigentlich keine Auslobung mehr in Form von Architektenwettbewerben die wir auf den Tisch bekommen wo jetzt tatsächlich eine Klassische, wo direkt eine klassische Flurschuhe geplant ist.
00:05:14: das findet eigentlich nicht mehr statt.
00:05:16: also in allen Auslobungen für Schulen spricht man von Klastermodellen, spricht mal von Lernhausmodellen sprich man von Lerndlandschaften.
00:05:25: Da würde ich tatsächlich sagen, dass es so bei reinen Neuborten nicht mehr gewünscht und auch nicht mehr up to date.
00:05:32: Genau sind moderne Lern- und Bildungslandschaften viel Individualisierung, viel Projektarbeit Teamarbeit.
00:05:39: Digitalisierung spielt sicherlich auch eine Rolle.
00:05:42: das heißt man kann eigentlich fast sagen Das bisherige Klassenzimmer ist eigentlich zu klein gedacht Und die Bereiche öffnen
00:05:49: sich
00:05:50: Und es gibt viele Blickbeziehungen, Blickachsen usw.
00:05:53: Was braucht denn die Architektur um diese Konzepte räumlich möglich zu machen?
00:05:58: Ein entscheidender Schritt ist sicher dass man schon vor längerer Zeit aufgehört hat diese ganz klare Grenze zwischen Klassenraum und alles was darum liegt eben aufzuheben.
00:06:09: im Sinne von wo passiert denn Lernen?
00:06:12: so ist es so interpretiere ich zumindest diesen Begriff Lernlandschaften, dass wir eben sagen lernen passiert nicht auslesig nur im Klassenzimmer sondern eigentlich in der gesamten Schule.
00:06:23: Das heißt wir haben heute als Architekten oder eben im gesamten Projektteam dann auch inklusive Nutzer und Bauherrschaft die Möglichkeiten eben die gesamte Schule mit allen Flächen usw.
00:06:33: Als Lernräume zu denken und es gibt uns natürlich einfach vielen größeren Spielrahmen auch in Hinblick auf unterschiedliche Situationen anbieten, eine flexiblere Struktur.
00:06:44: weil ich eben unterschiedliche Räume mit unterschiedlichen Blickbeziehungen hast du angesprochen.
00:06:49: aber es geht natürlich auch um Atmosphären.
00:06:52: Wo sind Räumel für Austausch?
00:06:53: Wo kann ich mich mal zurückziehen?
00:06:55: Wo komme ich in großen Gruppen zusammen?
00:06:57: Wo komm'n ich einen kleinen Gruppen zu- sammen?
00:06:58: Wo lerne ich eher konzentriert?
00:07:01: Wo mache ich eher ne praktische Tätigkeit?
00:07:04: Wo lern ich innen und wo lern Ich im Außenraum?
00:07:07: Wie gesagt, es gibt uns einfach natürlich einen sehr großen Spielraum oder hat einfach einen sehr grossen Spielraum ermöglicht als man diese Grenze einfach aufgebrochen hat.
00:07:15: Oder diese strikte Trennung.
00:07:17: Das heißt die Pädagogik der pädagogische Ansatz gibt die Architektur vor und nicht umgekehrt?
00:07:24: Auf jeden Fall also auf jeden Fall ich würde sagen Das pädagogische Konzept oder die Vorgaben der Pädagogen ist ein ganz, ganz maßgebender Teil in unserer Arbeit.
00:07:37: Da merkt man dann dass es eben in Wettbewerbsauslogungen wenn die mal besser sind ist dort relativ gut beschrieben auch was gewünscht ist.
00:07:45: In Kolokien hat man dann die Möglichkeit da auch Rückfragen zu stellen.
00:07:49: mittlerweile haben sich glücklicherweise einige Begriffe auch schon bisschen etabliert so das man auch schonmal weiß was damit gemeint ist.
00:07:56: aber Das reicht bei weitem noch nicht aus, was dann bedeutet.
00:08:00: Wenn es eben zum Projekt kommt und wir in den frühen Leistungsphasen sind ist die Zusammenarbeit mit den Pädagogen auf Nutzerseite unglaublich wertvoll und ich würde sogar sagen auch notwendig um die Architektur wirklich einfach anzupassen.
00:08:27: ohne große Baustelle, ohne Nutzungsunterbrechung.
00:08:32: Das ist UreTech – Deutschlands Nummer eins für minimalinvasive Baugrundverstärkung mit Expansionsharzen, Immobilien bewahren, wirtschaftlich und nachhaltig!
00:08:44: Mehr erfahrt ihr unter www.uretech.de.
00:08:49: Werbung.
00:08:50: Ende Kommen wir doch mal zur Josef Schwarzschule.
00:08:55: Für alle, die das Projekt nicht kennen ist es wie gesagt Teil des Bildungskampus in Heilbronn mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
00:09:05: aber vielleicht kannst du uns das Projekt einmal auf der Tonspur beschreiben.
00:09:09: Die Stadt Heilbronn ist eine Stadt, die sich rasant entwickelt.
00:09:14: Die Dieter-Schwarz Stiftung hat sich dort der Bildung verschrieben und investiert da extrem oder sehr positiverweise in die Hochschule Heilbron.
00:09:23: Wer das verfolgt wird es festgestellt haben wir sehr und progressiv Heilbronnen sich da entwickelt Und innerhalb der Stiftungen stand irgendwann eben die Idee die Lücke zwischen den Betriebskitas der Schwarzgruppe und der Universität zu schließen.
00:09:37: Und so ist die Josef Schwarzschule geboren, ich meine das war ... Ich sage das jetzt mal ein bisschen flapsig.
00:09:45: Man hat dort einen Versuchsobjekt gestartet, das würden die sicherlich anders beschreiben aber man hat dort eben eine Gebäude errichtet mit der Josef Schwarzschule in einem Vorort von Halbronn und es war tatsächlich so erfolgreich dass sie dann im Jahr zwei tausend neunzehn einen Wettbewerb ausgelobt haben indem wir beteiligt waren für ein Erweiterungsbau an zentraler Stelle in Halbron.
00:10:07: Und das Projekt entsteht oder ist im Neckarbogen entstanden, ein neuer Stadtteil auf einem ehemaligen Industriegelände.
00:10:13: Und für uns architektonisch als wir architektronisch eingestiegen sind war vor allem dann zunächst die Frage wie kann an so einem Ort in einer innerstädtischen Lage mit einer sehr dichten kompakten Bauweise angrenzend an das Gelände der Deutschen Bahn eine angemessene Lernumgebung fürs Schüler aller Altersklassen?
00:10:33: weil die Schule von ersten bis zur dreizehnten Klasse wird die Besucht durch den Schüler.
00:10:39: Und die Frage, was eben eine angemessene Lernumgebung in genau diesem Kontext ist, konnten wir nicht beantworten weshalb wir gesagt haben Wir heben die gesamte Schule um ein Plateau und einen Geschoss an und trennen diesen urbanen Raum eben von der Landlandschaft, bieten den Schüler dort angehoben in eingeschossiger Höhe eine eigene Welt mit den zugehörigen Freiflächen.
00:11:05: Da ist ein terrassiertes Gebäude entstanden sehr spannende Innen-Außenraumbezüge aber auch eben sehr individuell das es so der Kern architektonisch dieses Gebäudes auszeichnet und er letztendlich glücklicherweise dazu geführt hat dass wir den Wettbewerb gewinnen konnten.
00:11:21: Also von der Geometrie muss man sich das wie vorstellen, es ist ein langer rechtäckiger Regel.
00:11:28: Wie ein Gebäudesockel und im ersten Obergeschoss sind quasi drei Aufbauten mit Grund-, Mittelschule- Gymnasium und der Pausenbereich findet quasi im ersten Obergeschoss statt.
00:11:43: Im Prinzip könnte man es so beschreiben, genau wir haben.
00:11:46: natürlich gibt es große Gemeinschaftsbereiche, es gibt Sporthallen Aula, Mensa Verwaltungsbereich und noch weitere.
00:11:54: die haben wir alle in diesen von dir Sockel genannt in das Erdgeschoss gepackt.
00:11:59: ja die haben eben diesen urbanen Bezug den Bezug zum Neckarbogen zum angrenzenden Stadtquartier.
00:12:05: Und diese eigentliche Landwelt besteht, wie du es gesagt hast aus drei pavilionartigen Baukörpern in denen dann jeweils die Schulen Grundmittel und Oberstufe untergebracht sind.
00:12:17: Die sind alle terrassiert ausgeführt.
00:12:20: Der Freibereich oder der Pausenhof befindet sich aber nicht nur am ersten Obergeschoss sondern zieht sich ganz hoch bis aufs Dach.
00:12:28: Außentreppen, so es heißt ich kann sowohl im Gebäude drin als auch außen über alle Geschosse mich eben frei im Freiraum bewegen.
00:12:37: Ist das auch die zentrale architektonische Idee?
00:12:40: Im Bezug auf was ist eine angemessene Lernumgebung?
00:12:43: welche Umgebungen können wir den Kindern dort den Schülerinnen dort bieten?
00:12:47: ja Was
00:12:47: ist das übergeordnete architektonische Konzept in Bezug Auf Die große Spanne von der ersten bis zu treizenden Klasse, die in einem Gebäudekomplex zusammen funktionieren müssen nebenan?
00:13:00: daher also was ist die Idee um das zu erreichen?
00:13:03: oder wie wurde die Idee entwickelt um genau das zu erreichen dass diese drei Bereiche sich räumlich aber auch in der Nutzung verbinden.
00:13:12: Also Vorgabe der Bauherrschaft und des Nutzers war Schule als eine Schule wahrgenommen wird.
00:13:20: Das war den sehr, sehr wichtig dass man eben nicht sagt das ist ein Zockel und da stehen drei Häuser oben drauf und dann haben wir die Grundschule und dann wird die Mittelstufe und dann die Oberstupe.
00:13:29: Das Haus ist zwar so organisiert aber soll auch durch die Schüler wie gesagt als Eingebäude oder als ein Organismus wahrgenommen werden indem ich mich eben von der ersten bis zur letzten Klasse durchbeweg und mich praktisch im Gebäude oder in diesem Organismus, je älter ich werde einfach umziehe.
00:13:50: Und das architektonische Konzept dahinter ist wie gesagt dass sich eine dreigeschossige Struktur habe aus horizontalen Baukörpern die sich ineinander verschränken dadurch immer wieder Terrassen ausbilden und eben eine ganz enge Vernetzung zwischen Außen- und Innenräumen herstellen.
00:14:07: Und das zieht sich aber eben über die gesamte Struktur, über.
00:14:11: Das würde ich als das zentrale architektonische Konzept beschreiben.
00:14:14: Ja und kannst du noch was zur Materialität sagen?
00:14:18: Wir haben gemeinsam mit Schleich Bergermann – das waren die beauftragten Tragwerksplaner an dem Wettbewerb zusammengearbeitet – die sind glücklicherweise dann auch beauftragt worden und wir haben dieses Architekthonische Prinzip oder dieses architektronische Koncept des durchgehenden.
00:14:35: Du hast das genannte Sockel mit den Gemeinschaftsbereichen und dem Schulbereich oben drauf, eins zu eins in ein Tragwerkskonzept übersetzt.
00:14:43: Das heißt der Sockel, die Gemeinschafsbereiche des Erdgeschosses ist eher noch konventionell in massiv Bauweise errichtet.
00:14:49: Wir haben dort auch große Fachwerkträger um eben die Sporthallen usw.
00:14:53: zu überspannen Und obendrauf, die eigentliche Schule oder die Schulbereiche sind einer Holzhybrid-Bauweise realisiert.
00:15:01: Also klar muss es erstmal ein Leichtbau sein, dass das statisch überhaupt funktioniert, dass sich eine dreigeschossige Schule auf der Sporthalle draufbaut aber auch aus Gründen der Materialeffizienz.
00:15:14: einfach haben wir uns dort für einen Leichtbaum entschieden und da lag der Holzbau sehr nahe.
00:15:20: Wir haben dann dieses Thema Holzbau auch in den Innenausbau sehr stark weiter getrieben.
00:15:28: noch so ein relativ grobes, rudimentäres Bild.
00:15:31: Wir haben immer von einem warmen Charakter gesprochen und haben das in der Durchplanung dann später einfach mit natürlichen Materialien vor allem ergänzt.
00:15:40: Einfach an Natürliches Holz was einen ganz ganz wichtigen elementaren Teil der Innenraumgestaltung ausmacht und haben es dann später ergänzten mit Lehm, Kautschuk, Naturstein bzw.
00:15:52: Betonwerkstein.
00:15:54: Und das ist letztendlich der Materialcharakter, der dieses Haus nachher oder die Schule nachher auszeichnet.
00:16:02: Und die Tatsache dass ihr dann die aufgesetzten Pavillons in Rollsybritbauweise erstellt habt hat euch auch den Freiraum ermöglicht dort individuell die Grundrisse zu gestalten?
00:16:16: Wir sprechen insgesamt von fast sechzig tausend Quadratmeter Schule und wir waren zunächst sehr pragmatisch unterwegs und haben gesagt, wir brauchen irgendein System was wir halbwegs durchziehen können.
00:16:29: Was uns aber trotzdem... erlaubt individuell eben auf die jeweils pädagogischen Anforderungen einzugehen, weil natürlich sieht der Bereich der Grundschule im Grundriss ganz anders aus als den Bereich der Oberstufe und mit ganz vielen Abstufungen und Varianten eben dazwischen drin.
00:16:47: Und auch da lag dann der Leichtbau beziehungsweise der Skelettbau- und Holzbau sehr nahe, weil wir eben nur ganz wenig tragende Elemente in dem Grundrissen haben und so hat uns das eben extrem viel Spielraum ermöglicht sehr frei die Grundrisse tatsächlich zu gestalten.
00:17:03: Es gibt keinen Geschoss, was dem anderen gleicht.
00:17:06: Das liegen nie irgendwie Trennwände übereinander.
00:17:09: für uns war es ein sehr gutes Mittel weil wir wirklich in jedem Bereich sehr individuell eben auf die Architektur im Sinne der Raumbildung eingehen konnten.
00:17:19: Ich würde gerne nochmal näher auf das pädagogische Konzept eingehen wollen und dann auch eben darauf kommen wie sich das dann quasi in die Architektur übersetzt hat oder übersetzt wurde.
00:17:31: Diese Lernlandschaften, diese Cluster lassen sind so ein Buzzword das oft verwendet wird eben immer sinnbildlich für ein modernes innovatives Schulkonzept.
00:17:42: offene Lernlandschaften viele viele Lehrkräfte idealerweise Rückzugsräume Teamwork wir haben es eben schon angedeutet gab es in diesem Prozess wirklich einen ganz intensiven Austausch Pädagogen und wurde daraus eine Expertise entwickelt die dann in ein architektonisches Konzept übertragen wurde.
00:18:01: Die Schule wird betrieben durch Forms, das ist ein Unternehmen was in ganz Deutschland Privatschulen betreibt Und die waren sogar noch, bevor wir eingestiegen sind in das Projekt beteiligt an dem Aufsetzen eben dieses Projekt als Josef Schwarzschule innerhalb von.
00:18:18: Und logischerweise waren die dann auch im Planungsprozess sehr intensiv beteilig und war ein extrem wertvoller und wichtiger Teil des Planungsteams.
00:18:28: Wir haben den Austausch mit Forms und mit den zuständigen Personen dort sehr genossen, weil die einfach sehr professionell aufgestellt waren und man da extrem gut einfach auch auf Augenhöhe diskutieren konnte.
00:18:41: Und dann ein großes gegenseitiges Verständnis eben da war und man dementsprechend was das angeht wahnsinnig gut dieses Projekt einfach vorantreiben konnte.
00:18:49: Klar also Forms wie gesagt betreibt einige Privatschulen in Deutschland.
00:18:56: Die haben ihr eigenes Konzept entwickelt, wie sie oder ihr eigenest pädagogisches Konzept woran Sie glauben.
00:19:03: Die orientieren sich immer an den Lehrplänen der Länder also ich kann dort ein ganz normales Abitur, ich kann da ganz normale nüftelere Reife machen.
00:19:11: die orientieren mich immer an Bildungspläne der Länder und natürlich wird dieses System immer auch ein Stück weit auf den jeweiligen Standort adaptiert.
00:19:20: es gibt Schulen speziellen Fokus und so weiter.
00:19:25: Und nicht anders war das jetzt eben auch hier in Heilbronn, mit der Nähe zum Bildungscampus Heilbron ist klar dass die Schule eine eher wirtschaftliche Ausrichtung also im Sinne von BWL mal haben soll.
00:19:38: Dementsprechend kommt das pädagogische Konzept von Forms und ich hatte es gesagt, der Austausch im Rahmen der Planung war sehr gut.
00:19:48: innovative Schulbau in Deutschland stehen tatsächlich im privaten Kontext, sind oft durch Stiftungen und so weiter finanziert.
00:19:56: Ist der private Schulbau vielleicht auch ein Stück weit Benchmark für die öffentliche Bildungslandschaft?
00:20:05: Ich glaube nicht.
00:20:05: nur.
00:20:06: also für mich.
00:20:07: ich denke ich bin sehr glücklich dass wir in Deutschland ein öffentliches Bildungssystem haben auch wenn es nicht den besten Ruf genießt aber optimistisch, dass wir da wieder Stände erreichen.
00:20:19: Dass unser Bildungssystem wirklich auch sehr gut funktioniert.
00:20:22: und für mich gehören Privatschulen in Deutschland zum Bildungs System in ergänzender Weise einfach dazu.
00:20:28: also ich sehe Privatschuhe mit dann eben zb einem gewissen fachlichen Fokus als Ergänzung zu dem öffentlichen Schulsystem.
00:20:38: Ganz einfach die Josef Schwarzschule zum Beispiel ist eben eine englischsprachige Schule.
00:20:44: Also dort wird eben Unterricht in Englisch gemacht, wenn ich so was jetzt haben will dann gehe ich eben zum Beispiel auf die Josefs SchwarzSchule.
00:20:52: Deswegen denke ich dass die Entwicklung von Architektur oder allgemeiner die Entwicklung vom öffentlichen Bildungssystem, privaten Bildungsystem irgendwie nebeneinander heräuft und Ich würde sagen das man da gegenseitig voneinander lernt.
00:21:08: Du kennst aber beide Seiten, du kennst den öffentlichen Schulbau und den privaten Schulbau.
00:21:14: Ich bin natürlich trotzdem neugierig zu erfahren wie deine Erfahrungswerte sind?
00:21:20: Wo liegen da die Hauptunterschiede?
00:21:24: Also eine Privatschule muss natürlich erstmal wirtschaftlich funktionieren.
00:21:29: ich glaube das ist der größte Unterschied dazu.
00:21:32: Eine Privatsschule ist ein Unternehmen finanziellen Druck, die müssen funktionieren und dementsprechend oder nach diesem Credo werden einfach auch viele Entscheidungen getroffen.
00:21:45: Das fängt eben schon bereits in der Projektierung einer solchen Schule an.
00:21:49: Ich würde sagen dass das der größte Unterschied zu einer öffentlichen Schule ist, die im idealen Weise dem Bildungsauftrag verschrieben hat.
00:22:04: Was klappt besser?
00:22:05: So Entscheidungsprozesse zum Beispiel als Stichwort.
00:22:09: Na ja, der wirtschaftliche Faktor sorgt natürlich dafür dass der Bauher sich das aus finanziellen Gründen teilweise nicht erlauben kann, Entscheidungs Prozesse sehr lange in die Länge zu ziehen.
00:22:21: Das ist natürlich ein Fakt den ich mir sehr häufig bei der öffentlichen Hand auch wünschen würde wenn gleich dieser wirtschaftlichen Faktore auch wieder Nachteile eben in denen oder... aus meiner Perspektive sehr Nachteile in den Planungsprozess reinbringt, weshalb ich jetzt das nicht ausschließlich als Vorteil eben bezeichnen würde oder auch nicht sagen würde was ist besser und was ist schlechter.
00:22:47: Da muss sich eine diplomatische Antwort geben.
00:22:50: Ist denn das Budget ein anderes?
00:22:53: Also hat man jetzt bei dem Projekt vielleicht Freiheiten die man im öffentlichen Schulbau nicht hat?
00:23:00: Das sollte man meinen.
00:23:02: Aber nein.
00:23:09: Das ist auch eine diplomatische Antwort?
00:23:11: Nein, das ist keine diplomatischen Antwort.
00:23:13: Es werden Entscheidungen teilweise anders getroffen, teilweise mit anderen Hintergründen.
00:23:19: aber sowohl öffentlicher als auch private Bauern haben einen Budget und es war jetzt auch in dem Fall nicht so dass wir da absolut nur aus dem Vollen schöpfen können.
00:23:32: Welche Rolle spielen Ökologie, Nachhaltigkeit, Kreislauffähigkeit vielleicht in so einem Bildungsbau auch als Beispielreferenz für die Schülerinnen und Schüler?
00:23:46: Was uns bei unseren Schulgebäuden sehr wichtig ist unter diesem sehr großen Wort nachhaltigkeit.
00:23:53: Ist eigentlich dass ich damit beginne eine Schule zu planen oder Gebäude zu plane was den Nutzern Also den Kindern in dem Fall die Möglichkeit gibt, ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen.
00:24:08: Damit will ich sagen dass so eine hoch voll automatisierte Umgebungen mit Klimatisierung, Lüftung Lichtsteuerung was weiß ich noch?
00:24:21: Was alles unserer Ansicht nach nicht dafür sorgt das wir großes Wort Nachhaltige Menschen generieren.
00:24:29: Wir glauben ganz fest daran, dass es notwendig ist den Kindern das auch nahezulegen.
00:24:34: Dass ihre Aktionen Konsequenzen haben.
00:24:37: oder anders gesagt im Raum stinkt ich muss ein Fenster aufmachen dann kommt frische Luft rein draußen ist kalt dann mache ich's vielleicht lieber wieder zu also so unter diesem stichwort Ich muss was tun, damit sich etwas ändert.
00:24:52: Ich halte das von einem ganz elementaren Baustein im Hinblick der Nachhaltigkeit, was wir eben vor allem in Bildungseinrichtungen komplett unabhängig wie gesagt von Energieeinsparung und zirkulären Bauen usw.
00:25:05: Das ist ein extrem wichtiger Fakt, wie ich finde.
00:25:08: Gleichzeitig auch wenn man dann über die Materialauswahl sprechen – Wir sind vor allem im Schulbau viel damit konfrontiert.
00:25:16: Das muss alles robust sein, das muss halten.
00:25:19: Das muss zweihundert Jahre lang... Wir machen alles aus Kunststoff und HPL.
00:25:24: Könnt ihr bitte das Bad mit Edelstahl auskleiden?
00:25:27: Die Kinder machen immer alles kaputt!
00:25:29: Ich kann es natürlich irgendwo nachvollziehen aber ich bin trotzdem davon überzeugt dass wenn man ein Gebäude plant und sich intensiv auseinandersetzt mit der Materialauswahl die die Kinder dazu verleitet auch einfach Behuts haben mit unseren Ressourcen einfach einen sensiblen Umgang.
00:25:47: Mit den Materialien, mit unserer Umgebung zu lernen dass das auch ganz massiv dazu beiträgt dass diese Kinder in einem anderen Bewusstsein aufwachsen
00:25:57: hat doch was mit Verantwortung und Wertschätzung zu tun?
00:26:00: Auf jeden Fall!
00:26:02: Ich würde
00:26:02: gerne nochmal auf die Haustechnik zu sprechen kommen weil du eben so schön dieses Beispiel angeführt hast.
00:26:08: wenn es im Raum stinkt dann kann ich halt ein Fenster aufmachen.
00:26:12: Inwieweit habt ihr das technisch umgesetzt?
00:26:15: Also inwieweit wurde vielleicht auch die Technik reduziert oder durch eine alternative Ausführung kompensiert, das Gebäude für den Nutzerinnen und Nutzer auch praktikabel zu machen.
00:26:30: Wir hatten da einen großen Vorteil und einen großen Nachteil gleich zum Start des Projektes.
00:26:35: Der große Nachteile war ... Englischsprachige oder anders gesagt eine internationale Schule, das heißt die haben eine Verbindung zu Nordamerika.
00:26:47: also viele Lehrer und viele Pädagogen kommen eben aus Nordamerikas.
00:26:53: Das heisst sie gehen erstmal grundsätzlich davon aus dass ne Schule voll klimatisiert ist und ich da konstant egal welches Wetter draußen zwanzig Grad im Innenraum habe.
00:27:05: bisschen die Komfortansprüche waren, mit denen wir gestartet sind.
00:27:09: Unser großer Vorteil war aber zu Beginn des Projektes dass diese Schule in Erlmbach, die ich von erwähnt habe eben genauso ein voll automatisiertes Gebäude ist und das sie einfach da schon die Erfahrung gemacht haben, dass die Lehrerinnen und auch die Schülerinnen gar keine Lust haben sich permanent durch irgendwelche Panels durchzuklicken.
00:27:34: Hier und nachher funktioniert es einfach doch nicht.
00:27:37: Es kam immer wieder dieses Ding so, wir wollen auf gar keinen Fall dass wir im Klassenraum sitzen und irgendwann fährt von selber die Schalosie runter und wir wissen nicht wie's hochgeht.
00:27:45: Das war unser Vorteil und so sind wir eingestiegen in die Diskussion Und haben versucht dann auch da ein gutes Technikkonzept für die Schule zu finden.
00:27:55: Ich denke unsere Haltung habe ich vorhin klar gemacht tatsächlich sehr, sehr gut gelungen hier auch unsere Haltung umzusetzen in die Tat.
00:28:05: Also das Gebäude ist grundsätzlich oder wir sprechen jetzt mal von den Schulbereichen, jetzt diese Sonderbereiche, Mensa-Sporthalen, Aula und so weiter muss man was das angeht immer ausklammern aber die Schulbereiche sind durchgehend natürlich gelüftet.
00:28:20: Das heißt ich kann in jedem Raum einfach ganz normal ein Fenster aufmachen um zu lüften.
00:28:27: Es gibt eine einfache Flächenheizung an der Decke, die mir eben den Termischenkomfort bietet.
00:28:32: Wir haben dort mit dem Naturstoff Lehm gearbeitet das heißt es sind in den Klassenräumen an der Fassade aktivierte Lehmdecken, die gleichzeitig auch feuchteregulierende Eigenschaften also sehr gute feuchte regulierende eigenschaften haben.
00:28:48: dementsprechend konnten wir eben komplett auf anfänglich gewünschte Klimaanlage, zentrale Lüftungsanlage und so weiter komplett verzichten.
00:28:58: Dementsprechend haben wir was das angeht würde ich sagen ein Low-Tech Gebäude und damit einem sehr geringen Technikeinsatz doch einen sehr hohen Komfort geschaffen.
00:29:08: gibt darüber hinaus Räume die groß sind oder wo sich viele Personen aufhalten.
00:29:13: da wird die natürliche lüftung bei Bedarf unterstützt durch dezentrale Aber auch die sind jetzt mit einer relativ einfachen Technik ausgestattet.
00:29:24: Und dann haben wir natürlich auch uns sehr intensiv mit dem Tageslicht beschäftigt, im gesamten Gebäude gibt es auskragende Balkone, die nicht nur zur Wartungszwecken sondern eben auch zur Lichtlenkung und auch zur Verschattung der Fensterbänder sorgen.
00:29:39: über eine helle Materiellauswahl an Decke und Boden haben wir da eben auch die maximale Tageslichtausbeute trotz der wirklich sehr, sehr tiefen Grundrisse in Teilen.
00:29:51: Und das dann gepaart mit einer ganz, ganz einfachen Raumbedienkonzept was wir ausschließlich über Schalter gelöst haben denke ich.
00:30:01: wie gesagt haben wir hier einen sehr guten Weg gefunden der eben trotzdem ein sehr hohes Maß an Komfort bietet.
00:30:08: Wir sind schon fast am Ende angekommen.
00:30:10: Ich habe vielleicht noch eine etwas philosophische Frage die aber eigentlich auf viele Bereiche sinngemäß übertragen werden können.
00:30:19: Wenn man heute eben so eine Schule, so ein innovatives Schulkonzept auch umsetzt dann plant man ja mal mindestens für die nächsten fünfzig Jahre.
00:30:26: wir wissen aber nicht wie Bildung in Zukunft funktioniert und wie unsere Lernlandschaften in Zukunft vielleicht aussehen werden und welche Anforderungen sie erfüllen müssen.
00:30:39: was glaubst du inwieweit habt ihr das bei dem Projekt?
00:30:42: umsetzen können.
00:30:43: Wie zukunftsfähig ist so ein neues, modernes Schulgebäude?
00:30:48: Also wenn ich heute wüsste wie die Schule von morgen aussehen würde dann hätten ja die Architekten nach mir gar nichts mehr zu tun.
00:30:56: Ist auch eine Antwort!
00:31:00: Auf jeden Fall glaube ich dass diese Schule an so viel bietet das sie mit Sicherheit über Jahrzehnte hinweg bestehen kann.
00:31:09: Trotzdem haben wir uns natürlich auch Gedanken gemacht.
00:31:12: Ich hatte von den Leichtbau erwähnt, wie kann ich dort einfach Grundrisse im Nachhinein ändern?
00:31:17: Die Fassade ist so aufgebaut dass sich da an jeder Stelle trennen wenn der anschließen kann und so weiter.
00:31:22: aber für uns beschäftigt nicht nur bei der Josef Schwarzschule schon immer die Frage naja Wie flexibel für die Zukunft können unsere Gebäude denn eigentlich sein weil wir fest daran glauben das vor allem eine Schule, auch eine starke Identität und eine Bindung mit den Schülern eingehen muss.
00:31:46: Ich glaube das gilt v.a.
00:31:47: für Grundschüler habe ich würde es auf ältere Schüler anwenden wir halten das bei Benish verwichtig dass die Schüler sich mit ihrer Schule identifizieren können, dass sie einem ein Gefühl von Sicherheit einer sicher gewohnten Umgebung gibt.
00:32:02: Das ganze Haus muss auch einen Charakter haben.
00:32:05: Wir lösen das mit der vorhin angerissenen Gestaltung, dass eben wie gesagt die Schüler sich mit dem Gebäude auch identifizieren können und dementsprechend ist es immer so ein bisschen eine Balance, wie flexibel ist das Gebäuse?
00:32:17: Und wie viel atmosphäre?
00:32:19: Charakter aber trägt es auch tatsächlich?
00:32:21: Ich meine die flexibelsten Gebäuden, die ich kenne sind wahrscheinlich Messehallen wo ich heute eine Yacht verkaufen kann und morgen im Buch ausstellen.
00:32:30: Und übermorgen gibt Helene Fischer deinen Konzert, aber das heißt erst mal dass diese Räume sehr flexibel sind und wahrscheinlich funktioniert es auch noch in hundert Jahren.
00:32:42: Aber Ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Schulen nicht so aussehen sollten!
00:32:46: Ich hatte ja vorhin erwähnt, dass wir uns verstärkt dem Bauern in Bestand widmen müssen, vor allem was den Schulbereich angeht dafür absolut notwendig.
00:32:57: Also ich fände es falsch, jetzt zu sagen wir wissen schon wie's in hundert Jahren funktioniert wird dürfen da nicht stehen bleiben und es werden immer wieder neue Herausforderungen kommen die wir einfach heute nicht können.
00:33:08: aber dann müssen wir dranbleiben und ich meine wir bei Benish sind ja auch so aufgestellt dass wir uns immer wieder individuelle jeweiligen Aufgabe widmen können und freue mich dann auch ganz arg in Zukunft wieder wenns dann wieder neue herausforderung gibt und die gilt es dann auch wieder neu zu lösen auch wenn schwierig wird
00:33:25: Genau.
00:33:26: Du sagst es gerade, hast du vorhin erwähnt?
00:33:29: Wir sind hier auf einer Veranstaltung in Frankfurt im Steigenberger von Agilatern Gebäude der Zukunft oder so.
00:33:36: ähnlich heißt die Veranstaltungen.
00:33:38: Du hast einen Vortrag über die Josef Schwarzschule gehalten.
00:33:42: Florian.
00:33:43: ich danke dir ganz herzlich für das Gespräch.
00:33:45: vielleicht die allerletzte Frage Bist du Helene Fischer-Fan?
00:33:48: Nein
00:33:50: Ich danke dir Ganz Herzlich!
00:33:52: Vielen herzlichen Dank auch für das Interesse.
00:33:54: Diese Episode wurde euch präsentiert von Uretec.
00:33:58: Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns gerne eine positive Bewertung da und empfehlt uns allen, die ihr kennt.
00:34:04: In der nächsten Ausgabe der Episode twohundertsechzehn, die am dreißigsten Juli erscheint, präsentieren wir euch dann unseren allerallerersten Videopodcast!
00:34:14: Denn auf vielfachen Wunsch gibt es eine Live-Aufnahme im Rahmen der Heinzer Architektur ProjectSixundzwanzig in Frankfurt, nun veröffentlichen werden.
00:34:26: Es geht um eine Debatte mit Dr.
00:34:28: Matthias Alexander von der FAZ sowie Peter Katschola-Schmal vom Deutschen Architekturmuseum und natürlich dreht sich alles um den Artikel von Alexander in die FAZ, indem er die Jury des diesjährigen Dammpreises mit der Überschrift kritisiert – so sehen die besten Bautnen ganz Deutschland aus?
00:34:47: Schönheit und Eleganz?
00:34:48: Fehlanzeige!
00:34:50: Ich bin sicher es lohnt sich da einmal reinzuhören und reinzuschauen.
00:34:55: Der Architekturfunk ist eine Produktion der Heinze GmbH, und jetzt sage ich euch noch einmal sämtliche Veranstaltungstermine unserer Heinzer-Architektur ProjectSexumZwanzig im September und Oktober an!
00:35:08: Wir sind am dritten Neunten in der Federnhalle in Düsseldorf, am zehnten neunten im Cruise Center in Hamburg.
00:35:16: Am siebzehntenneunten Im Cleabag-Sechsenderzehn in Basel.
00:35:20: Am vierundzwanzigstenneunnten In der Kongresshalle am Zoo in Leipzig und am vierzehntenzehnte in der kleinen Olympiahalle in München.
00:35:29: Allerdings findet ihr wie immer in den Show Notes!
00:35:32: Danke und adios amigos!
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