#213 - Sarah Barth, Leon Faust, Countdown 2030: Das Schweizer Bauwende-Kollektiv

Shownotes

In der Schweiz werden pro Sekunde 500 Kilogramm Bauschutt produziert – eine halbe Tonne. Jährlich fallen 4.000 Häuser dem Abriss zum Opfer. Was, wenn der Abriss die Ausnahme würde statt die Regel? Sarah Barth und Leon Faust, Architektin und Architekt vom Verein Countdown 2030, kämpfen für eine klimaverträgliche Bauwende bis 2030. Die 2019 gegründete Schweizer Initiative entstand aus kollektivem Frust über einen Beruf, der maßgeblich zur Klimakrise beiträgt, während sich Architekt*innen über Grautöne und Fugenbreiten unterhalten. Entstanden sind Projekte wie die Ausstellung "Die Schweiz – ein Abriss" im Schweizer Architekturmuseum Basel, eine Petition mit 12.000 Unterschriften und das partizipative Portal Bauwende.tools. Barth und Faust setzen auf radikale Dringlichkeit: "2030 ist die entscheidende Dekade." Ihr Ansatz – dem Bestand einen Wert geben, der über den ökonomischen hinausgeht. Während die Politik von Kreislaufwirtschaft spricht, fehlen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ihre Beobachtung: Wir bauen Rolls Royce, wo manchmal ein Käfer reicht. Die Herausforderung: Wie transformiert man einen ganzen Berufsstand? Wie schafft man gesellschaftlichen Wandel für politischen Wandel? Und was passiert am 31.12.2029 um 23:59:59 Uhr? Ein Gespräch über fatalistischen Aktivismus, die Macht der Digitalisierung beim Reuse, Hoffnung als aktiven Prozess und die Frage, warum sich der Verein 2030 selbst auflöst.

Werbepartner: www.uretek.de

Coutdown 2030 www.countdown2030.ch/de

Bauwende Tools www.bauwende.tools

Heinze ArchitekturAWARD: www.heinze.de/award

Transkript anzeigen

00:00:00: Es werden in der Schweiz pro Sekunde einen Fünfhundert Kilogramm Bauschutt anfallen, also eine halbe Tonne pro Sekund.

00:00:06: Es werden ungefähr viertausend Häuser abgerissen pro Jahr.

00:00:09: Das sind doch für eine recht kleine Schweiz ist das eine Anzahl.

00:00:12: und so dieses unsichtbare Abrissmonster was sich durch diese Schweiz frisst wollten wir wie sichtbar machen durch verschiedene Maßnahmen in diesem Architekturmuseum.

00:00:27: Hallo und schön, dass ihr wieder mit dabei seid.

00:00:29: Das ist die Architektur-Funkfolge twohundertdreizehn am elften Juni zwanzig sechsundzwanzig präsentiert von Urtec!

00:00:38: Mein Name ist Klaus Fühner und heute spreche ich mit Sarah Bartt und Leon Faust vom Basler Kollektiv Countdown.

00:00:44: Zwanzig Dreizig.

00:00:46: Das Kollektiv ist eine stetig wachsende Gemeinschaft von Bauschaffenden, die die Tränglichkeit der Klima- und Biodiversitätskrise ins Zentrum ihrer Arbeit stellt und gemeinsam engagiert an einer zukunftsfähigen Baukultur arbeitet.

00:00:59: Neben den zielen Aktivitäten, die der Verein betreibt und über die ich ja gleich mit dem beiden sprechen werde, ist mir eine Sache besonders aufgefallen – nämlich eine weitere Internetseite des Kollektives Tools.

00:01:12: Dort findet ihr Informationen, Anwendungen, Arbeitshilfen und Werkzeuge für eine ökologische und kreislaufgerechte Gebäudeplanung ganz kompakt gelistet – also von A wie Abrissatlas, der übrigens auch vom Countdown-二zig dreizig entwickelt wurde bis Z wie zirkulaires Bauen ist dort einfach alles zu finden!

00:01:31: Eine echt wichtige Seite für Menschen, die nachhaltiges Plan und Bauen in ihrem Büro wirklich etablieren wollen, den aber noch ein bisschen.

00:01:38: der Überblick an innovativen Lösungen und Angeboten fehlt.

00:01:41: Den Link findet ihr natürlich wie immer in den Shownotes!

00:01:44: Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Zuhören – los geht's!

00:01:48: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe des Heinzer Architekturfunk heute aus Basel und hier spreche ich mit Sarah Bart und Leon Faust vom Verein Countdown.

00:01:59: Das ist eine Schweizer Initiative, die sich für eine klimaverträgliche Bauwende bis zwanzig threißig einsetzt und natürlich geht es um reichlaufgerechtes Planen um bauen, um politische Forderungen, um konkrete Projekte und darüber wie realistisch eine echte Bauwände in naher Zukunft ist.

00:02:18: Hallo Sarah hallo Leon

00:02:20: hallo hallo.

00:02:21: bevor wir starten erst einmal zu euch selbst was macht ihr Hauptberuflich, wo seid ihr tätig, Sarah?

00:02:28: Wenn du vielleicht kurz dich vorstellen würdest.

00:02:30: Also herzlichen Dank für die Einladung zu diesem Podcast!

00:02:33: Mein Name ist Sarah Bart.

00:02:34: Ich bin Architektin und ich führe ein kleineres Architektorbüro hier in Basel.

00:02:37: Das heißt Atelier für Architekthologie.

00:02:40: Und wir planen und bauen Umbauten wie der Wohngebäude kleinere Industriegesachen geöffnete Bauten und sind aktuell vier Leute

00:02:51: voll in der Praxis oder Berufspraxis.

00:02:54: Und du Leon

00:02:55: Ja, danke auch von mir.

00:02:57: Ich war länger selbstständig, habe da vor allem Umbauten gemacht und bin nun wieder angestellt bei Salaté-Architekten in Basel.

00:03:07: Der Verein Countdowns二zigdreißig hat sich meines Wissens auch zwanzigzwanzig gegründet.

00:03:14: Ist das richtig?

00:03:17: Ja, vor der Jahreswende haben wir uns gegründet.

00:03:22: Es war eigentlich so ein loser Zusammenschluss aus Personen, die sich kannte oder so lose vom Sehen her kannten.

00:03:29: alles Architektur schaffen den weitesten Sinn also auch jetzt Architekts Historikerinnen, Beingenieure, Architekten.

00:03:36: und zunächst haben Wir uns eigentlich getroffen nach einem Architektor Vortrag dann immer wieder regelmäßig ein Bier zusammengetrunken und so über diese Themen der Bauwende gesprochen.

00:03:47: Und ich nenne es manchmal so ein bisschen der Selbsthilfeverein, der Klimaverzweifelten Architekten.

00:03:52: weil wir haben am Anfang gedacht Wir wissen nicht wie's geht.

00:03:56: Ich glaube anderen gehts auch so.

00:03:58: Wir wissen das ist dringend.

00:03:59: Lass uns mal einen Aufruf starten!

00:04:02: So sind wir gestartet mit diesem jetzt... Wir müssen sofort starten.

00:04:05: Wir müssen schaffen.

00:04:07: Netto Null im Bauwesen in der Schweiz.

00:04:10: Das war die Zeit der Klimajugend.

00:04:14: Und das hat natürlich auch bei uns wie ein Druck aufgebaut und irgendwie Lust, was zu machen ins Handen zu kommen.

00:04:23: Wir haben uns dann wirklich jeden Freitag über den Mittag getroffen oder zwei bis drei Stunden lang diskutiert und eigentlich relativ schnell gemerkt, dass wir eben uns das Wissen fehlt und wir dachten erst wissen wie eine Art Filter haben eigentlich überall diese Inhalte zusammengesucht und versucht so eine Auslegeordnung zu machen.

00:04:46: Und aus dem ist dann wie ein erstes Publikationsprojekt entstand diese Hebelpostkarten die auf unserer Webseite sind wo wir eine Art Orientierung schaffen möchten über Was sind die großen Hebel für Zukunftsfälle gebauen?

00:05:07: Werbung!

00:05:08: Stellt euch vor, ihr könntet Setzungen an Gebäuden beheben und Fundamente zum Beispiel für Aufstockungen einfach ertüchtigen.

00:05:16: Ohne Bagger, ohne große Baustelle, ohne Nutzungsunterbrechung – das ist Uretec.

00:05:22: Deutschlands Nummer eins für minimal invasive Baugrundverstärkung mit Expansionsharzen.

00:05:28: Immobilien bewahren wirtschaftlich Und nachhaltig.

00:05:33: Mehr erfahrt ihr unter www.uretec.de.

00:05:37: Werbung.

00:05:39: N Also der Auslöser war quasi eine Art Verzweiflung, ob der fehlenden Tools Werkzeuge Prozesse verfahren für ein kreislaufgerechtes Bauen?

00:05:53: Vielleicht sogar noch ein bisschen weiter vorn.

00:05:55: Es war so ein bisschen ein kollektiver Frust über unseren Beruf.

00:05:58: Wir haben gemerkt dass das Bauen recht maßgeblich an der Klimakrise Schuld ist und haben uns in unserem Berufsalltag dennoch über Grautöne- und Fugenbreiten unterhalten.

00:06:09: Und waren so ein bisschen desillusioniert über diese Art von Arbeit, und hatten aber gleichzeitig – also wir alle lieben unseren Beruf!

00:06:17: Und es war dann so die Frage ja, sollt man einfach gar nicht mehr bauen?

00:06:19: Aber das war irgendwie auch nicht das was wir wollen, weil wir am Ende auch den Hebel….

00:06:22: Also das Hauen ist ein großes Problem, aber es ist eben auch ein großer Hebeln, ein grosser Potenzial.

00:06:29: Es war für uns so ein bisschen die Frage, wie wollen wir unseren Beruf überhaupt ausüben und leben?

00:06:35: Und dazu fehlte uns das Wissen.

00:06:36: Und fehlt unser Stück immer noch müssen auch ehrlich sein.

00:06:39: also Wir haben wirklich so gesucht wer kann wie können wir uns gegenseitig unterstützen unseren beruf So zu transformieren dass er zu einer guten welt beiträgt?

00:06:50: wir hatten auch so ein bischen mit dieser idee zweiten oder neun moderne gestartet.

00:06:56: Also am Anfang stand auch dieses Zitat von Hans Joachim Schellenhuber, das zwanzig dreißig die entscheidende Dekade ist.

00:07:05: also hier muss der Ausstieg aus der Kohleverstromung passieren.

00:07:09: Hier müssen wir ja

00:07:11: damit die Kipppunkte nicht

00:07:13: genau überschritten

00:07:14: werden.

00:07:15: Darum eben auch Countdown zwanzigsdreißig weil wir wirklich die Leute stressen möchten.

00:07:23: Ich glaube, das Bauen ist ja unglaublich langsam!

00:07:25: Es ist ein unglaublich langsamer Prozess und zehn Jahre, also in den zwanzig-zwanzig auf den dreißig-dreißigsten Bauen, ist das nichts?

00:07:32: Und wir haben irgendwie den Eindruck gehabt, wir müssen da vorwärts machen und wenn wir jetzt zwanzichfünfzig oder so sagen dann ist es schon fast die nächste Generation.

00:07:42: Und jetzt sind wir in der Verantwortung.

00:07:44: Das heißt wir müssen sofort loslegen, sofort machen.

00:07:48: Und das ist auch diese Dringlichkeit Am ersten, ersten, zwanzigzwanzig ein Countdown aufgehängt.

00:07:55: Ein digitalen Countdown der Zeit rückwärts zählt.

00:07:58: wie viele Jahre, Monate, Wochen und Tagen, Stunden und Sekunden sind es noch bis zwanzichzwanziger ganz bewusst damit wir ein bisschen Druck aufsetzen

00:08:08: nicht zuletzt

00:08:09: auch uns selbst.

00:08:10: Und wie habt ihr euch gefunden?

00:08:11: Also wie viele Mitgliederinnen und Mitglieder seid ihr und wie setzen die sich auch zusammen disziplinär?

00:08:19: Ursprünglich waren wir so eine Runde von zehn, zwölf Personen und das ist dann ja stetig sind neue Leute dazugekommen.

00:08:27: Insgesamt haben wir über hundert Personen im Haupt Chat drin.

00:08:31: also wir sind über so Chatgruppen organisiert.

00:08:34: aktiv würde ich sagen wirklich

00:08:36: die Hälfte.

00:08:39: und was macht ihr alles?

00:08:41: Was in eure Projekte habt ihr begonnen dort in Erscheinung zu treten?

00:08:45: Also, was man vielleicht eben auch noch sagen muss, war ein spezielles Jahr.

00:08:48: Das haben wir wahrscheinlich alle in Erinnerung.

00:08:50: Wir haben natürlich mit unglaublich viel Engagement gestartet und wollten dann im Mai-Mai-Zwanzig eine Ausstellung machen.

00:08:55: Das war so unser erstes Projekt.

00:08:57: Und dann kamen natürlich dann Covid und dann war erstmal alles ein bisschen anders.

00:09:01: Man muss aussagen dadurch sind wir jetzt inzwischen auch nationale aufgestellt.

00:09:04: also es war ursprünglich eine Baslerinitiative.

00:09:06: Inzwischen haben wir schweizweit insbesondere deutschweiz weit Mitglieder.

00:09:11: Das macht auch, dass wir eigentlich parallel immer mehrere Projekte haben.

00:09:15: Also es gibt nicht nur ein Hauptprojekt, sondern es gibt ganz viele parallele Projekten die sich auch so ein bisschen überlappen und das macht auch... Leute mal ein bisschen mehr!

00:09:24: Das heißt, der ganz Verein ist ehrenamtlich engagiert.

00:09:26: Das heißt es ist so dass auch gewisse Leute mehr Kapazitäten mehr Zeit haben und dann auch mal wieder ein Projekt aussetzen vielleicht nächstes Projekt wieder mitmachen.

00:09:33: Und das ist glaube ich die Chance dieses Vereins da er eben so breit aufgestellt ist.

00:09:37: Und um zu den konkreten Projekten zu kommen willst du...

00:09:40: Genau zählt doch mal auf!

00:09:41: Projekt

00:09:44: eins oder aktuelles Projekt.

00:09:47: im Moment neu haben wir gerade eine Webseite lanciert, Bauende.tools.

00:09:54: Das ist eine Partitipative-Sammlung wo wir Werkzeuge für den Architekturalltag sammeln und ordnen so wie ein Art Wegwegeizer für praktizierende Architekte innen schaffen wollten.

00:10:13: Man kann die Sachen filtern man kann sie nach Phasen zum Beispiel darstellen eigentlich schneller zu den Werkzeugen kommen, die man anwenden möchte.

00:10:24: Ja also so bin ich auch auf euch gekommen oder über euch gestolpert weil ich dachte boah Mensch endlich macht mal jemand sowas.

00:10:33: Bauwende Punkt Tools ein Portal das alle Anwendungen alle Apps alle Informationsmöglichkeiten und viele vieles mehr für die Bauwende sammelt oder gesammelt bereitstellt, sodass man sich als praktizierender Architektin und als Architek ganz leicht orientieren kann.

00:10:55: Wenn man sich in eine ganz nachhaltige Richtung bewegen möchte.

00:10:59: Genau das war die Idee.

00:11:00: also einerseits eine Partizipative weil wir haben nicht alles wissen.

00:11:03: also das heißt wir sind auch darauf angewiesen dass die Leute die gut Tools kennen die auch eintragen uns vorschlagen Und auf der anderen Seite ist es aber auch eine kuratierte Seite.

00:11:13: Also wir schauen, taugt dieses Werkzeug wirklich?

00:11:17: Bringt das da reinzunehmen und das macht dass wir die Seite haben, die sehr praxisnah sind.

00:11:23: Wir sind praktizierende Architekten, die vor diesen Fragen stellen.

00:11:28: Und wir haben recht lang selbst nach so einer Seite gesucht und als es sie nicht gab, kam dann die Initiative.

00:11:35: Super Projekt.

00:11:37: Was ist ein weiteres Projekt?

00:11:39: Unser erstes großes Projekt war eine Ausstellung zum Thema Abriss.

00:11:46: Die Ausstellung hieß die Schweiz, ein Abriss und war im Schweizerischen Architekturmuseum in Basel zu sehen.

00:11:52: Diese Ausstellung hat ganz stark den Finger in die Wunde gelegt.

00:11:56: also wir haben den Abriss thematisiert als Großproblem.

00:12:01: Und gleichzeitig gab es mehrere Räume, das war so eine Abfolge in diesem Architekturmuseum und haben dort ganz bewusst auch keine Best Practice Ausstellung gemacht.

00:12:11: also wir wollten wirklich den Finger in die Wunde dieses Problem abriss machen.

00:12:15: Es werden in der Schweiz wird pro Sekunde fallen ein Fünfhundert Kilogramm Bauschutt an Also eine halbe Tonne pro Sekund.

00:12:22: Das werden ungefähr viertausend Häuser abgerissen pro Jahr.

00:12:27: Für eine recht kleine Schweiz ist das eine Anzahl.

00:12:30: Und so dieses unsichtbare Abriss-Monster, was sich durch diese Schweiz frisst, wollten wir wie sichtbar machen innerhalb von verschiedenen Maßnahmen in diesem Architekturmuseum.

00:12:40: Wir haben dort auch ein Büro gemacht, also wir hatten einen physischen Ort und haben dann dort eben zum Beispiel die Leute beraten, wie es geht ohne Abriss umzubauen.

00:12:49: Also wir haben dort wie so ein Büro vor Ort eingerichtet, das war eines der Möglichkeiten auch dann die positiven Beispiele eben auch konkret zu werden zu lassen.

00:12:58: Wir haben da wie das Ziel gehabt, die ganzen Zahlen diese hören wir ja eigentlich Tag einen Tag aus aber was ist eine Tone CO-Zwei?

00:13:08: Wir können uns alle nichts darunter vorstellen und wir fanden wir müssten diesen Themen wie eigentlich in Art Gesicht geben.

00:13:17: Der erste Raum war eine Art Friedhof.

00:13:20: Also ich weiß nicht, vielleicht kennst du diese italienischen Friedhöfe wo man auf den Graubstein hat immer ein Foto von der Person die da liegt und die Jahreszahlen und Namen.

00:13:31: und automatisch stellt man sich eine Geschichte vor Und wir haben das mit einer Straße verloren Häuser gemacht Das sind Fotografieren von Fassaden von Häusern durch quer durch die Schweiz Die abgerissen werden mitten jahreszahlen oder bereits abgeräusten sind.

00:13:48: Und natürlich, wenn man das sieht stellt man sich automatisch vor was da noch möglich wäre und wieso man es jetzt abreißt.

00:13:55: Das war so der erste Raum der Raum vielleicht der Trauer oder der Wehmut und der zweite Raum war dann das Abrisskino.

00:14:04: Da haben wir achtzehn Minuten lang ein Loop gezeigt von Abrissfilmen die wir auch wieder über einen Aufruf gesammelt haben.

00:14:11: Also Leute haben uns Videos zugeschickt von Abristen Und wir wollten damit eigentlich auch die Faszination des Abriss zu schaustellen.

00:14:21: Also, wir verstehen das auch absolut!

00:14:22: Wenn da eine Baustelle ist, schauen zehn Leute zu.

00:14:25: Aber in diesem Raum waren am Boden eben auch zehn Sekunden Bauschutt der Schweiz ausgelegt.

00:14:34: als wir aufgebaut haben, einmal weiße Bauschutt reingebracht und es gar nicht so einfach Bauschut zu bekommen.

00:14:40: Weil wenn wir das bestellt haben bekamen wir erst mal eine leere Mulde weil die nicht verstanden hatten dass wir... Eine volle Muldemulde!

00:14:49: Dann kam die zweite Mulden.

00:14:50: da war nur so feines Zeug drin.

00:14:52: erst bei der dritten hatten wir dann wirklich den bauschutt denn wir brauchten.

00:14:56: Und eben das sind diese zehn Sekunden drin.

00:14:59: Der Film läuft und auf der rechten Seite und er hat eben diese fünfhundessechstundreißig Kilogramm pro Sekunde rasend schnell hochgezählt.

00:15:10: Also wenn diesen achtzehn Minuten, wo man den Film schaut, versinkt man quasi in diesem Bauschutt drin.

00:15:17: Dann ist man in den Wissensraum gekommen oder die im Countdown Büro, wo wir präsent waren und wie auch dieses Wissen vermittelt haben.

00:15:27: also es war immer jemand da um mit dem Leuten auch zu sprechen weil die Komplexität des Themas halt auch hoch ist.

00:15:33: Im vierten Raum hatten wir dann eine Art Krisenkonferenz eingerichtet, das waren Interviews mit verschiedenen Personen.

00:15:44: Akteuren des Abriss, sowohl Architekten wie von der Pensionskasse Bank dem Mieterverband Bauherrschaften und die Bauarbeiter.

00:15:55: Das fand ich auch extrem wichtig!

00:15:57: Und sie haben alle ihre Sicht erzählt und keine hat von denen natürlich wie bei einer Richtenkonferenz den anderen zugehört sondern nur die Besucher konnten ab- und zu reinhören.

00:16:08: in diesem Raum war dann über diesen Tisch Abriss Atlas, eben diese auch partizipative Webseite wo wir einerseits wie die Masse der Abriss in der Schweiz zeigen wollten aber eben nicht absolut sondern viel mehr die Geschichten von den Häusern erzählen möchten.

00:16:28: Ist der Abrisses Atlas als Projekt aus dieser Ausstellung entstanden?

00:16:33: Genau es war eigentlich der Wunsch immer die Grenzen des Museums zu sprengen, sowohl zeitlich wie auch räumlich.

00:16:41: Und dass wir etwas schaffen das darüber hinauswirken kann und eben auch jetzt noch benutzt werden kann.

00:16:48: Die Website ist übrigens auch online als Reide-Einsehbar und als Miroboard.

00:16:54: also man kann diese Geschichten immer noch anschauen.

00:16:58: Und im letzten Raum war dann eben die Petition, da kannst du vielleicht noch... Genau.

00:17:01: Vielleicht nur kurz der Abrisseatlas das ist ja auch ein Projekt was in Deutschland dann übernommen wurde von euch und wir sind sehr froh dass es den gibt weil das tatsächlich eine ganz andere Sensibilität und Aufmerksamkeit auch mit sich bringt wenn man sieht einfach auf der Karte wo überall wie viele Projekte abgerissen wurden.

00:17:24: Also man kommt da sofort in die Versuchung, in seiner Region nachzugucken wo wie was wann und so weiter.

00:17:31: Und das geht oder diese

00:17:32: persönliche

00:17:33: Betroffenheit auszulösen weil jeder schaut als erstes was passiert bei meinen Eltern zu Hause?

00:17:40: Du hast vorhin gesagt Architektur ist so langsam und gleichzeitig die Veränderungen passieren doch auch extrem schnell innerhalb der Stadt.

00:17:48: ja und es ist wie nicht fassbar durch diese Langsamkeit ist wie schleichend Und nach zehn Jahren kann eine Stadt total anders aussehen, weil sie einfach stetig im Umbau ist und diesen Moment festzuhalten.

00:18:00: Ja.

00:18:01: Und daraus ist die Petition entstanden?

00:18:03: Genau!

00:18:04: Der Abrissatlas war wichtig.

00:18:06: Es gibt ihn inzwischen auch in Schweden, in Norwegen, England oder Griechenland.

00:18:11: Also es ist wirklich eine Bewegung, die hat sich auch unabhängig von uns weiterentwickelt.

00:18:16: Ich glaube das zeigt doch dass dieses Fassbarmachen dieses Themas recht wichtig ist.

00:18:20: Und wenn wir über Hebel sprechen, sprechen wir natürlich auch nicht selten über Politik.

00:18:24: Bei der Politik sprechen wir nochmal über ein anderes Tempo – das ist uns auch bewusst!

00:18:28: Wir haben aber auch gesagt, wir können die Politik nicht außen vorlassen und wir haben im letzten Raum nachdem man dann doch so durch diesen ganzen Abriss und auch diese Schwere, die dieses Thema mit sich bringt... Auch wir wollten da zur Handlung aufrufen, auch sagen hey ihr könnt selbst etwas tun.

00:18:41: Wir haben ja auch in der Schweiz so ein sehr direktdemokratisches System und haben eine Petition gestartet, zu handen des Nationalen Parlaments und des Bundesrats.

00:18:49: Und haben in mindestens wenigen Wochen zwölf Tausend Unterschriften gesammelt.

00:18:53: Eine Petition wofür?

00:18:56: gegen den Abriss.

00:18:57: Der Titel der Petition war fertig mit dem Abriss, waren zukunftsfähiges Bauen jetzt und sie beinhaltete fünf Punkte.

00:19:06: Wichtigster Punkt war glaube ich dass der Abriss die Ausnahme sein soll und nicht mehr die Regel.

00:19:12: Also wenn man von einem Parzelle ausgeht, da muss man dieses Gebäude erst mal mit in Betracht ziehen und nicht nur die Finanzen und das Baurecht und die Bedürfnisse.

00:19:21: Sondern diese Gebäuden kriegt einen eigenen Wert.

00:19:23: Und dann gab es noch verschiedene andere Punkte, die sich an die öffentliche Hand gerichtet haben eine Bewilligungspflicht für Abriss.

00:19:28: Die Petition kann man heute nicht mehr unterschreiben aber man sieht sie auch immer noch auf unserer Homepage.

00:19:34: also Da sind ja schon ganz wichtige Anstöße gewesen.

00:19:37: mich würde interessieren was hat denn dieser Ausstellung in der Bevölkerung ausgelöst.

00:19:42: Also was kam zurück?

00:19:45: Was schon spannend ist, ich würde sagen es ist nur unser Verdienst aber das war schon so.

00:19:50: den Moment glaube ich wo vielen auch von unseren Berufskolleginnen und Kollegen aufgefallen sind dass dieser Ersatzneubau nicht mehr immer nur Mittel der ersten Wahl ist.

00:20:00: Dass man den Wettbewerben den Erhalt prüft ernsthaft das weiß wie viel graue Energie, wie viele graue Emissionen im Bestand stecken.

00:20:11: Und ich glaube schon dass wir dort beitragen konnten zu einem Umdenken und das am Ende auch dann in gesetzlichen Bereichen sich nie geschlagen hat.

00:20:19: Wir hatten beispielsweise eine Gastprofessur die wir ein paar Jahre später an der Fachhochschule hier in Basel hatten wo wir uns auch mit Studierenden beschäftigt hatten.

00:20:30: Und für uns war auch zu sehen, also das war für die schon völlig selbstverständlich, während ich in meinem Studium noch keinen einzigen Umbau hatte und das ist schon glaube ich dort harten Umdenkungsstaats gefunden und es war glaube ich schon auch Teil dieser Ausstellung.

00:20:43: Also das ist auch eine Erfahrung, die wir in Deutschland machen dass an den Hochschulen generell fast nur noch zirkulär kreislaufgerecht, biobasiert im Bestand saniert wird, transformiert wird umgebaut wird und dass es an den Hochschulen ganz wenig Neubau-Projekte aktuell gibt.

00:21:02: Ich habe neulich auch mit einem Münchner Hochschulprofessor gesprochen der sagte so ich glaube gar nicht das ist überhaupt ein einziges Neubauer Entwurfsprojekt gibt aktuell an der Hochschule.

00:21:15: Ich glaube am Ende oder wir sprechen hier die ganze Zeit darüber, dass KI uns allen die Arbeit wegnimmt.

00:21:19: Ich glaube bei der Architektur haben so viel Bestand und es ist wirklich wichtig, dass wir damit weiterarbeiten Und das ist auch eine echte zukunftsträchtige Arbeit Dass wir den Bestand transformieren weil unsere Bedürfnisse die ändern sich.

00:21:33: Wir können die Welt nicht einfrieden wie sie jetzt ist.

00:21:35: Das ist nicht die Idee wenn man gegen den Abriss sich engagiert Aber es ist einfach wichtig das Gebäude als ein Akteur in der Planung mit verstehen.

00:21:45: Ihr seid jetzt beide quasi auch im Beruf tätig.

00:21:48: wie nehmt ihr das von Kundenseite, von Bauherrinnen und Bauherren Seite wahr?

00:21:53: Gibt es da eine zunehmende Bereitschaft?

00:21:55: gibt es Projekte die einen kreislaufgerechtes klimagerechtes bauen?

00:22:00: Man merkt wirklich ein Schiff.

00:22:02: Ein Wandel, der Bestand wird wie anders geschätzt.

00:22:06: habe ich so einen Eindruck?

00:22:07: natürlich man muss immer wieder dafür kämpfen aber das ist was es vorhin erwähnt oder?

00:22:18: Ging man von einem Ersatz-Neubau aus und heute ist der Umbau eigentlich immer erlaubt, möglich.

00:22:25: Und das wirklich ein Wandel der

00:22:27: diese Bewegung geschehen ist?

00:22:30: Ja und ich glaube es geht am Ende auch darum.

00:22:33: also einerseits die Bauherrschaften sich einlassen auf einen Umbauprojekt und das vielleicht auch akzeptieren oder auch wollen, in der Aufstockung oder eine Umnutzung.

00:22:43: Und auf der anderen Seite wir haben vorhin über die Studierenden gesprochen, die jetzt Umbauprojekte an ihren Universitäten machen.

00:22:48: Das heißt, die Leute werden auch ausgebildet darauf dass sie wissen wie man einen baut und nicht nur die Studierenden, sondern auch die Profs, die das unterrichten, setzen sich mal ernsthaft mit Umbau auseinander.

00:23:00: Und ich glaube, die Wissensbasis ist auch eine andere.

00:23:03: Früher war die Angst vor dem Umbaud, es kommt eh viel teurer.

00:23:07: War auch recht groß!

00:23:08: Ich glaube inzwischen ist es natürlich schon so, dass man deutlich mehr auch gebaute realisierte, auch große, auch innovative Projekte hat.

00:23:16: Es gibt viel mehr Leute die inzwischen gute Erfahrungen mit Umbau gemacht haben und dieses Know-how weitergeben und auch großen institutionellen Anlegern sagen können wir wissen wie das geht und wir können es auch rechnen.

00:23:26: Und das ist glaube ich total wichtig!

00:23:28: Die

00:23:28: Vorurteile sind aber schon noch bestehend denke ich oder?

00:23:32: Das war schon ein Versuch so mit dieser Ausstellung.

00:23:37: Ich glaube man muss immer die Themen immer wiederholen.

00:23:41: Wir müssen in die Breite gehen damit, damit wir auch einen gesellschaftlichen Wandel hinbekommen.

00:23:47: Weil am Ende vom Tag wie als Architekten – wir sind auch ausgeliefert den Rahmenbedingungen oder?

00:23:54: Wir können gewisse Sachen versuchen voranzutreiben aber am Ende von dem Tag sind wir von der Exzeltabelle abhängig Die zeigen nach links oder rechts.

00:24:03: Die Kosten sind oft einfach entscheidend und damit wir da fortschrittlicher bauen können, brauchen wir andere wirtschaftliche Anbedingungen.

00:24:14: Damit wir von der massivbauweise hin zur holzbauweise kommen, damit Umbau rechnerisch vielleicht noch mal besser dasteht als ein... Ersatz Neubau und das braucht einerseits eine gesamtheitliche Berechnung halt über die ganze Lebenszeit.

00:24:31: Die Frage von CO-Zwei Kompensation oder CO-zwei Steuern, ich glaube ist zentral innerhalb von diesem Thema um wirklich ein Wandel herbeizuführen.

00:24:42: Damit wir das schaffen brauchen wir einen politischen Wandel und diesen politischen Wandel herbei zu führen brauchen wir den gesellschaftlichen Wandel.

00:24:49: also es geht wirklich um Gesamtheitliche und wir versuchen das wirklich auf allen Ebenen im Verein voranzutreiben.

00:24:58: Sarah ist Teil von der Gruppe, die macht ein Polit-Podcast.

00:25:02: Ist vielleicht sehr schweizspezifisch aber ihr auch aktiv versucht auf anstehende Abstimmung einzugehen.

00:25:10: Vielleicht noch ergänzen zu dem Thema Baukosten?

00:25:12: Vielleicht ist es so dass der Bestand oder die Bestandssanierung einfach teurer ist weil der Neubau nach wie vor zugünstig ist weil einfach die CO-Zwei-Bepreisung nicht stattfindet.

00:25:24: Ja, also es ist... oder die CO‑Zwei Bepreisungen, eine CO–Zweibepreisung, die ihren Namen verdient?

00:25:29: Das wäre natürlich der Königsweg!

00:25:31: Das würde so viele Probleme lösen.

00:25:33: Leider sind wir weit davon entfernt und deswegen können wir auch nicht einfach warten bis die Politik da oben irgendwann mal diese CO‑zwei Besteuerung oder Lenkungsabgabe oder was auch immer.

00:25:43: Es würde den Bestand schützen.

00:25:46: Es würden die biobasierten Baustoffe massiv fördern, es würde schlechte Baustoffe schwächen.

00:25:52: Das wäre natürlich super!

00:25:54: Aber da sind wir einfach nicht und ich glaube dass mit damit diese Realität müssen wir auch leben.

00:25:58: also das heißt wir müssen den Bestand einen Wert geben der über den ökonomischen Wert hinausgeht und da sind ja auch das ist mir als Architektin auch ganz wichtig dass wir bei Projekten bei denen wir mitarbeiten stark auf sonstige Qualitäten des Bestandes hinweisen.

00:26:14: Das kann ein großer Baum sein, der stehen bleibt weil man die Baumgrube nicht vergrößern muss.

00:26:19: das können soziale Aspekte sein dass man nicht leer künden muss im Bestand also mitbewunden zusammen sanieren kann.

00:26:27: Das sind solche Themen.

00:26:28: und am Ende glaube ich in Ersatzleubau der Mark ökonomisch eine gewisse Attraktion vielleicht auch scheinbar Attraktion haben.

00:26:36: Aber ich glaube, wir als Architektinnen und Architekten haben schon einen recht großen Hebel diesbezüglich auch die Bauernschaften zu beraten.

00:26:42: Und die Qualitäten, die vielleicht auch nicht ökonomischen Qualitäten hervorzuheben, die sich ja aber am Ende eben auch monetarisieren lassen.

00:26:50: Weil ich glaube eine Wohnung, die einen schönen großen Baum vorne dran hat, die hat auch eine Qualität.

00:26:55: Und vielleicht überwiegt diese Qualität auch den perfekten Tritschall?

00:27:01: Es hängt sehr stark davon ab, wer diese ersten Beurteilungen macht.

00:27:05: Wenn das jemand ist der Übung hat im Umbau, der weiß wie man Sachen transformiert dann macht es einen riesigen Unterschied weil am Ende glaube ich ein großer Faktor in diesem Zusammenhang ist die Risikoabschätzung und den Umbau bisschen schwieriger zu berechnen als ein Neubau, beziehungsweise braucht viel Analyse.

00:27:29: Man verbringt viel Zeit damit das zu verstehen nachvollziehen wie funktioniert das genau und man muss glaube ich wirklich aus diesem Bestand heraus denken und dass in eine neue Zukunft überführen und beispielsweise wenn man jetzt einen Bürobau oder einen Parking in Wohnungen umbauen möchte.

00:27:49: natürlich ist es möglich schwieriger etwas in eine neue funktions zu transformieren.

00:27:56: Das ist

00:27:57: neu auf der grünen wiese zu bauen?

00:27:58: Nein, nicht mal das mehr im vergleichen umbauten untereinander.

00:28:07: also es gibt die funktionieren viel besser in Sicht als wenn sie jetzt, sagen wir, die Tate Modern oder das ist am Ende.

00:28:16: Oder die Elbphilharmonie ist auch ein Umbau von mir raus aber da einfach die Hülle rundherum steht noch.

00:28:22: Innen ist es ein neues Gebäude und natürlich hat man den Wert diese Geschichte erhalten.

00:28:28: Aber das Gebäud an sich ist weg und glaube ich braucht es extrem viel Sorgefalt und vielleicht auch Erfindungen, um ein Bestand in eine neue Zukunft zu transformieren.

00:28:41: Die angemessenen ist die gut funktioniert.

00:28:44: man muss wirklich die Energie von dem Teil finden und wie in ne neue Richtung werfen, leicht wie bei Akido oder so diese Energie transformieren.

00:28:55: und ja das braucht einfach Zeit.

00:28:58: Da sind wir vielleicht am nächsten Thema von der Honorierung, ich glaube im Umbau.

00:29:03: Ich wollte noch ganz kurz auf den Politik-Podcast zu sprechen kommen weil du hattest ja schon angesprochen also ihr seid auch politisch aktiv.

00:29:11: vielleicht nochmal grundsätzlich die Frage was sind die Knackpunkte politisch?

00:29:16: Vielleicht in der Gesetzgebung oder Regulierung in der Schweiz die Bauwände blockieren oder behindern.

00:29:22: Also die Schweizer eine sehr hohe Baukultur die wir auch sehr schätzen.

00:29:27: aber Wir bauen jeweils ein Rolls Royce oder ein SUV.

00:29:31: Also wir bauen extrem perfekte, extrem dicke große Kisten und manchmal reicht vielleicht auch ein Fabrikäfer.

00:29:40: Und das meine ich nicht aus Rückwärtsgewandtheit sondern einfach im Sinne dass wir auch den Bedarf hinterfragen müssen denen wir uns als Gesellschaft leicht umwollen, den Anspruch.

00:29:52: Da ist die Gesetzgebung eben auf diesen Wallsweiß ausgerichtet.

00:29:56: Und das heißt, wir haben eigentlich Neubau-Normen und Neubaugesätze in der Schweiz.

00:30:02: ein großes Glück im Vergleich zu Deutschland.

00:30:04: Ich kenne deutsche Gesetzgebungen ein bisschen weniger gut.

00:30:06: aber in der Schweizer ist es so dass die Normen, da sind die SCA-Norman sogenannte nicht Gesetze Teil einer normalen Abmachung, aber man kann sich die weg bedingen als Architektin oder Architek.

00:30:19: Also der Bauherr kann sagen ich möchte das aktiv nicht und dann kann er gewisse Normen, kann es sich wegbedingern.

00:30:26: Es geht natürlich nicht alles.

00:30:27: also ich sage jetzt mal eben eher die Kerchwellendosigkeit, Rollschulgängigkeit... Das ist übergeordnet, das ist wichtig.

00:30:33: Dass wir eine inklusive Gesellschaft haben.

00:30:35: auch Themen wie Brandschutz sind zwingende Namen hingegen andere Namen wie beispielsweise Schallschutz oder Komfortnamen Luftheuchtigkeit.

00:30:44: Das sind Namen die können sich Bauherrschaften da können sie bewusst darüber hinweg setzen.

00:30:49: Und ich glaube, das ist ein Gut.

00:30:51: da müssen wir sehr gut darauf aufpassen in der Schweiz und bei Normen sonst ist es schon so.

00:30:55: also bei Gesetzen Entschuldigung sonst ist Es schon sehr stark so dass die einfach immer noch vom Neubau ausgehen sind sehr langsam.

00:31:03: Dieser Politikpostkast, den du vorhin angesprochen hast.

00:31:05: Das ist ein Format das wir gemacht haben weil wie in der Schweiz auch wir haben das Glück dass wir recht regelmässig über konkrete Projekte oder auch größere Visionen abstimmen können jetzt gerade in nächster Zeit über dem Klimafond in so genannten das ist eine nationale Abstimmung dass die Schweiz Geld in einen Fonds speisen soll ... beim Umwahl der Wirtschaft helfen soll.

00:31:26: Und das sind Themen, die betreffen uns Architektinnen und Architekten... ...und da wollen wir eigentlich zur Meinungsbildung beitragen und auch zu Informationen.

00:31:34: Und dafür machen wir dann ein Gespräch mit einer Person, die uns interessiert.

00:31:39: Im Idealfall werden das vier Folgen pro Jahr also deutlich weniger als dieser Podcast hier.

00:31:43: realistisch erschaffen wir noch nicht mal vier wenn ich ehrlich bin weil da scheißen wir dann an unserem Ehrenamt.

00:31:49: aber es ist immer sehr spannende Gespräche und es ist so eine lose Folge.

00:31:53: Und was uns auch noch wichtig ist, wir transkribieren die Texte kürzen, machen einen Artikel draus und die kommen dann in zwei der größten Bauzeitschriften in der Schweiz um diesen Informations-, diese Orientierung, wie wir eigentlich machen wollen.

00:32:06: Ja, das ist unser großes Anliegen dass die Architektur eine Stimme bekommt im politischen Diskurs.

00:32:11: Welche Gäste ladet ihr allen in diesem Podcast?

00:32:14: Es ist recht unterschiedlich.

00:32:16: Der erste Gast, den wir hatten, war ein Klimawissenschaftler, der so gesprochen hat über was eigentlich Netto Null?

00:32:21: Was ist dieses Netto?

00:32:22: Wo geht das hin?

00:32:23: Wo ist das Positive und das Negative?

00:32:25: Sind wir an Track oder sind wir es eben nicht?

00:32:28: Er war nicht Architekt, sondern er hat das sehr stark als eine wissenschaftlichen Perspektive betrachtet.

00:32:33: Und dann hatten wir verschiedene Initiativen, dort hatten wir die Initianten oder Initiantinnen eingeladen.

00:32:38: Personen aus dieser Architektur kommen also diese politischen Anliegen eingebracht haben.

00:32:43: das waren Personen, die uns interessiert haben.

00:32:45: Wir haben aber auch schon mit einer Vertreterin eines Hauseigentümerverbandes gesprochen.

00:32:50: Das ist der der nennt sich KAS-Affair.

00:32:52: das ist die Vereinigung von verantwortungsbewussten Hauseigentümern und irgendwie sowas ist der eigene Claim wo es darum geht was können denn Hauseigentümer, hauseigentüme Rinnen zu nachhaltigen Bauern beitragen?

00:33:05: Vielleicht noch ergänzend zum Politikthema und auch dem Vereinszweck.

00:33:10: Jetzt ist es ja so dass wir das eins Komma fünf Grad Ziel wohl gerissen haben.

00:33:15: im letzten Jahr sicher davor war's ja noch nicht ganz so sicher aber jetzt hatte sich wiederholt.

00:33:21: ich glaube zwei dort drei Jahre in Folge im Mittel Und die ersten Kipppunkte sind überschritten und gleichzeitig merken wir in Deutschland Die Politik zugunsten wirtschaftliche Interesse nach und nach von Klimaschutzzielen, Umweltzielen verabschiedet.

00:33:36: Also in Deutschland gibt es einen Verbrenner aus.

00:33:40: Verstromung wird wieder relativiert.

00:33:42: Wir haben jetzt aktuell das in Deutschland bekannte Habecksche-Heizungsgesetz, was durch ein Eckpunktepapier durch einen Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt werden soll.

00:33:52: Im Moment gibt es nur diese Eckpunktenpapiere aber dort geht daraus hervor dass einfach fossile Brennstoffe wieder stärker zugelassen werden und nicht in der Maße reguliert werden sollen wie es eben vorher geplant war.

00:34:04: Wie ist das in der Schweiz?

00:34:06: Also ich befürchte, es ist eine globale Bewegung.

00:34:08: Ich meine aktuell sind sehr kritisch zu sehen die Personen in sehr mächtigen Positionen.

00:34:16: Wir sprechen über Krieg wir sprechen nicht mehr über Klima und ich glaube wir sind wirklich in dieser Welt der Multikrisen Und Das kann schon auch echt verzweifelt machen und das kann auch dazu führen dass Personen finden jetzt fliege ich halt nach Dubai in die Ferien einfach weil ich will mir jetzt noch gönnen dieses Gefühl und so diese Frage von hey bringt das noch.

00:34:39: Aber was ist denn die Alternative?

00:34:40: Also ich glaube wir müssen um jedes Zehntelgrat kämpfen, und wir als Architektinnen und Architekten haben eben den Hebel!

00:34:47: Und das ist eben glaube ich das Wichtige des Stand am Anfang unserer Initiative, dass wir gesagt haben unser Beruf ist ein großer Teil des Problems aber wir können auch ein größer Teil der Lösung sein.

00:34:58: Das ist unverändert gültig.

00:35:01: Da müssen wir auch einfach weiter darum kämpfen.

00:35:03: Also, wir haben jetzt gerade dieser Tage im Nationalrat ist es sogenannte Erlastungspaket-Siebenundzwanzig.

00:35:09: Dazu haben wir eben eine Podcastfolge gemacht und der größte Post in der Einsparung ist bei den Klimagebäudesanierungen noch vor der Entwicklungshilfe.

00:35:19: Und das ist natürlich, das ist fatal weil wir müssen diese Bauwände schaffen!

00:35:24: Ich glaube da ist es schon wichtig dass wir uns nicht von der Kurzfristigkeit problematischen Umweltminister blenden lassen, weil in vier Jahren sind Wiedermalen und wir müssen einfach dran bleiben.

00:35:37: Und gleichzeitig schon auch sehe ich positive Aspekte und da sehe ich auch wirklich Hoffnung.

00:35:44: Ich glaube die Digitalisierung kann uns wirklich helfen.

00:35:46: gerade im Bereich WIEUS das bis jetzt noch sehr klein maßstäblich persönlich funktioniert hat dass man weiß Hebaustelle A wird ein Fenster ausgebaut ich kann es auf meiner Baustelle B verwenden.

00:35:58: Ich glaube, da hat diese Digitalisierung ein unglaubliches Potenzial.

00:36:00: Dass sich WiiUs wirklich in der Breite durchsetzen kann und auch ins Wiffen wirklich von großen Bauträgerschaften auch.

00:36:07: erste Erfahrungswerte vorliegen, dass das jetzt nicht mehr so ein Niefenthema ist.

00:36:11: Ich denke auch diese ganze Frage der Klima-Adaption lässt sich deutlich besser vermarkten und erkaufen als die Frage des Klimaschützenden bei uns weil da merkt jeder Mist!

00:36:23: Jetzt wird mein Gebäude zu heiß.

00:36:24: ich kann das nicht vermieten.

00:36:26: Da werden wahnsinnig große Vortritte gemacht und die Schweiz ist sehr klein.

00:36:29: also wir haben das Gewicht unserer Bauern ist weltweit gesehen nicht so viel aber Am Ende glaube ich den größten Hebel, denn wir haben es schon so diese Vorbildwirkung die einzelne Bauten, einzelne Organisationen und einzelne Möglichkeiten auch haben können.

00:36:44: Und da lohnt es sich um jedes Zehntelgrad zu kämpfen.

00:36:48: Super!

00:36:48: Vielleicht abschließend noch eine schöne, etwas leichtere Sache.

00:36:52: Der Verein hatte eine Gastprofessur an der Hochschule für Architekturbau und Geomatik der FHNW-Fahrhochschule Nordschwalz.

00:37:00: Nordwestschweiz?

00:37:01: NordwestSchweiz

00:37:02: so heißt es!

00:37:02: Wie kam das zustande und wie habt ihr das umgesetzt?

00:37:05: Ich hatte vorher noch nie gehört dass ein Verein eine Gastprofessur bekommt.

00:37:10: Ja auch nicht.

00:37:15: Wir haben wirklich die Gastprofessur als Verein gehabt und Architekt für Hüte, die Hochschule hat das nicht akzeptiert.

00:37:23: Das ist eine Gruppe, dann eine

00:37:25: Lehrstuhl

00:37:27: besetzt?

00:37:28: Die haben uns als Verein angefragt und auch jetzt nicht eine Person, wir waren auch nicht angestellt.

00:37:33: Wir haben einfach einen Honorar über den Verein bezogen und mussten das dann auch selbst aufteilen was... Also wir waren auch wirklich als Verein dort.

00:37:40: Und ich denke, da sind wir wieder in dieser Welt der Multikrisen.

00:37:43: Ich glaube es ist auch wichtig dass wir anders zusammenarbeiten und wie ganz stark Lernende sind.

00:37:49: also wir haben ein sehr unhyrarchisches Verhältnis zu den Studierenden.

00:37:53: Wir haben wirklich gemeinsam mit ihnen versucht an diese Bauwände zu arbeiten.

00:37:58: Was habt ihr dort gemacht konkret?

00:38:00: Das waren ja

00:38:01: zwei Semester.

00:38:02: Ja genau.

00:38:03: Vielleicht die Vorgabe noch ganz kurz von der Schule war das wäre ein benotbares Projekt am Ende haben mussten.

00:38:09: Also wir konnten jetzt nicht ein Aktivismus-Semester machen, das war eine Bedingung sonst kriegen wir es nicht.

00:38:14: Wir müssen da im Master's vielleicht auch wichtig zu wissen kein Bachelorstudiengang.

00:38:18: aber zu den konkreten Inhalten kannst du vielleicht etwas sagen?

00:38:21: Also ich glaube es war schon eine Herausforderung auch als Gruppe das zu bewältigen.

00:38:25: beziehungsweise Studenten brauchen auch eine gewisse Konstanz in der Begleitung.

00:38:31: und inhaltlich hatten wir im ersten Semester ein Closter, das wir jetzt transformiert haben mit verschiedenen Ansätzen.

00:38:39: Das waren Gruppenarbeiten.

00:38:41: und im zweiten Semester haben wir das Frank-Areal angeschaut.

00:38:46: Das ist ein Areal, wo früher ...

00:38:49: Sein von Melnese?

00:38:51: Genau!

00:38:51: Und Zikkorien...

00:38:54: Zittoriencafé.

00:38:55: Ja, rüben gemahlen worden zu Café Und wir haben das untersucht und das in verschiedenen Varianten dann transformiert.

00:39:05: Jeder Student hatte am Ende ein Baustein innerhalb von diesem Material bearbeitet, um den Turf dazu zu entwickeln.

00:39:14: Es war wichtig, am Ende wirklich einen Projekt zu haben.

00:39:17: Ja ich glaube es ist wichtig so zu verstehen.

00:39:19: Das klingt jetzt sehr klassisch nach einem Entwurfsemester und das war es ein Stück weit auch.

00:39:24: Auf der anderen Seite haben wir versucht... stückweit selbst Sachen neu und anders zu machen.

00:39:28: Also im ersten Semester haben wir als Kernthema das Fenster untersucht, als eminent architektonisches Bauteil, als klimatisch zentrales Bauteils zwischen innen und außen, als Bauteile dass im neue Bau vorkommt wie auch im Umbau.

00:39:40: also daran haben wir das wie aufgehängt und ich glaube es ist sehr wichtig weil da reden wir über Sonnenschutz, wir reden über Wärmedurchgang, wir sprechen über Öffnung, über Bedienbarkeit oder soziale Themen und im zweiten Semester ging's deutlich stärker von städtebaulichen Fragen aus, so von Fragen der Nutzung und der Uneigenbarkeit.

00:39:59: Das Umbau ist das Neubau aus der Aufstockung.

00:40:02: Also da sind wir eher vom großen Maßstab gekommen.

00:40:04: Im ersten Mal eher so vom kleinen Maßstabe.

00:40:07: Und es war schon herausfordernd.

00:40:09: Vielleicht sind ja eben so diese rund hundert Leute ungefähr fünfzig Leute, die jetzt aktiv sind.

00:40:13: Wir waren natürlich nicht ganz so viele im Semester sondern es pro Semester ungefähr zwölf Personen, die engagiert waren.

00:40:20: Wir haben auch Seminareisen organisiert und wir haben einen Theoriseminare gegeben.

00:40:24: also es war schon eine recht breite Personengruppe, die sich dort engagiert hat im Rahmen dieses Gastsemesters.

00:40:30: Und das war für euch eine wertvolle Erfahrung?

00:40:32: Konntet ihr da was mitnehmen auch wieder für den Verein, woraus ihr...

00:40:35: Also es war sehr wertvoll, selbstkritisch muss man aber vielleicht auch sagen, wir reden von zweiundzigdreißig, wir reden von den großen Hebeln, das war's nicht!

00:40:45: Es Gut für uns, das war gut für die Studierenden.

00:40:48: Vielleicht hoffentlich gut für den Studenten.

00:40:51: aber am Ende wenn wir von großen Hebeln sprechen da müssen wir eigentlich raus in die Baupraxis.

00:40:57: Warst du fokussiert auf einen kleinen Kreis?

00:41:01: Die Studierende sind nicht die, die jetzt die entscheidet treffen.

00:41:04: Wenn wir jetzt im Jahr zwanzig dreißig schaffen wollen dann müssen wir jetzt dorthin über die Entscheidungsträger sitzen.

00:41:08: Das soll das nicht schmälern.

00:41:09: ich glaube die Studienden sind wichtig weil sie tragen das ja auch in ihre Büros, sie tragen es auch in ihrer Praktika

00:41:14: etc.,

00:41:16: Total inspirieren.

00:41:17: Wir haben auch sehr viel gelernt, Sie haben glaube ich auch viel gelernt aber es war nicht der große Hebel.

00:41:22: Ich

00:41:22: glaube die Themen sind grundsätzlich da ja schon angekommen aus den Schulen und ich glaube wo wir hin müssen sind die Bansen, sind die Politiker raus aus unserer Baubabel und eben wieder viel breiter abzustützen.

00:41:39: Wir hatten jetzt im Januar uns an das Wissbau mit dem Stand betätigt wo das jetzt vielleicht auch, hat auch ein bisschen Überwindung gebraucht.

00:41:49: Erstmal aber war doch eine gute Erfahrung und sind wir wirklich mit anderen Leuten noch mal in Kontakt gekommen als wo wir sonst unterwegs

00:41:58: sind.".

00:41:59: Also die Swiss-Bau ist vielleicht die größte Schweizer Baumesse?

00:42:02: Die findet Bienal statt und dort ist eben nicht die Nische.

00:42:07: Dort sind nicht die, die man eh schon erreicht hat!

00:42:09: Und wir haben wirklich auch sehr oft in der App um diese Vereine die Diskussion Wie erreichen wir denn die Leute, die wir nicht eh schon erreicht haben?

00:42:16: Die das in den letzten vier, fünf, sechs Jahren mitgekriegt haben.

00:42:19: Und deswegen haben wir ganz bewusst gesagt Wir verlassen jetzt unsere Komfortzone und gehen an diese Baumesse.

00:42:25: Da sind andere Personen als die, die sich eh schon so in diesem Öko bauen bewegen.

00:42:31: Das war schon wichtig glaube ich Dass man dort nochmal gewisse Sachen auch anbringt wo man es vielleicht eben nicht schon sieht.

00:42:37: Ich bezeichne mich immer ein fatalistischen Aktivist.

00:42:40: Also einerseits glaube ich nicht, dass wir eben dieses eine Komma fünf Grad viel noch schaffen werden.

00:42:47: Auf der anderen Seite glaube ich aber auch wie ans machen und ans Handeln.

00:42:52: Und ich glaube das ist wieder so der Kern von Kanton-Zwanzig-Dreißig.

00:42:56: Ich nenne den Verein immer eine Duokratie.

00:42:59: also wer macht macht und wir entscheiden auch zwar demokratisch Aber schlussendlich geht es eigentlich immer darum in das Handeln zu kommen.

00:43:10: Das heißt wir arbeiten auch nach dem Pareto-Prinzip, also Achtzigzwanzig... dass wir sagen, es ist wichtiger.

00:43:18: Wir handeln jetzt und sind uns zu achtzig Prozent sicher, dass es in die richtige Richtung geht anstatt das wir zuwarten und so diese Dinge vorantreiben.

00:43:28: Und das ist auch die Freiheit, die wir haben – wir sind keine Universität!

00:43:31: Wir sind niemandem rechenschaftschuldig außer uns selbst und darum können wir uns das auch leisten mal ein bisschen etwas vielleicht nicht ganz so präzise zu haben.

00:43:42: aber die Richtung, die große Richtung muss stimmen.

00:43:45: Und ja, ich glaube das ist wie vielleicht auch die Stärke von diesem Verein.

00:43:51: Denn wir haben der schon sehr ermöbenhaft und unabhängig voneinander funktionieren kann – Ich weiß nicht was im Podcastprojekt läuft!

00:44:02: Sarah wusste vielleicht nicht, was im Bauende Tools läuft.

00:44:06: Und es sind wirklich kleine Arbeitsgruppen die unabhängig voneinander Sachen so relativ schnell verantreiben können.

00:44:13: Beispielsweise gehen einmal monatlich in die Koordinationssitzung und sage ich bräuchte fünftausend Fransen für eine Website.

00:44:20: das ist das Konzept, ist das okay?

00:44:22: Dann wird da kurz abgestommen und dann kann ich das freigehen und dann geht's los!

00:44:28: Also,

00:44:29: das ist cool.

00:44:29: Wir verstehen

00:44:30: vielleicht... Dezentrales

00:44:31: Agieren?

00:44:32: Ja!

00:44:33: Wir haben Leitplanken.

00:44:35: Vorteile weil es einfach kurze Entscheidungswege sind, sehr konzentriertes, fokussiertes...

00:44:39: Wir sind vielleicht noch ein Stück weit weniger in den Verein als eine Bewegung.

00:44:42: also wir wollen nicht primär wachsen, weil wir wachsen wollen aber wir haben auch ganz bewusst keine, wir wollen unsere Ideen bei uns behalten, also wir sind keine Firma die das vermarkten muss.

00:44:56: Sondern wir sind schon ich sag mal Überzeugungstäter für das was wir tun und das heißt je mehr Leute dass das tun desto besser.

00:45:02: Also nochmal so deiner Frage vorhin von Hoffnungslosigkeit und was können wir denn tun?

00:45:07: Ich glaube am Ende habe ich schon auch ein hohes Grundvertrauen in die Menschheit, dass sie sich irgendwie mittelfristig nicht Lust hat selbst an die Wand zu sparen.

00:45:16: Ich hab große Angst um die Demokratie.

00:45:21: Anspruchspolizeiten zugehen, deswegen glaube ich auch müssen wir sehr sorgalten zu demokratischen Mitbestimmungsregeln.

00:45:27: Deswegen vielleicht auch diese Podcast-Engagements also nicht wie heute dieser Podcast und den wir selbst machen.

00:45:33: aber was anderes haben wir auch nicht?

00:45:34: Also wir haben nur uns!

00:45:36: Und das müssen wir

00:45:37: absolut

00:45:37: brauchen.

00:45:38: Unsere lange Hoffnung besteht

00:45:40: Auch wenn keine Hoffnung besteht auch dann weil wir müssen es weitermachen.

00:45:44: Was ist die Alternative?

00:45:45: Aber

00:45:46: Hoffnung ist eigentlich das, was uns vorantreibt und was uns am Leben.

00:45:51: Ja aber Hoffnung nicht etwas Passives, dass man einfach Hoffnung hat und dann geht es schon!

00:45:55: Ich glaube Hoffnung muss man sich auch ein Stück weiter arbeiten weil Hoffnung kommt auch erst durchs Tun.

00:45:59: wenn ich mich hinsetze die schlechten Nachrichten lese, dann verliehe ich die Hoffnung im Nu.

00:46:05: Die Hoffnung kommt in dem Moment wo man anfängt im kleinen selbstwirksam aktiv zu werden und dann kommt die Hoffnungen.

00:46:11: Und also schon alleine als Mutter von Kindern bleibt gar nichts anderes übrig als sehen irgendwie einigermaßen passabel eine Nachwelt zu hinterlassen und das ist schon ein großer Antrieb.

00:46:21: Letzte Frage was passiert am Neunundfünfzig Sekunden.

00:46:33: Wir sind eine Sekunde von unserer Vereinsauflösung

00:46:39: allen Ernstes.

00:46:40: Der Verein löst sich auf, das steht in unseren Statuten.

00:46:43: Es gibt ein Aber wenn wir das Ziel Netto Null im Bauwesen in der Schweiz vorher erreicht haben dann lösen wir uns schon vorher auf.

00:46:50: Vielleicht erreichen wir das ja noch?

00:46:52: Der Verein löst sich auf.

00:46:53: Das ist auch gut so.

00:46:55: Die Arbeit hört dann nicht auf.

00:46:57: Okay Dann wünsche ich euch bis dahin ganz ganz viel Erfolg.

00:47:00: viele gute, wirkungsvolle Projekte.

00:47:03: Und danke euch ganz herzlich für das Gespräch!

00:47:06: Sarah Bahrt und Leon Faust von Countdown-Zwanzig Tralsich.

00:47:09: Danke euch!

00:47:10: Diese Episode wurde euch präsentiert von UreTech.

00:47:14: Wenn euch die Folge gefallen hat lasst uns gerne eine positive Bewertung da.

00:47:18: empfehlt uns euren Kollegen und jedem den ihr kennt und abonniert gerne unseren Kanal damit ihr auch zukünftig keine Ausgabe mehr verpasst.

00:47:26: In der nächsten Folge, die am fünfundzwanzigsten Juni erscheint, spreche ich mit Lara Kacca, Vorstand der Werner Subeck-AG über euer Lieblingsthema – Die Bauphysik.

00:47:37: Also falls aktuell die Bauphsyk noch nicht euer lieblingsthema sein sollte, solltete euch diese Folge unbedingt anhören!

00:47:44: Der Architekturfunk ist eine Produktion der Heinze GmbH.

00:47:48: Kleiner Hinweis in eigener Sache bis zum zwanzigste Juni also um eine Woche verlängert könnt ihr noch eure Projekte beim Heinze Architektur-Award einreichen.

00:47:58: Es gilt, einen Gesamtpreisgeld von rund vierzigtausend Euro zu verteilen und außerdem erhaltet ihr mit eurer Teilnahme Tickets für die Preisverleihung im Rahmen des Klimafestivals am achtzehnten und neunzehnte November in Berlin!

00:48:11: Einfach heinze.de.

00:48:14: slash award eingeben und eure Lieblingsprojekte hochladen – alle Links findet ihr wie immer auch in dem Show notes.

00:48:21: Danke fürs Zuhören und bis in Kürze.

00:48:25: Tschüss!

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